Nachrichten VogtlandWimpelwanderung 2026: Eine besondere Etappe zwischen Thüringen, Sachsen und Bayern

Titelfoto: Gabi Lorenz
Die Wimpelwanderung des 123. Deutschen Wandertages führt am Wochenende durch ein besonders geschichtsträchtige Landschaft Deutschlands. Die Wandergruppe des 1. SC 1911 Heiligenstadt erreichte das ehemalige Grenzdorf Mödlareuth und setzte ihre rund 300 Kilometer lange Tour in Richtung Kurort Oberwiesenthal fort.

Bereits am 15. Juni 2026 war Start im Heilbad Heiligenstadt. Bis zur feierlichen Eröffnung des 123. Deutschen Wandertages am 24. September 2026 wird der Wandertagswimpel Schritt für Schritt nach Oberwiesenthal getragen – eine Tradition, die Wanderfreunde aus ganz Deutschland verbindet.

Der Wimpel gilt als das symbolische Herzstück des Deutschen Wandertages. Seit 1952 wird er von einer Gastgeberregion zur nächsten getragen. Ähnlich wie das Olympische Feuer steht er für Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Freude am Wandern.

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Words and Wonders

Über viele Wochen hinweg begleiten verschiedene Wandergruppen den Wimpel auf seinem Weg durch abwechslungsreiche Landschaften, historische Orte und bekannte Fernwanderwege. In diesem Jahr verläuft die Strecke unter anderem über den Naturparkweg Leine-Werra und den berühmten Rennsteig, bevor sie das Erzgebirge erreicht.

Wanderung entlang des Grünen Bandes

Die Etappe in Mödlareuth führte zunächst rund zwei Kilometer entlang des Grünen Bandes zum Grenzmuseum. Das Grüne Band ist heute eines der bedeutendsten Naturschutzprojekte Deutschlands und verbindet einzigartige Landschaften mit einer bewegten Geschichte. Anschließend setzte die Gruppe ihre Wanderung über rund vier Kilometer zum Drei-Freistaaten-Stein fort. Hier treffen die Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen aufeinander – die einzigen deutschen Bundesländer, die offiziell den Titel „Freistaat“ tragen.

Der historische Grenzstein markiert die Gemarkungen von Münchenreuth (Gemeinde Feilitzsch, Bayern), Grobau (Gemeinde Weischlitz, Sachsen) und Gebersreuth (Stadt Gefell, Thüringen). Bereits im 19. Jahrhundert wurde dieser Punkt durch Grenzverträge festgelegt. Noch heute erinnern die eingemeißelten Kürzel KB (Königreich Bayern), KS (Königreich Sachsen) und FR (Fürstentum Reuß jüngerer Linie) an diese historische Grenzziehung. Für Wanderer ist der Stein heute ein beliebtes Fotomotiv.

Handgefertigter Wimpel für den Deutschen Wandertag

Ein besonderer Moment der Etappe war die Präsentation des neuen Wandertagswimpels. Dieser wurde von der Plauener Traditionsfirma Fahnen Faßmann innerhalb kürzester Zeit in aufwendiger Handarbeit gefertigt und für diesen besonderen Anlass bereitgestellt.

Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten unter anderem Dr. Thadäus König, Präsident des Thüringer Landtags, Jörg Schmidt MdL als Vertreter des Präsidenten des Sächsischen Landtags, Ivona Valhová, Generalkonsulin der Tschechischen Republik in Dresden und Vertreter regionaler Wanderverbände und Tourismusvereine sowie zahlreiche Wanderfreunde.

Tipp für Wanderfreunde: Die Route rund um Mödlareuth und den Drei-Freistaaten-Stein eignet sich hervorragend für eine abwechslungsreiche Tageswanderung. Natur, Geschichte und schöne Ausblicke machen diese Strecke zu einem lohnenden Ziel im Vogtland und an der Thüringer Grenze.

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Redaktion
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