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Seit Dienstagabend läuft bei Meßbach südlich von Plauen ein großangelegter Feuerwehreinsatz. Im Waldgebiet „Schwarzes Holz“ hatte sich ein Feuer zunächst auf mehrere Hektar ausgebreitet. Zwischenzeitlich waren mehr als sieben Hektar betroffen. Eine weitere Ausbreitung konnte inzwischen eingedämmt werden. Entwarnung gibt es jedoch noch nicht: Zahlreiche Glutnester, auffrischender Wind und das schwer zugängliche Gelände machen die Löscharbeiten weiterhin aufwendig.
Seit den Abendstunden sind Feuerwehren aus Plauen und zahlreichen Orten des Vogtlandes im Einsatz. In der Nacht wurde die Brandbekämpfung ohne Unterbrechung fortgesetzt. Am Mittwoch kamen zusätzlich Löschhubschrauber der sächsischen Polizei zum Einsatz.

Feuer bei Meßbach breitet sich auf mehr als sieben Hektar aus
Der Brand war am Dienstagabend im Bereich „Schwarzes Holz“ ausgebrochen. Anfangs wurde die betroffene Fläche mit rund vier Hektar angegeben. Im weiteren Verlauf wuchs das Brandgebiet auf mehr als sieben Hektar an.
Die Bedingungen vor Ort erschweren die Arbeit erheblich. Teile des Gebietes liegen in Hanglage, sind dicht mit Unterholz bewachsen und können mit Einsatzfahrzeugen kaum oder gar nicht erreicht werden. Feuerwehrleute müssen deshalb Schläuche und Ausrüstung über längere Strecken zu Fuß in das Gelände bringen.
In der Spitze waren rund 120 Einsatzkräfte beteiligt. Am Mittwoch waren zeitweise 115 Einsatzkräfte und 35 Fahrzeuge beziehungsweise Einsatzmittel vor Ort. Neben sämtlichen Plauener Feuerwehren wurden unter anderem Kräfte aus Oelsnitz, Pausa, Markneukirchen, Neumark und Zeulenroda eingesetzt.
Unterstützung kommt außerdem vom Technischen Hilfswerk, der Johanniter-Unfall-Hilfe, der Wasserwacht Pirk und der Polizei. Die Johanniter setzen Drohnentechnik ein, um das weitläufige Brandgebiet aus der Luft zu kontrollieren und die Entwicklung der Brandstellen zu beobachten.
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Offene Flammen eingedämmt – zahlreiche Glutnester im Boden
Am frühen Mittwochmorgen zeigte die Erkundung mit einer Drohne erste Erfolge der nächtlichen Löscharbeiten. Die offenen Flammen konnten deutlich zurückgedrängt und eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.
Das größte Problem sind inzwischen die zahlreichen Glutnester im heißen Waldboden. Besonders bei auffrischendem Wind können verdeckte Brandstellen erneut aufflammen.
Am Vormittag teilte die Einsatzleitung nach einer Begehung des Gebietes mit, dass die Lage stabil sei. Die Löscharbeiten dürften dennoch mindestens den gesamten Mittwoch und voraussichtlich auch in der folgenden Nacht weitergehen. Dabei müssen bereits seit vielen Stunden eingesetzte Feuerwehrleute regelmäßig abgelöst werden.
Löschhubschrauber holen Wasser aus der Talsperre Pirk
Seit Mittwochmorgen wird die Brandbekämpfung auch aus der Luft unterstützt. Zum Einsatz kommen Hubschrauber der sächsischen Polizei, die Löschwasser aus der Talsperre Pirk aufnehmen und über dem Waldgebiet abwerfen.
Die eingesetzten Maschinen gehören zu den neuen Hubschraubern, die erst Ende Juni an die sächsische Polizei ausgeliefert wurden. Nach ihrem ersten Einsatz bei dem großen Waldbrand in der Gohrischheide absolvieren sie bei Plauen einen ihrer ersten Löscheinsätze.
Unter den Hubschraubern hängt ein sogenannter „Bambi Bucket“. Je nach Gewicht und Tankfüllung des Hubschraubers können damit etwa 500 bis 900 Liter Wasser pro Flug aufgenommen werden. Bereits während der ersten Einsätze wurden mehrere Tausend Liter über dem Brandgebiet abgeworfen. Das Wasser wird dabei fein über der betroffenen Fläche verteilt und soll vor allem den stark aufgeheizten Boden abkühlen.
