Schwer hatte es Paul Panzer an diesem Abend nicht. Kaum hatte der Comedian am Freitagabend die Bühne des ausverkauften NaturTheaters in Bad Elster betreten, empfing ihn das Publikum mit begeistertem Applaus. Und auch die ersten Lacher ließen nicht lange auf sich warten. Es dauerte nur wenige Minuten, bis sich bei vielen die Mundwinkel sprichwörtlich Richtung Ohren bewegten.



Mit seiner unverwechselbaren Art, der eigenwilligen Sprechweise und jenem irritierten Blick auf die Welt braucht Panzer oft gar keine große Pointe, um sein Publikum zum Lachen zu bringen. Ein Satz, eine Pause, eine Betonung – manchmal genügt bereits die Art, wie er eine vermeintlich alltägliche Situation betrachtet.
Allerdings ist genau das auch der Punkt: Für Paul Panzers Humor muss man empfänglich sein. Seine Kunstfigur polarisiert zwar nicht unbedingt, verlangt aber eine gewisse Bereitschaft, sich auf ihre Eigenheiten einzulassen. Wer diesen Humor mag, bekam gestern Abend reichlich davon – und die Reaktionen aus den Zuschauerreihen zeigten das ziemlich eindeutig.



Dabei nimmt er in seinem Programm „Schöne neue Welt – Welcome to hell“ eine Gegenwart unter die Lupe, die ihm reichlich Material liefert. Technischer Fortschritt, künstliche Intelligenz, digitale Welten und die kleinen wie großen Absurditäten des modernen Lebens werden durch seinen ganz eigenen Filter geschickt.
Aus Dingen, die längst selbstverständlich erscheinen, entstehen plötzlich Situationen, über deren Irrsinn man zumindest für einen Abend lachen kann. Viele waren nicht gekommen, um erst noch überzeugt zu werden. Das Publikum wusste ziemlich genau, welchen Humor es zu erwarten hatte.
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Paul Panzer in Bad Elster: Ein Abend zwischen Alltagswahnsinn und Lachsalven

