Titelfoto: Disney
Es gibt Bands, deren Wiedervereinigung vor allem Nostalgie bedient. Und es gibt Oasis. Kaum eine andere Reunion war über Jahre derart unwahrscheinlich, weil der Streit zwischen Liam und Noel Gallagher längst selbst Teil der Popkultur geworden war. 2009 zerbrach Oasis nach einem eskalierten Konflikt hinter den Kulissen. Was folgte, waren Solokarrieren, öffentliche Spitzen und über Jahre die scheinbare Gewissheit: Diese beiden werden nicht mehr gemeinsam auf einer Bühne stehen.
Mit „Oasis Live ’25“ kehrte eine der prägendsten britischen Rockbands der vergangenen Jahrzehnte zurück. Die Welttournee wurde zu einem globalen Musikereignis – und genau dieses Comeback bildet den Kern von „Oasis: Don’t Look Back in Anger“.
Mehr als „Wonderwall“: Ein Blick hinter das Oasis-Comeback
Der Dokumentarfilm, der im September in ausgewählte Kinos kommt, begleitet Liam und Noel Gallagher während ihrer ausverkauften Reunion-Tour und geht dabei deutlich näher heran als die üblichen Konzertmitschnitte. Zu sehen sind Aufnahmen von den Proben, Momente hinter der Bühne und natürlich Bilder aus den Shows selbst. Hinzu kommen bislang unveröffentlichte Szenen sowie die ersten gemeinsamen Interviews der Gallagher-Brüder seit mehr als 20 Jahren. Oasis waren für eine ganze Generation Soundtrack und Lebensgefühl zugleich. Songs wie „Wonderwall“, „Champagne Supernova“, „Live Forever“ oder eben „Don’t Look Back in Anger“ haben die 1990er-Jahre weit über Großbritannien hinaus geprägt. Die Geschichte von Oasis war schließlich nie nur die Geschichte großer Songs. Sie war immer auch die Geschichte zweier Brüder, deren musikalische Chemie ebenso außergewöhnlich war wie ihre Fähigkeit, miteinander zu kollidieren.
Für das Filmprojekt zeichnet mit Steven Knight, bekannt unter anderem als Schöpfer von „Peaky Blinders“, ein prominenter Name verantwortlich. Regie führen Dylan Southern und Will Lovelace, die bereits mit Musikdokumentationen wie „Shut Up and Play the Hits“ und „Meet Me in the Bathroom“ Erfahrung in diesem Genre gesammelt haben. Der Film richtet den Blick deshalb nicht allein auf den Triumph der Reunion. Er erzählt auch von der emotionalen Bedeutung dieser Versöhnung und davon, was die Musik über Generationen hinweg für ihre Fans bedeutet.
Seit zwei Jahrzehnten journalistisch unterwegs – mit offenen Ohren, kritischem Blick und Freude an Sprache. Im Vogtland verwurzelt, weit darüber hinaus neugierig. Ihr Fokus liegt auf Kunst und Kultur sowie den Menschen dahinter. Unvoreingenommen im Gespräch, differenziert im Urteil, mit Gespür für Zwischentöne und der Freude daran, andere für Neues zu begeistern.
Oasis-Comeback auf der großen Leinwand: „Don’t Look Back in Anger“