Löschen aus der Luft allein reicht nicht
Entscheidend bleibt jedoch die Kombination aus Luft- und Bodenarbeit. Nach Angaben von Einsatzleiter Mario Wetzstein ist das Brandgebiet am Boden in mehrere Abschnitte gegliedert. Allein in zwei Bereichen arbeiteten am Mittwoch 52 Feuerwehrleute unmittelbar im Gelände.
Großtanklöschfahrzeuge fahren auf dem vorhandenen Wegenetz so nah wie möglich an die Brandstellen heran. Von dort werden lange Schlauchleitungen durch das Unterholz gelegt. Mit kleineren C- und D-Schläuchen suchen die Einsatzkräfte anschließend gezielt nach Glutnestern und löschen diese von Hand ab.
Die Arbeit von Hubschraubern und Bodenkräften muss dabei genau koordiniert werden. Kündigt sich ein Wasserabwurf an, verlassen die Feuerwehrleute aus Sicherheitsgründen vorübergehend den entsprechenden Bereich. Direkt danach rücken sie wieder vor und nutzen das abgeworfene Wasser, um den Boden weiter abzukühlen und versteckte Brandherde aufzuspüren.
Katastrophenschutzzüge lösen erschöpfte Feuerwehrleute ab
Im Laufe des Tages wurden weitere Kräfte zur Ablösung eingesetzt. Rund 25 Feuerwehrleute aus Muldenhammer und Ruppertsgrün unterstützen die Arbeiten im Rahmen der Katastrophenschutzzüge Löschen 1 und 2. Kreisbrandmeister Gerd Pürzel würdigte die Arbeit der Feuerwehrleute. Gerade die schlechte Erreichbarkeit, die langen Wege für Schläuche und Material sowie die Dauer des Einsatzes bedeuteten eine enorme körperliche Belastung. Umso wichtiger sei die regelmäßige Ablösung der Mannschaften. Auch der Vogtlandkreis stellte zusätzliches Material, darunter weitere Schläuche und Ausrüstungsgegenstände, zur Verfügung.
Landrat und Oberbürgermeister informieren sich vor Ort
Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner informierte sich bereits am Dienstagabend direkt am Einsatzort über die Situation und dankte den beteiligten Kräften für ihren Einsatz. Am Mittwoch machte sich auch Landrat Thomas Hennig ein Bild von der Lage. Er hob insbesondere die Zusammenarbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen hervor. Gleichzeitig dankte er dem Freistaat Sachsen für die kurzfristige Bereitstellung der Hubschrauber.
Sperrungen rund um das Brandgebiet
Die Bundesstraße 173, die während der ersten Löscharbeiten im Bereich der Abzweigung Thiergarten zeitweise gesperrt werden musste, ist inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben. Durch Einsatzfahrzeuge kann es allerdings weiterhin zu Behinderungen kommen.
Direkt rund um das Waldgebiet bestehen weiterhin Sperrungen. Betroffen sind unter anderem Bereiche an der Unterlosaer Straße/Am Schwarzen Holz, am Touristenweg, am Reuthhübel sowie in Unterlosa am Meßbacher Weg auf Höhe der Kreuzung Taltitzer Weg.
Die Stadt bittet Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer ausdrücklich darum, das gesamte Gebiet weiträumig zu meiden. Das dient nicht nur der eigenen Sicherheit: Personen im Einsatzgebiet können auch die Arbeit der Löschhubschrauber und der Bodentruppen behindern.
Auch Talsperre Pirk und Staumauer meiden
Besondere Vorsicht gilt derzeit außerdem an der Talsperre Pirk. Da die Löschhubschrauber dort regelmäßig Wasser aufnehmen und dabei unter anderem über den Bereich der Staumauer fliegen, sollen Besucher insbesondere die Staumauer meiden. Damit sollen Gefahren für Spaziergänger verhindert und die Flugbewegungen der Einsatzkräfte nicht beeinträchtigt werden.
Im Wald gilt grundsätzlich: Rauchen und der Umgang mit offenem Feuer sind tabu. Auch außerhalb von Waldflächen sollte derzeit besonders darauf geachtet werden, keine möglichen Zündquellen zu verursachen, durch die angrenzende Vegetation oder Waldflächen in Brand geraten könnten.
