Titelfoto: S. Rössel
Wenn die Fahrer ihre Maschinen quer in die Kurven stellen, beim harten Anbremsen das Hinterrad versetzen und wenige Augenblicke später über den Offroad-Teil fliegen, zeigt SuperMoto seine ganze Faszination. Am 11. bis 13. September 2026 kehrt diese spektakuläre Mischung aus Straßen- und Geländerennsport ans Schleizer Dreieck zurück. Die Internationale ADAC SuperMoto Meisterschaft bringt nahezu das komplette Spektrum der Szene nach Ostthüringen – und verspricht Motorsport, bei dem die Zuschauer außergewöhnlich nah am Geschehen sind.
Nach einem Jahr Pause feiert die Meisterschaft damit ihr Comeback in Schleiz. Für das traditionsreiche Schleizer Dreieck ist die Veranstaltung zugleich einer der besonderen motorsportlichen Höhepunkte des Übergangsjahres 2026. Die Rennstrecke blickt inzwischen auf mehr als 100 Jahre Motorsportgeschichte zurück: Bereits 1923 wurde das Schleizer Dreieck eröffnet.
SuperMoto am Schleizer Dreieck: Asphalt trifft auf Offroad
Wer bei SuperMoto an ein gewöhnliches Motorradrennen denkt, dürfte spätestens nach den ersten Runden eines Besseren belehrt sein. Die Disziplin verlangt ihren Piloten gleich mehrere Fähigkeiten ab: Geschwindigkeit und Präzision auf Asphalt treffen auf Fahrzeugbeherrschung im Gelände.
Genau dieser Wechsel macht auch den SuperMoto-Kurs in Schleiz aus. Gefahren wird nicht auf dem kompletten Schleizer Dreieck. Der kompakte Rundkurs konzentriert sich vielmehr auf den Bereich um Start und Ziel sowie die IDM-Boxengasse. Dafür wird öffentlicher Straßenraum zur Rennstrecke. Zusätzlich entstand eigens für die SuperMoto ein Offroad-Abschnitt.
Rund 1,2 Kilometer misst eine Runde. Etwa 20 Prozent der Strecke führen über den Offroad-Bereich. Damit wechseln sich schnelle Asphaltpassagen, harte Bremsmanöver und technisch anspruchsvolle Kurven mit dem deutlich unruhigeren Geläuf und Sprüngen im Gelände ab.
Das Resultat ist eine der spektakulärsten Formen des Motorradrennsports: Die Fahrer bremsen ihre Maschinen teilweise im Drift in die Kurven hinein, kämpfen auf engem Raum um die Ideallinie und müssen unmittelbar danach ihren Fahrstil auf einen völlig anderen Untergrund einstellen.
Gerade für Zuschauer besitzt die kompakte Streckenführung einen entscheidenden Vorteil. Die Zuschauerplätze liegen unmittelbar am Parcours, von dort lässt sich ein großer Teil des Renngeschehens überblicken. Genau beobachten kann man auch den Übergang vom Asphalt in den Offroad-Bereich. Hier müssen die Fahrer innerhalb kürzester Zeit von maximalem Grip auf der Straße auf die vollkommen anderen Bedingungen im Gelände reagieren.
Internationale Deutsche SuperMoto-Meisterschaft kommt mit allen Klassen
Die Internationale Deutsche SuperMoto-Meisterschaft reist mit allen ausgeschriebenen Meisterschaftsklassen nach Ostthüringen. Entsprechend unterschiedlich sind Alter, Erfahrung und Leistungsniveau der Fahrer und Maschinen. Nach Wittgenborn, Harsewinkel, Cheb in Tschechien und Schaafheim ist das Rennen am Dreieck die fünfte Saisonstation 2026. Nach Schleiz stehen noch St. Wendel und Anfang Oktober das Saisonfinale in Wittgenborn auf dem Kalender. Damit geht die Meisterschaft im September bereits in ihre entscheidende Phase – jeder Punkt kann im Kampf um die Titel wichtig werden.
Training beginnt bereits am Freitag
Das Motorsportwochenende startet nicht erst mit den Rennen am Samstag. Bereits am Freitagmittag, 11. September, gehen die ersten Motorräder auf die Strecke. Dann stehen freie Trainingssitzungen auf dem Programm.
Am Samstag, 12. September, wird es ernst. Nach den Qualifikationstrainings stehen bereits die ersten Rennläufe an. Am Sonntag folgt das weitere Rennprogramm. Für Freitag sowie für das eigentliche Rennwochenende stellt die Internationale ADAC SuperMoto Meisterschaft detaillierte Zeitpläne bereit.
Offenes Fahrerlager: Motorsport zum Anfassen
SuperMoto lebt nicht allein von der Action auf der Strecke. Ein besonderer Reiz der Veranstaltung in Schleiz ist die Nähe zwischen Fahrern und Publikum. Das Fahrerlager ist für Besucher geöffnet. Damit lässt sich verfolgen, was zwischen den Läufen passiert: Mechaniker arbeiten an den Maschinen, Fahrer und Teams bereiten sich auf den nächsten Einsatz vor und Motorsportfans können einen Blick hinter die Kulissen werfen. Auch das eine oder andere Benzingespräch mit Fahrern und Teams dürfte sich ergeben. Gerade diese Zugänglichkeit unterscheidet die Veranstaltung von vielen großen Motorsportformaten. Die SuperMoto-Szene bleibt trotz des hohen sportlichen Niveaus für Fans unmittelbar erlebbar.
Samstagabend wird an der Rennstrecke gefeiert
Wenn am Samstag die letzten Motorräder verstummt sind, ist das Programm noch nicht beendet. Direkt neben der Strecke ist am Samstagabend eine Party geplant. Wer das komplette Wochenende am Schleizer Dreieck verbringen möchte, kann zudem im direkten Umfeld der Rennstrecke campen.
ADAC MX Academy lässt Kinder selbst aufs Motorrad
Während die Profis auf dem SuperMoto-Kurs um Positionen kämpfen, dürfen auch junge Motorsportfans erste eigene Erfahrungen auf zwei Rädern sammeln. Der MSC Schleizer Dreieck veranstaltet gemeinsam mit dem ADAC parallel zur SuperMoto die ADAC MX Academy. Kinder und Jugendliche bekommen dabei die Möglichkeit, selbst ein Motorrad auszuprobieren und in den Zweiradsport hineinzuschnuppern. Begleitet werden die Nachwuchsfahrer von lizenzierten Coaches. Interessierte können sich vorab über das Bewerbungsformular der ADAC MX Academy anmelden.
Weitere Informationen und die aktuellen Zeitpläne stellt die Internationale ADAC SuperMoto Meisterschaft – Schleiz 2026 bereit.
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SuperMoto Schleiz 2026: Drifts, Sprünge und Vollgas am Schleizer Dreieck

