Titelfoto: Stadtverwaltung Hirschberg/P. Duch
Er steht hoch über der Stadt, ist weithin sichtbar und gehört zu Hirschberg wie sein Name selbst: der Hirsch auf dem Lohbergfelsen. Ausgerechnet das markante Wahrzeichen ist nun Ziel einer Farbattacke geworden. Unbekannte haben die Hirschfigur großflächig mit pinker Farbe besprüht – nur wenige Monate, nachdem sie mit erheblichem Aufwand saniert worden war. In Hirschberg sorgt die Sachbeschädigung für entsprechend große Empörung. Die Täter haben für ihre Aktion offenbar einiges riskiert.
Bürgermeisterin Patricia Duch machte sich am Samstagvormittag gemeinsam mit der verständigten Polizei selbst ein Bild von der Situation. Dabei wurde auch das Umfeld des Lohbergfelsens nach möglichen Spuren abgesucht. Für Duch spricht einiges dagegen, dass es sich um einen spontanen Streich gehandelt haben könnte. Der Weg bis zur Hirschfigur ist keineswegs ungefährlich. Wer bis auf den Felsvorsprung gelangt, muss wissen, worauf er sich einlässt – erst recht bei Dunkelheit.
Duch zeigt sich über die Beschädigung fassungslos. „Das ist kein Witz und auch keine harmlose Aktion. Für mich ist es schlicht eine Schweinerei, fremdes Eigentum zu zerstören“, sagt sie. Besonders betroffen mache sie, wie viel Geschichte und persönliches Engagement mit dem Hirsch verbunden seien. Nachdem die Beschädigung entdeckt worden war, habe die Stadt umgehend die Polizei informiert. Auch diejenigen, die den Hirsch Anfang der 2000er-Jahre geschaffen hatten, seien zum Lohbergfelsen gekommen. „Für sie war das natürlich noch einmal ein riesiger Schlag. Das hat mir wirklich leidgetan“, erzählt Duch.
Hinzu komme, dass der Hirsch erst vor wenigen Monaten mit erheblichem Aufwand restauriert worden sei. „Da hat sich jemand tagelang mühevoll darum gekümmert und sich mit entsprechender Sicherung auf den Felsen begeben. Auch unser Bauhof war beteiligt. Wenn man weiß, wie viel Arbeit darin steckt, ist so eine Sachbeschädigung für mich überhaupt nicht nachvollziehbar.“

Nach bisherigen Erkenntnissen könnte der Hirsch am späten Freitagabend besprüht worden sein. Einen möglichen Hinweis auf den Tatzeitpunkt liefern Beobachtungen aus der Umgebung: Anwohner sollen gegen 22 Uhr Licht am Felsen wahrgenommen haben.
Hirsch war erst vor wenigen Monaten saniert worden
Besonders bitter für die Stadt: Das Wahrzeichen war erst in diesem Jahr aufwendig instand gesetzt worden. Ein Malermeister hatte die Arbeiten gemeinsam mit weiteren Feuerwehrkameraden übernommen. Damit steckten nicht nur Geld, sondern auch zahlreiche Arbeitsstunden und persönliches Engagement in der Sanierung. Umso größer ist nun der Frust darüber, dass die Arbeit innerhalb kürzester Zeit zunichtegemacht wurde. Die Folgen der Farbattacke sind auch finanziell erheblich. Nach einer ersten Einschätzung könnte es zwischen 3000 und 4000 Euro kosten, die Farbe wieder fachgerecht vom Hirsch zu entfernen und das Wahrzeichen in seinen vorherigen Zustand zu versetzen.
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Hirsch in Hirschberg pink besprüht: Farbattacke auf beliebte Wahrzeichen am Lohbergfelsen