Löscharbeiten bei Meßbach dauern an
Trotz der sichtbaren Fortschritte bleibt der Einsatz im „Schwarzen Holz“ aufwendig. Die weitere Ausbreitung des Feuers konnte zwar gestoppt werden, doch der heiße Boden und zahlreiche versteckte Glutnester erfordern eine intensive Nachbearbeitung der gesamten Fläche. Die Einsatzkräfte setzen die Löscharbeiten und Kontrollen fort. Dieser Artikel wird entsprechend der weiteren Entwicklung der Lage aktualisiert.
12. August 2026 21 Uhr:
Die Bekämpfung des Waldbrandes wird weiterhin fortgeführt. Derzeit befinden sich rund 130 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren der Region, Katastrophenschutz, Technischem Hilfswerk (THW) und Polizei sowie Rettungszweckverband vor Ort im Einsatz. Aufgrund der Witterungs- und Bodenlage ist mit einem Abschluss der Löscharbeiten innerhalb der nächsten Stunden nicht zu rechnen; der Einsatz wird sich über die Nacht erstrecken.
Bedingungen im Unterholz: Auffrischender Wind erschwert die Löscharbeiten vor Ort, da im Unterholz kontinuierlich neue Glutnester aufflammen. Zur Bekämpfung dieser Brandherde wurde zusätzliche Technik – darunter Löschrucksäcke und Einreißhaken – aus benachbarten Landkreisen nachgefordert. Das THW prüft derzeit den Aufbau einer stabilen Löschwasserversorgung über die Hanglagen, um die Versorgung an den Brandstellen zu sichern.
Einsatz der Löschhubschrauber wird morgen (Donnerstag 13. August) fortgesetzt: Die aus der Luft unterstützenden Löschhubschrauber haben ihren Betrieb gegen 17.30 Uhr vorerst eingestellt. Der Lufteinsatz wird am morgigen Tag ab etwa 9 Uhr wieder aufgenommen. Für die Nachtstunden hoffen die Einsatzkräfte auf abflauenden Wind und sinkende Temperaturen im einstelligen Bereich, was das Abkühlen der Glutnester begünstigen würde.
13. August 2026 12 Uhr
Brandfläche bleibt stabil – bis zu 180 Einsatzkräfte vor Ort
Die feucht-kühle Witterung in der Nacht zu Donnerstag hat die Einsatzkräfte unterstützt. Eine erneute Ausbreitung konnte verhindert werden, die betroffene Fläche liegt weiterhin stabil bei rund sieben Hektar. Entwarnung gibt es dennoch nicht: Verdeckte Glutnester im Waldboden und das steile, schwer zugängliche Gelände machen weiterhin umfangreiche Löscharbeiten notwendig. Zu Spitzenzeiten sind inzwischen rund 180 Einsatzkräfte an der Brandbekämpfung beteiligt.
Drohne sucht mit Wärmebildkamera nach Glutnestern
Eine wichtige Rolle bei der Lagebeurteilung übernimmt weiterhin die Drohne der Johanniter-Unfall-Hilfe. Sie überwacht das Brandgebiet fortlaufend mit Optik- und Wärmebildkameras. So können auch versteckte Hitze- und Glutstellen erkannt und die Bodentrupps gezielt zu diesen Bereichen geschickt werden. Parallel werden Wetter- und insbesondere Windprognosen kontinuierlich ausgewertet. Eine Veränderung der Windrichtung könnte bislang unauffällige Glutnester erneut anfachen.
Löschhubschrauber unterstützt erneut aus der Luft
Am Donnerstag wird die Brandbekämpfung auch wieder aus der Luft unterstützt. Ein Löschhubschrauber ist inzwischen am Einsatzort eingetroffen. Um die Mittagszeit ist nach bisheriger Planung die Unterstützung durch einen zweiten Hubschrauber vorgesehen. Gerade wegen der steilen Hanglage können die Maschinen Bereiche erreichen und großflächig kühlen, die für die Einsatzkräfte am Boden nur unter erheblichem Aufwand zugänglich sind.

