Nachrichten VogtlandBobbycar-Rennen auf dem Theaterplatz Plauen: „Auf die Jeeps, fertig, los!“

Titelfoto: Theater Plauen-Zwickau
Auf die Plätze, fertig, los – oder in diesem Fall besser: Auf die Jeeps, fertig, los! Am Freitag, 4. September 2026, von 14 bis 16 Uhr verwandelt sich der Theaterplatz in Plauen für zwei Stunden in eine kleine Rennstrecke. Das Theater Plauen-Zwickau wirbt damit auf ziemlich rasante Weise für seine neue Politkomödie „Jeeps“ von Nora Abdel-Maksoud, die wenige Wochen später auf der Kleinen Bühne Premiere feiert.

Beim großen Bobbycar-Wettrennen können immer zwei Rennfahrerinnen und Rennfahrer gleichzeitig auf einem Parcours gegeneinander antreten. Dann entscheidet sich, wer auf vier ziemlich kleinen Rädern die Nase vorn hat. Für die rasante Tour stehen zwei Mercedes-Bobbycars bereit, die von Auto Müller in Plauen zur Verfügung gestellt werden. Wer lieber eine Nummer größer unterwegs ist, kann außerdem mit einem Elektro-Jeep eine Runde drehen. Die Teilnahme an der Aktion ist kostenlos.

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Vom Bobbycar zum Klassenkampf: Darum geht es in „Jeeps“

So spielerisch die Aktion auf dem Theaterplatz daherkommt, so bissig ist das Stück, für das sie wirbt. Denn Nora Abdel-Maksoud nimmt sich in „Jeeps“ nichts Geringeres als Erbschaften, Vermögensverteilung und soziale Gerechtigkeit vor. Die Ausgangsfrage klingt zunächst wie ein ziemlich verrücktes Gedankenexperiment: Was wäre, wenn Vermögen nach dem Tod nicht mehr automatisch an die eigenen Nachkommen vererbt, sondern verlost würde?

In „Jeeps“ ist genau das Realität geworden. Eine radikale Erbschaftsreform hat das bisherige System auf den Kopf gestellt. Das Vermögen Verstorbener wird verlost – und wer auf eines der begehrten Erbschafts-Lose hofft, muss seinen Antrag ausgerechnet im Jobcenter stellen. Das Ergebnis lässt nicht lange auf sich warten: endlose Warteschlangen, wütende Enterbte und ein System, das zunehmend im Chaos versinkt. wird

Mittendrin stecken die Sachbearbeiter Gabor und Armin, die irgendwie versuchen, ihren Arbeitsalltag zu bewältigen. Doch spätestens als die enterbte Silke und die Grundsicherungs-Empfängerin Maude auftauchen, ist es mit der Behördenroutine vorbei. Die Situation eskaliert – und aus der Frage, wer was erben darf, entwickelt sich ein handfester Klassenkampf.

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Nora Abdel-Maksoud verbindet in ihrer Politkomödie schwarzen Humor, scharfe Pointen und absurde Situationen mit Fragen, die weit über die Theaterbühne hinausreichen: Wie gerecht ist Vermögen verteilt? Was bedeutet finanzielle Sicherheit? Welche Chancen eröffnet Geld – und wie viel hängt im Leben schlicht davon ab, in welche Familie man hineingeboren wird? Die Premiere von „Jeeps“ findet am 24. September um 19.30 Uhr auf der Kleinen Bühne in Plauen statt.

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