Titelfoto: Archiv/S.Rössel – So sieht es aktuell bei Einbruch der Dämmerung aus.
Die Fabrik der Fäden im historischen Weisbachschen Haus könnte künftig auch nach Einbruch der Dunkelheit stärker ins Blickfeld rücken. Rund 138.400 Euro Fördermittel sollen nach Plänen der Stadt in eine neue Außenbeleuchtung und effektvolle Anstrahlung des denkmalgeschützten Manufakturgebäudes in der Elsteraue investiert werden. Das Geld war ursprünglich für ein anderes Projekt vorgesehen.
Der Stadtbau- und Umweltausschuss beschäftigte sich am 24. August mit der geplanten Umwidmung der Fördermittel. Eine Ablehnung gab es dort nicht: Bei einer Zustimmung und ansonsten Enthaltungen wurde die Vorlage weitergereicht. Am 27. August steht das Thema zur Vorberatung im Finanzausschuss. Die endgültige Entscheidung soll der Plauener Stadtrat am 8. September treffen.
Geld war ursprünglich für Skulptur auf dem Wasserturm vorgesehen
Hintergrund der ungewöhnlichen Mittelverschiebung ist ein Projekt, das inzwischen vom Tisch ist. Ursprünglich waren 154.000 Euro aus dem sogenannten „Mauerfonds“ für eine Skulptur auf dem Wasserturm in der Elsteraue vorgesehen. Der Stadtrat hatte dieses Vorhaben jedoch 2025 abgelehnt.
Damit standen die bereits eingeplanten Haushalts- und Fördermittel weiterhin zur Verfügung. Ohne ein alternatives förderfähiges Projekt droht jedoch die Rückzahlung der zugesagten Gelder an die Bewilligungsbehörde. Die Stadtverwaltung schlägt deshalb vor, die Mittel weiterhin innerhalb der Elsteraue einzusetzen.
Hinweisschilder und neue Anstrahlung für das Weisbachsche Haus
Ein Teil der ursprünglich vorgesehenen 154.000 Euro soll zunächst für Mehraufwendungen bei der lokalen Beschilderung verwendet werden. Dazu gehören touristische Hinweisschilder in der Elsteraue sowie entsprechende Hinweise an der Autobahn. Die anschließend verbleibenden rund 138.400 Euro sollen vollständig in die Außenbeleuchtung fließen.
Geplant ist eine effektvolle Anstrahlung des denkmalgeschützten Weisbachschen Hauses. Damit sollen die Fördermittel nicht nur erhalten bleiben, sondern zugleich die Außenwirkung der Elsteraue verbessert werden. Gerade das historische Gebäude soll damit auch in den Abendstunden stärker als markanter Bestandteil des Areals wahrgenommen werden.
Stadt Plauen muss 15.000 Euro Eigenanteil aufbringen
Ganz ohne eigene Mittel lässt sich das Vorhaben allerdings nicht umsetzen. Für die geplante Beleuchtung ist ein städtischer Eigenanteil von 15.000 Euro notwendig. Dieser soll nach der Beschlussvorlage aus Geldern finanziert werden, die bislang für die Fortschreibung des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts vorgesehen waren. Dort werden die Mittel nicht mehr benötigt, da die entsprechende Maßnahme inzwischen abgeschlossen und schlussgerechnet ist. Letztlich entscheidet der Plauener Stadtrat darüber Anfang September.

Redaktion
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Neue Beleuchtung für die Fabrik der Fäden: 138.400 Euro sollen ins Weisbachsche Haus fließen