THW baut 2,5 Kilometer lange Wasserleitung
Eine wesentliche Verbesserung der Wasserversorgung gelang in der Nacht. Rund 50 Einsatzkräfte aus drei Zügen der THW-Fachgruppe Wasser errichteten eine etwa 2,5 Kilometer lange feste Wasserversorgungsleitung. Sie führt von einem Teich in Taltitz bis auf das Feld vor dem Waldgebiet „Schwarzes Holz“ aus Richtung Unterlosa. Damit steht den Einsatzkräften am Brandgebiet kontinuierlich Löschwasser zur Verfügung.
Für die Leitung mussten Schläuche auch über die Unterlosaer Straße verlegt werden. Deshalb wird nun eine Vollsperrung der Verbindung zwischen Unterlosa und Taltitz eingerichtet. Betroffen ist die Unterlosaer Straße im Abschnitt vom Goldenen Baum bis zum Taltitzer Weg in Unterlosa. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich umfahren.
Löscharbeiten im Trinkwasserschutzgebiet nur mit Wasser
Eine zusätzliche Herausforderung ist die Lage in einem Trinkwasserschutzgebiet. Löschschaum kann deshalb nicht eingesetzt werden. Die Brandbekämpfung erfolgt ausschließlich mit Wasser und intensiver Handarbeit. Hinzu kommt ein hoher Bestand an Boden- und Totholz infolge früherer Renaturierungsmaßnahmen. Dadurch können sich Glutnester tief im Untergrund halten und immer wieder aufflammen.

Feuerwehrleute graben Glutnester per Hand aus
Wie aufwendig die Arbeiten sind, zeigte sich besonders während der Nacht. Feuerwehrleute waren zu Fuß direkt im Wald unterwegs und arbeiteten sich mit Hacken, Schaufeln und Löschrucksäcken durch das Gelände. Bäume und Hindernisse müssen teilweise beseitigt, Glutnester im Boden zunächst freigelegt und anschließend gezielt abgelöscht werden. Um die Arbeiten fortsetzen zu können, wurden weitere Löschrucksäcke angefordert.
Der Schwerpunkt liegt am Donnerstag deshalb nicht mehr allein auf sichtbaren Flammen. Mithilfe der Wärmebilddaten sollen auch tief liegende und verdeckte Brandstellen gefunden, geöffnet und intensiv gewässert werden. Oberstes Ziel bleibt, ein erneutes Aufflammen und damit eine erneute Ausbreitung des Feuers konsequent zu verhindern.
Feuerwehren aus dem gesamten Vogtland unterstützen
Zu Spitzenzeiten befinden sich mittlerweile rund 180 Menschen im Einsatz. Neben der Plauener Berufsfeuerwehr und den örtlichen Freiwilligen Feuerwehren unterstützen unter anderem Kräfte aus Auerbach, Ruppertsgrün, Pausa, Treuen, Jocketa, Rautenkranz, Markneukirchen und Oelsnitz die Brandbekämpfung.
Hinzu kommen THW, Polizei, Johanniter und der Rettungszweckverband. Gleichzeitig muss auch der reguläre Brandschutz in Plauen gewährleistet bleiben. Die Berufsfeuerwehr sichert deshalb parallel den Wachschutz im Stadtgebiet ab.
Zwei Einsatzkräfte medizinisch versorgt
Die Arbeit im steilen und unwegsamen Gelände bedeutet für die Einsatzkräfte eine enorme körperliche Belastung. Schwerwiegende Verletzungen wurden bislang nicht gemeldet. Zwei Einsatzkräfte mussten wegen leichter Kreislaufbeschwerden medizinisch versorgt werden. Auch am Donnerstag dürfte der Einsatz noch längere Zeit andauern. Zwar ist die Brandfläche stabil und eine weitere Ausbreitung bislang verhindert worden, entscheidend ist nun jedoch, möglichst alle verbliebenen Glutnester im rund sieben Hektar großen Gebiet aufzuspüren und nachhaltig abzulöschen.
13. August 2026 20.30 Uhr
Ringregner halten Brandgebiet dauerhaft feucht
Die Löscharbeiten laufen weiterhin ohne Unterbrechung. Die inzwischen aufgebaute Wasserversorgung ist vollständig in Betrieb und ermöglicht es, das weitläufige Brandgebiet kontinuierlich mit Löschwasser zu versorgen.
