Nachrichten Vogtland“H wie Habicht”: Eine berührende Reise durch Trauer, Natur und Hoffnung

Titelfoto: DCM Filmdistribution
Es gibt Filme, die ihre Geschichte laut erzählen. Und es gibt „H wie Habicht“, der seine größte Kraft in den leisen Momenten entfaltet. Das Drama nach dem internationalen Bestseller von Helen Macdonald ist keine gewöhnliche Literaturverfilmung und auch kein klassischer Tierfilm. Stattdessen ist es ein feinfühliges Porträt über Trauer, Selbstfindung und die heilende Kraft der Natur – ruhig erzählt, bildgewaltig inszeniert und emotional tiefgehend.

Helen (Claire Foy) trifft in einer Trauerphase eine ungewöhnliche Entscheidung: Sie kauft den jungen Habicht Mabel und widmet sich mit voller Hingabe der anspruchsvollen Kunst der Falknerei. Was zunächst wie eine Flucht vor der Realität wirkt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einer Reise zurück ins Leben. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist dabei nie kitschig oder überhöht dargestellt. Vielmehr wird Mabel zum stillen Gegenüber, an dem Helen ihre Ängste, ihre Wut und schließlich auch ihre Hoffnung neu entdeckt.

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Ohne große Gesten vermittelt die Hauptdarstellerin den Schmerz einer Frau, die nach einem schweren Verlust kaum noch Worte findet. Oft genügt ein Blick, ein zögernder Atemzug oder ein Moment der Stille, um die ganze emotionale Wucht ihrer Figur spürbar zu machen. Gerade diese Zurückhaltung macht ihre Darstellung so glaubwürdig. Der Film vertraut darauf, dass Gefühle nicht erklärt werden müssen – sie sind einfach da.

Die Natur wird zur zweiten Hauptfigur

Die weitläufigen Landschaften, Wälder und offenen Felder sind weit mehr als eine schöne Kulisse. Sie spiegeln Helens inneren Zustand wider und verleihen dem Film eine fast meditative Atmosphäre. Besonders die Szenen mit Mabel beeindrucken. Die Kamera beobachtet den Habicht mit Respekt und Geduld, fängt jede Bewegung und jeden Blick ein. Dadurch entsteht eine seltene Nähe zu einem Wildtier, ohne dessen natürliche Freiheit aus den Augen zu verlieren.

Fazit:

„H wie Habicht“ ist ein stiller, poetischer und außergewöhnlich einfühlsamer Film über Verlust, Heilung und die Kraft, nach dunklen Zeiten wieder Vertrauen ins Leben zu finden. Die Geschichte verzichtet auf Pathos und große Effekte, berührt dafür aber mit ehrlichen Emotionen und beeindruckenden Bildern. Wer spektakuläre Wendungen oder dramatische Höhepunkte erwartet, könnte zunächst enttäuscht sein. Stattdessen entfaltet sich die Geschichte langsam und lässt ihren Figuren Raum zum Atmen.

Der Vogtlandstreicher verleiht 3 von 5 Punkten.

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Altersfreigabe: 13

Erscheinungsdatum:  Juli 2026

Genre: Drama

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Helen wird von tiefer Trauer überwältigt und verliert sich in Erinnerungen an gemeinsame Zeit beim Beobachten von Vögeln und beim Erkunden der Natur. Besessen von der Idee, selbst einen Habicht abzurichten, holt sie den imposanten Vogel Mabel zu sich nach Cambridge. Fest entschlossen, sich dem mühsamen Prozess der Zähmung eines der wildesten Tiere zu stellen, füllt Helen ihren Gefrierschrank mit Futter und schaltet ihr Telefon aus. Doch während sie versucht, Mabel das Jagen und das eigenständige Fliegen beizubringen, erkennt sie, wie sehr sie ihre eigenen Gefühle und ihr Leben vernachlässigt hat.

  • Regie: Philippa Lowthorpe
  • Verleih: DCM Filmdistribution

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