Das Freibad Haselbrunn ist in den Sommerwochen nicht nur ein beliebter Treffpunkt für Badegäste, sondern auch ein wichtiger Ausbildungsstandort der Bäder Plauen GmbH. Hier bereiten sich angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe auf ihren späteren Berufsalltag vor – mit intensiven Übungen, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden können.
Tieftauchen und Rettungstechniken gehören zur Ausbildung
Auf dem Ausbildungsplan stehen anspruchsvolle praktische Übungen wie das Tieftauchen und die Sprungunterweisung vom Drei-Meter-Turm. Ziel ist es, die Nachwuchskräfte optimal auf Notfallsituationen im Badebetrieb vorzubereiten.
„Unsere Auszubildenden lernen hier, im tiefen Beckenbereich bis zu einer Tiefe von 4,70 Metern blitzschnell zu agieren“, erklärt Michael Wolff, Leiter der betrieblichen Ausbildung bei der Bäder Plauen GmbH.
Beim Tieftauchtraining müssen die angehenden Fachkräfte schwere Rettungspuppen vom Beckenboden sicher an die Wasseroberfläche bringen. Diese Übung zählt zu den wichtigsten Grundlagen der Rettungsausbildung und vermittelt die Fähigkeiten, die im Ernstfall für eine schnelle und sichere Hilfeleistung erforderlich sind.

Sprungtraining stärkt Technik und mentale Sicherheit
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Ausbildung ist der Sprung vom Drei-Meter-Turm. Dabei geht es nicht nur um die richtige Sprungtechnik, sondern vor allem darum, nach dem Eintauchen sofort die Orientierung unter Wasser zu behalten und ohne Zeitverlust mit einer Rettungsmaßnahme beginnen zu können.
„Sie müssen verinnerlichen, wie sie nach einem Sprung die Orientierung unter Wasser behalten und ohne Verzögerung in den Rettungsmodus umschalten können. Der Drei-Meter-Sprung erfordert von den Berufseinsteigern ein hohes Maß an Überwindung und stärkt zugleich die mentale Fitness für den späteren Berufsalltag am Beckenrand“, betont Wolff.
Freibad Haselbrunn bietet ideale Bedingungen für die praktische Ausbildung
Die Bäder Plauen GmbH nutzt die verschiedenen Standorte der Plauener Bäder gezielt für die Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte. Während im Stadtbad vor allem technische Inhalte wie Wasseraufbereitung, Anlagentechnik und Chemie vermittelt werden, stehen im Freibad Haselbrunn praktische Übungen unter realistischen Bedingungen im Mittelpunkt.
So profitieren die Auszubildenden von einer vielseitigen Ausbildung, die sie optimal auf ihre spätere Verantwortung vorbereitet. Denn Fachangestellte für Bäderbetriebe sorgen nicht nur für einen sicheren Badebetrieb, sondern müssen im Ernstfall innerhalb weniger Sekunden professionell handeln und Leben retten.
Infokasten: Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe
Ausbildung mit Verantwortung
Ausbildungsdauer: 3 Jahre (duale Ausbildung)
Ausbildungsorte:
- Schwimmbäder und Freibäder
- Berufsschule
Zu den Ausbildungsinhalten gehören:
- Beaufsichtigung des Badebetriebs
- Wasserrettung und Erste Hilfe
- Rettungsschwimmen und Tieftauchen
- Wasseraufbereitung und Badtechnik
- Hygiene- und Sicherheitsvorschriften
- Betreuung und Information von Badegästen
- Organisation des Badebetriebs
Wichtige Voraussetzungen:
- Gute Schwimmfähigkeiten
- Körperliche Fitness
- Verantwortungsbewusstsein
- Teamfähigkeit
- Freundliches Auftreten
- Technisches Interesse
Das Besondere am Beruf:
Fachangestellte für Bäderbetriebe sorgen nicht nur für Sicherheit im Schwimmbad. Sie überwachen die Wasserqualität, bedienen technische Anlagen, leisten im Notfall lebensrettende Hilfe und kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf des Badebetriebs.
Berufsperspektiven:
Nach erfolgreichem Abschluss bestehen gute Chancen auf eine Übernahme in kommunalen oder privaten Bädern. Zudem sind Weiterbildungen zum Meister für Bäderbetriebe oder Spezialisierungen im Bereich Betriebsleitung, Schwimmausbildung oder Rettungswesen möglich.
Gut zu wissen:
Zum Beruf gehören regelmäßige Rettungsübungen, Erste-Hilfe-Schulungen sowie das Training von Notfallsituationen – damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
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Plauen: Im Freibad lernen Auszubildende, im Ernstfall Leben zu retten