Dabei kommen unter anderem Ringregner zum Einsatz, die dauerhaft Wasser auf die betroffenen Flächen bringen. Ziel ist es, den Boden möglichst feucht zu halten, verbliebene Glutstellen weiter herunterzukühlen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Rund 120 Einsatzkräfte und Helfer vor Ort
Nach den kräftezehrenden Arbeiten der vergangenen Tage wurden die Mannschaften heute planmäßig ausgetauscht. Aktuell sind weiterhin rund 120 Einsatzkräfte und Helfer mit der Brandbekämpfung und den notwendigen Unterstützungsarbeiten beschäftigt.
Die Belastung bleibt enorm. Neben dem unwegsamen und teilweise steilen Gelände machen vor allem die hohen Temperaturen die Arbeit für die Feuerwehrleute körperlich anspruchsvoll.
Hohe Temperaturen erschweren Löscharbeiten
Auch für Freitag werden erneut hohe Temperaturen erwartet. Damit bleiben die Bedingungen für die Einsatzkräfte schwierig – und zugleich steigt das Risiko, dass noch vorhandene Glutnester erneut aufflammen.
Etwas Unterstützung könnte in der Nacht das Wetter bringen: Die Temperaturen sollen auf etwa elf Grad Celsius sinken. Von der nächtlichen Abkühlung und der damit verbundenen höheren Feuchtigkeit erhoffen sich die Einsatzkräfte günstigere Bedingungen für die weitere Brandbekämpfung.
Betretungsverbot im Waldgebiet bleibt bestehen
Das Betretungsverbot für das betroffene Waldgebiet gilt weiterhin uneingeschränkt. Das Areal soll nicht betreten werden. Damit werden nicht nur Besucher vor möglichen Gefahren geschützt, sondern auch Behinderungen der laufenden Löscharbeiten vermieden. Wann das Gebiet wieder freigegeben werden kann, ist derzeit noch offen.
Brandursache weiterhin ungeklärt
Auch zur Ursache des Feuers gibt es bislang keine neuen Erkenntnisse. Die Polizei kann ihre Untersuchungen im eigentlichen Brandgebiet erst aufnehmen, wenn das Feuer vollständig gelöscht und das Gelände wieder sicher begehbar ist. Die Brandursache ist damit weiterhin ungeklärt. Erst nach Abschluss der Löscharbeiten können die Ermittler das betroffene Waldgebiet genauer untersuchen.
14. August 2026 17.30 Uhr
Seit der ersten Meldung am Dienstagabend um 18.18 Uhr läuft die Brandbekämpfung nahezu ohne Unterbrechung. Inzwischen zeigen die umfangreichen Maßnahmen zunehmend Wirkung: Die Brandfläche bleibt bei rund sieben Hektar, am Freitag kam es trotz steigender Temperaturen und zunehmenden Windes weder zu einem erneuten größeren Aufflammen noch zu einer weiteren Ausbreitung. Die Einsatzleitung kann deshalb die Zahl der Kräfte schrittweise reduzieren. Beendet ist der Einsatz damit allerdings noch nicht. Über das Wochenende sollen Feuerwehrleute weiterhin vor Ort bleiben und verbliebene Glutnester bekämpfen.
Rund 130 Einsatzkräfte kämpften in der Nacht gegen Glutnester
In der Nacht zum Freitag waren erneut rund 130 Einsatzkräfte beteiligt. Einheiten aus Stöckigt, Kauschwitz und Zwoschwitz lösten sich dabei nach und nach ab. Im Mittelpunkt stand die gezielte Bekämpfung einzelner Glutnester. Die Johanniter-Unfall-Hilfe überwachte das sieben Hektar große Gebiet engmaschig mit Drohnen- und Wärmebildtechnik. Zeigten die Aufnahmen erhöhte Temperaturen, konnten die Kreisregner entsprechend umgesetzt und die betroffenen Stellen gezielt gewässert werden.
Unverzichtbar bleibt dabei die körperlich anspruchsvolle Arbeit direkt im Waldboden. Die Feuerwehrleute müssen die Erde an den betroffenen Stellen aufgraben und auflockern. Nur so kann das Löschwasser tief genug eindringen und auch unterirdisch schwelende Glut erreichen.
Erstmals schwere Forsttechnik im Brandgebiet
Am Freitag wurde die bisherige Strategie um schweres Gerät erweitert. Ein Forstrüttelgerät und eine Bodenfräse unterstützen die Feuerwehr dabei, Randbereiche zu bearbeiten sowie tief brennendes Material und betroffene Baumstümpfe freizulegen.
