Nachrichten VogtlandNie wieder umsonst losfahren: wievoll.com zeigt, wie voll Freibäder, Tierparks und Events wirklich sind

Wer kennt das nicht? Die Sonne scheint, die Badesachen sind gepackt und nach einer halben Stunde Autofahrt wartet vor dem Freibad eine lange Schlange. Oder das Stadtfest ist so überfüllt, dass von entspannter Atmosphäre keine Spur mehr ist. Genau dieses Problem möchte wievoll.com lösen. Die Online-Plattform zeigt in Echtzeit, wie stark Freizeitorte, Sehenswürdigkeiten, Gastro oder Veranstaltungen besucht sind – kostenlos, ohne Anmeldung und direkt durch die Menschen vor Ort.

Das Konzept dahinter ist ebenso einfach wie clever: Besucherinnen und Besucher werden selbst zu Live-Reportern und teilen mit wenigen Klicks, wie voll ein Ort aktuell ist. So entsteht ein digitales Lagebild, das anderen Gästen hilft, ihre Freizeit besser zu planen.

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Die Idee entstand aus einem alltäglichen Problem

Hinter der Plattform stehen die Zwillingsbrüder Steffen und Christoph Löslein aus Nürnberg. Die 34-Jährigen sind hauptberuflich in der IT tätig. Entwickelt haben sie wievoll.com in ihrer Freizeit als Herzensprojekt. Der Auslöser war eine Situation, die wohl viele kennen: Man fährt zu einem Freibad oder einem beliebten Ausflugsziel und stellt erst vor Ort fest, dass der Parkplatz voll ist oder sich lange Warteschlangen gebildet haben. Diese Informationslücke wollten die beiden schließen – allerdings nicht nur für Schwimmbäder. Schnell entstand die Idee einer Plattform, die grundsätzlich für alle Freizeitorte und Veranstaltungen genutzt werden kann.

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Steffen und Christoph Löslein

So funktioniert wievoll.com

Das Prinzip ist bewusst unkompliziert gehalten. Jeder kann kostenlos und ohne Registrierung mitmachen. Besucher vor Ort melden mit wenigen Klicks die aktuelle Auslastung eines Ortes. Zusätzlich lassen sich:

  • Wartezeiten angeben,
  • Tipps für andere Besucher hinterlassen,
  • aktuelle Fotos hochladen.

Ergänzt werden diese Community-Meldungen durch Wetterdaten sowie historische Erfahrungswerte. Mehrere gewichtete Faktoren und automatische Community-Korrekturen sorgen dafür, dass einzelne Fehleinschätzungen schnell ausgeglichen werden und ein möglichst realistisches Gesamtbild entsteht.

Für Plauen wird die Möglichkeit bereits an neun Orten – z.B. zwei Freibädern – genutzt. Nürnberg hat schon eine weit längere Liste.

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Kostenlos für Besucher und Betreiber

“Auch Freizeitort-Betreibern oder Vereinen und Restaurants bieten wir eine einfache Möglichkeit: Sie können sich einen QR-Code-Aushang herunterladen und ihn am Eingang, an der Kasse oder im Wartebereich aushängen. Besucher wie Betreiber können dann direkt vor Ort per Scan die aktuelle Auslastung melden – so entsteht für alle Interessierten ein Live-Bild der Lage bzw. Auslastung vor Ort. Für beide Seiten entstehen dabei keinerlei Kosten”, erklärt Steffen Löslein.

Gestartet ist wievoll.com während der ersten großen Hitzewelle des Sommers. Gerade bei Freibädern zeigte sich schnell, wie groß der Bedarf nach aktuellen Informationen tatsächlich ist. Seit dem Start haben bereits mehr als 70.000 Menschen die Plattform genutzt. Mittlerweile läuft das System auch erfolgreich bei großen Veranstaltungen. Dazu gehören unter anderem:

  • das Bardentreffen Nürnberg,
  • das Open Beatz Festival,
  • das Wacken Open Air,
  • der Villacher Kirchtag in Österreich.

Auch zahlreiche Freizeit- und Tierparks setzen bereits auf die Plattform. Die Entwickler optimieren das System kontinuierlich anhand der Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb. an. Auch Sportvereine könnten Nutzer sein, um die Auslastung von Fußballplätzen, Tennisanlagen oder Sporthallen sichtbar zu machen.

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Für die Brüder endet das Projekt nicht bei einer einfachen Auslastungsanzeige. Langfristig sollen die gesammelten Daten dabei helfen, Besucherströme intelligenter zu verteilen. Wer schon vor der Abfahrt erkennt, wann ein Freizeitort besonders stark besucht ist, kann Stoßzeiten vermeiden. Gleichzeitig kann der Service zu entspannteren Abläufen, zufriedeneren Gästen und besseren Bewertungen verhelfen.

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