Nachrichten Vogtland„Bella Figura“: Edith Friebel-Legler und die Schönheit des Unvollkommenen

Fotos: K. Wild
Schönheit muss nicht makellos sein. Vielleicht beginnt sie sogar genau dort, wo Perfektion endet: in einer unregelmäßigen Oberfläche, einer eigenwilligen Form, einer Spur, die das Material selbst hinterlassen hat. Diesem Gedanken folgt die Chemnitzer Künstlerin Prof. Edith Friebel-Legler in ihrer Ausstellung „Bella Figura“, die jetzt in der Galerie des Königlichen Kurhauses Bad Elster zu sehen ist.

Eröffnet wurde die Werkschau vor ein paar Tagen mit einer Vernissage. Bis zum 12. November treffen dort Plastiken auf Gemälde, Ton auf Papier und bewusste Gestaltung auf jene Momente, die sich während des künstlerischen Prozesses nicht vollständig kontrollieren lassen.

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Zwischen Form und Zufall: Was „Bella Figura“ erzählt

Im Zentrum der Ausstellung steht die Schönheit des Unvollkommenen. Edith Friebel-Legler sucht nicht nach makellosen Oberflächen oder einer streng definierten Ästhetik. Ihre Arbeiten beziehen vielmehr das Unvorhersehbare ein. Form entsteht im Zusammenspiel von künstlerischer Entscheidung, Material und Zufall. Eine Oberfläche darf Spuren tragen, eine Figur ihre Ecken und Eigenheiten behalten, Farbe darf sich ihren eigenen Raum erobern. Das vermeintlich Unvollkommene wird nicht korrigiert, sondern zum Teil der künstlerischen Aussage.

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In ihren aktuellen Arbeiten beschäftigt sie sich intensiv mit Farbe und Papier. Malerische Werke treten dabei in einen Dialog mit ihren Arbeiten aus Ton. Unterschiedliche Materialien und Techniken begegnen sich, ohne miteinander konkurrieren zu müssen. Stattdessen eröffnen sie verschiedene Blicke auf Körper, Oberfläche, Farbe und Form. Für Bad Elster besitzt die Ausstellung zugleich eine regionale Verbindung. Edith Friebel-Legler wurde in Klingenthal geboren und ist damit gebürtige Vogtländerin. Heute lebt und arbeitet sie als Künstlerin in Chemnitz.

Ihr künstlerischer Weg lässt sich dabei kaum auf eine einzelne Disziplin reduzieren. Ihr Schaffen reicht von Mode- und Textildesign über Malerei, Grafik und Collage bis hin zur Keramik. Über viele Jahre war sie zudem als Hochschullehrerin und Professorin für Gestaltung tätig und gab ihre Erfahrungen an nachfolgende Generationen von Gestalterinnen und Gestaltern weiter.

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Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie zu den Veranstaltungen im Königlichen Kurhaus. Der Eintritt ist frei.

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