„Ein Forstrüttelgerät sowie eine Bodenfräse unterstützen die Arbeiten, sodass kontinuierlich Seitenränder und auch tief brennendes Material wie Baumstümpfe beseitigt und liquidiert werden können“, erklärte Patrick Heinritz, Fachgebietsleiter Brandschutz.
Besonders im unteren Bereich des Brandgebietes in Richtung Unterlosa zeigte die Bodenfräse bereits Wirkung. Das Erdreich wurde aufgebrochen, während Feuerwehrleute die Arbeiten unmittelbar begleiteten und dabei freigelegte Glutnester ablöschten.
Keine Löschhubschrauber mehr im Einsatz
Anders als an den vergangenen Tagen wurde am Freitag auf den Einsatz der Löschhubschrauber verzichtet. Die Brandbekämpfung konzentriert sich inzwischen vollständig auf die Maßnahmen am Boden. Dabei kommen weiterhin handgeführte Strahlrohre und Kreisregner zum Einsatz. In der Nacht zum Samstag wird die Mannschaft deutlich verkleinert. Nach aktuellem Stand sollen noch etwa 20 bis 25 Feuerwehrkräfte im Brandgebiet bleiben.
Das Technische Hilfswerk hält unterdessen die Wasserversorgung von Unterlosa bis zum Einsatzgebiet weiterhin aufrecht. Wie lange der Einsatz insgesamt noch dauern wird, lässt sich weiterhin nicht verlässlich prognostizieren. Für das Wochenende ist jedoch ein reduzierter Kräftemitteleinsatz vorgesehen.
Hohe Temperaturen und Wind bleiben Risikofaktoren
Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Situation angespannt. Hohe Temperaturen, trockene Böden und zunehmender Wind können weiterhin dazu führen, dass bislang verborgene Glutstellen wieder aufflammen. Das Gebiet wird deshalb fortlaufend mit Drohnentechnik kontrolliert. Sobald die Wärmebilder auffällige Temperaturen zeigen, können die Einsatzkräfte am Boden gezielt reagieren.
Dringender Appell zum Schulanfang: Kein Feuerwerk
Mit Blick auf die zahlreichen Schulanfangsfeiern am Wochenende appellieren Stadt und Einsatzleitung eindringlich an die Bevölkerung, vollständig auf privates Feuerwerk und Pyrotechnik zu verzichten.
„Die Böden sind ausgetrocknet, der Wind nimmt zu und die Sonneneinstrahlung ist stark“, warnt Patrick Heinritz. Eltern und Angehörige sollten deshalb trotz des besonderen Anlasses auf Feuerwerk verzichten. Gleichzeitig bittet er darum, Wälder derzeit möglichst zu meiden.
Bereits Fachbereichsleiter Dr. René Schreiter hatte angesichts der seit Tagen andauernden Belastung der Einsatzkräfte um Vernunft und Rücksichtnahme gebeten. Viele Feuerwehrleute und Helfer seien seit Beginn des Waldbrandes unter extremen Bedingungen im Einsatz.
NINA-Warnung vor Rauchbelästigung aufgehoben
Ein weiteres Zeichen für die Stabilisierung der Lage: Die über die Warn-App NINA veröffentlichte Warnung vor Rauchbelästigung wurde inzwischen aufgehoben. Das bedeutet jedoch noch keine vollständige Entwarnung für das Brandgebiet selbst.
15. August 2026 13.30 Uhr
Die Brandfläche ist nach Angaben der Einsatzleitung auch am Samstagmorgen stabil und liegt unverändert bei rund sieben Hektar. Die Zahl der unmittelbar im Wald eingesetzten Kräfte konnte inzwischen planmäßig reduziert werden. Von Entwarnung kann dennoch nicht gesprochen werden: Verbliebene Glutnester müssen gezielt aufgespürt und insbesondere angrenzende junge Waldbestände geschützt werden. Der Großeinsatz läuft damit inzwischen den fünften Tag.
Drohne sucht weiter nach versteckten Glutnestern
Am Samstag konzentriert sich die Feuerwehr zunehmend auf punktgenaue Nachlöscharbeiten. Die Johanniter-Unfall-Hilfe unterstützt erneut mit einer Drohne, die das weitläufige Waldgebiet aus der Luft kontrolliert. Mithilfe der gewonnenen Daten können heiße Stellen und verdeckte Wärmequellen lokalisiert werden. Die Feuerwehr muss dadurch nicht mehr großflächig vorgehen, sondern kann gezielt dort eingreifen, wo sich noch Glut im Boden befindet oder eine erneute Entzündung droht.
Junge Bäume besonders im Fokus
Besondere Aufmerksamkeit gilt am Samstag einem angrenzenden Waldbereich mit zahlreichen Neuanpflanzungen. Dort soll unbedingt verhindert werden, dass verbliebene Glutstellen erneut aufflammen und das Feuer auf den jungen Baumbestand übergreift. Die Einsatzkräfte kontrollieren deshalb insbesondere die Übergangs- und Randbereiche des rund sieben Hektar großen Brandgebietes.
Schweres Forstgerät und Kreisregner weiter im Einsatz
Die am Freitag begonnene Unterstützung durch schwere Forsttechnik wird fortgesetzt. Das vom Waldbesitzer bereitgestellte Gerät hilft dabei, Zugänge zu schaffen, Bereiche zu beräumen und schwer erreichbare Brandstellen für die Feuerwehr zugänglich zu machen. Bewährt haben sich zudem die Kreisregner, die weiterhin im Dauerbetrieb laufen. Sie befeuchten größere Bereiche kontinuierlich und sollen verhindern, dass sich im ausgetrockneten Waldboden erneut Brandherde entwickeln.



THW hält Wasserversorgung aus Richtung Taltitz aufrecht
Eine zentrale Voraussetzung für den anhaltenden Löscherfolg bleibt die stabile Wasserversorgung. Das Technische Hilfswerk hält die Hauptzuleitung aus Richtung Taltitz weiterhin in Betrieb. Parallel wurde eine zweite Versorgungsroute eingerichtet. Im Gewerbegebiet Oberlosa wird Löschwasser aus bereitgestellten Großbehältern aufgenommen. Tanklöschfahrzeuge transportieren es im Pendelverkehr zur Einsatzstelle.
Die Wasserentnahme wurde dabei direkt mit dem Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland (ZWAV) abgestimmt. Die maximal mögliche Entnahmemenge wurde vor Ort am Schieber entsprechend eingestellt. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Löschwasserversorgung funktioniert, ohne die Stabilität des öffentlichen Trinkwassernetzes zu beeinträchtigen. Die Bevölkerung wird gebeten, die Einsatzbereiche und insbesondere die Wasserentnahmestellen freizuhalten, damit Tanklöschfahrzeuge und weitere Einsatzfahrzeuge ungehindert arbeiten können.
Insgesamt noch rund 120 Menschen am Einsatz beteiligt
Obwohl die Zahl der Feuerwehrleute direkt im Wald reduziert werden konnte, bleibt der personelle und logistische Aufwand beträchtlich. Insgesamt sind am Samstag weiterhin rund 120 Personen in den Einsatz eingebunden. Etwa 30 Feuerwehrkräfte und weitere Helfer arbeiten unmittelbar im Waldgebiet, rund 60 Kräfte des THW sichern unter anderem die aufwendige Wasserversorgung. Weitere Einsatzkräfte und Helfer sind im Lagezentrum sowie bei Polizei und Rettungszweckverband tätig.
Fünfter Einsatztag im „Schwarzen Holz“
Seit Dienstagabend kämpfen Feuerwehr, THW und weitere Hilfsorganisationen gegen den Waldbrand zwischen Meßbach und Thiergarten. Dass die Brandfläche seit Tagen bei rund sieben Hektar gehalten werden kann und die Zahl der Kräfte im Wald reduziert wurde, zeigt die Wirkung der bisherigen Maßnahmen. Entscheidend bleibt allerdings, auch die letzten verdeckten Glutnester zu finden und abzulöschen. Gerade bei hohen Temperaturen, trockenen Böden oder auffrischendem Wind können solche Stellen erneut zum Problem werden. Die Einsatzkräfte bleiben deshalb auch am Samstag im „Schwarzen Holz“ präsent und setzen die Nachlöscharbeiten fort.
16. August 202 10 Uhr
Nach sechs Tagen intensiver Brandbekämpfung gibt es erstmals deutliche Zeichen der Entspannung. Die Stadt Plauen zieht am Sonntagmorgen ein positives, wenn auch weiterhin vorsichtiges Zwischenfazit. In der vergangenen Nacht wurden keine neuen Brandherde entdeckt, auch größere Auffälligkeiten blieben aus. Nun geht der Einsatz zunehmend von der eigentlichen Brandbekämpfung in die intensive Nachsorge und Kontrolle über.
Einsatzleitung zurück in der Feuerwache
Ein deutliches Zeichen für die stabilisierte Lage ist die organisatorische Anpassung des Einsatzes. Bereits am Samstagabend wurde die operative Einsatzleitung vom Brandgebiet zurück in die Feuerwache verlegt. Auch der Löschwasserbedarf ist inzwischen deutlich gesunken. Das Technische Hilfswerk konnte deshalb die aufwendig errichtete Wasserversorgung vom Teich in Taltitz zum Einsatzgebiet wieder abbauen. Ganz ohne Reserve bleibt das „Schwarze Holz“ jedoch nicht: Vor Ort steht weiterhin ein Löschwasserbehälter mit 21.000 Litern Fassungsvermögen bereit. Sollte sich die Situation wider Erwarten verschärfen, kann außerdem der eingerichtete Pendelverkehr zum Wasserbehälter in Oberlosa kurzfristig wieder aufgenommen werden.
Keine neuen Brandherde in der Nacht
Auch in der Nacht zum Sonntag wurde die Kontrolle des Brandgebietes fortgesetzt. Die Einsatzkräfte waren zuvor planmäßig ausgetauscht worden und suchten das Gelände gemeinsam mit der Drohneneinheit gezielt nach verbliebenen Glutnestern ab. Vereinzelte Stellen wurden lokalisiert und unmittelbar abgelöscht. Neue Brandherde wurden bei den nächtlichen Kontrollgängen und Drohnenflügen jedoch nicht festgestellt. Bereits im Laufe des Samstagnachmittags hatte es im Einsatzgebiet kaum noch nennenswerte Auffälligkeiten gegeben. Parallel setzte der Waldbesitzer die Aufräumarbeiten mit schwerer Forsttechnik fort.
Regen hilft den Einsatzkräften
Zusätzliche Unterstützung kommt am Sonntag ausgerechnet von oben: Seit den Morgenstunden regnet es im Brandgebiet. Nach den trockenen und heißen Tagen verbessert die natürliche Feuchtigkeit die Bedingungen für die Nachlöscharbeiten deutlich. „Das Wetter sollte uns heute in die Karten spielen“, erklärt Einsatzleiter Patrick Heinritz. Die Kontrollen in der Nacht hätten bestätigt, dass keine neuen Brandherde entstanden seien und die Nachlöscharbeiten erfolgreich fortgesetzt werden konnten.
Nachsorge statt großflächiger Brandbekämpfung
Damit verschiebt sich der Schwerpunkt des Einsatzes immer stärker. Während in den vergangenen Tagen zeitweise weit über 100 Einsatzkräfte, Löschhubschrauber, schweres Forstgerät, kilometerlange Schlauchleitungen und eine umfangreiche Logistik notwendig waren, geht es nun vor allem darum, den bisherigen Löscherfolg abzusichern. Verdeckte Glutnester müssen weiterhin ausgeschlossen beziehungsweise gezielt beseitigt werden. Gerade im tiefen Waldboden, an Wurzeln oder in Totholz können sich heiße Stellen lange halten und unter ungünstigen Bedingungen erneut aufflammen. „Dass wir heute diesen Stand erreichen konnten, ist das Ergebnis eines extrem professionellen Einsatzes aller Beteiligten“, bilanziert Patrick Heinritz.
Vorsichtige Entspannung nach sechs Einsatztagen
Eine endgültige Entwarnung gibt es damit noch nicht. Die rund sieben Hektar große Fläche bleibt unter Beobachtung, um auf mögliche Veränderungen unmittelbar reagieren zu können. Nach sechs Tagen zeichnet sich jedoch erstmals deutlich ab, dass der Großeinsatz seinem Ende näherkommen könnte. Die kommenden Kontrollen werden nun zeigen, ob sich diese positive Entwicklung im „Schwarzen Holz“ weiter bestätigt. Weitere Entwicklungen zum Waldbrand bei Meßbach werden in diesem Artikel ergänzt.
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UPDATE!!! Waldbrand bei Meßbach: Leicht entspannte Lage nach sechs Einsatztagen












