Eine Stadt lässt sich erlaufen, erfahren – und manchmal auch ziemlich genussvoll erschmecken. Zwischen Fischbrötchen, feinen Törtchen und einem deftigen Bergmannsessen erzählen Küchen Geschichten, die in keinem gewöhnlichen Reiseführer stehen. Genau dieser Spur folgt Zora Klipp in der neuen NDR-Reihe „Zora schmeckt’s“. Fünf der rund 30-minütigen Folgen sind seit dem 21. Oktober 2026 in der ARD Mediathek zu finden.
Fernsehköchin Zora besucht Gastronominnen und Gastronomen, die ihre Vorstellungen von gutem Essen verwirklichen. Sie lässt sich Gerichte erklären, schaut hinter die Kulissen und packt selbst mit an. Dabei begegnen ihr Menschen, die Traditionen bewahren, neue Einflüsse mitbringen oder mit einem eigenen gastronomischen Konzept den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben.
Die Reihe verbindet kulinarische Entdeckungen mit persönlichen Begegnungen. Zoras offene, herzliche Art soll dabei auch jene Geschichten und kleinen Geheimnisse hervorlocken, die sich erst im Gespräch ergeben. Eine Reise durch die norddeutsche Food-Szene, bei der zwischen zwei Kostproben immer auch Platz für Lebenswege und lokales Handwerk bleibt.
Wer ist Zora Klipp?
Zora Klipp ist Köchin, Gastronomin, Kochbuchautorin und Fernsehmoderatorin. Ihr Handwerk lernte sie im niedersächsischen Zeven. Nach ersten Berufsjahren führten sie Reisen und ein Studium des Tourismusmanagements auch ins Ausland. In Hamburg betreibt sie mit ihren Geschwistern Ronja und Oliver die Weidenkantine und das Blattgold.
Fernsehpublikum kennt sie unter anderem aus „Zora kocht’s einfach“, „Schmeckt. Immer.“ mit Konditormeisterin Theresa Knipschild und der ZDF-„Küchenschlacht“, bei der sie als Jurorin und Moderatorin mitwirkt. Seit April 2024 kocht sie außerdem als Nachfolgerin von Rainer Sass bei „DAS!“ im NDR. Für ihre neue Reihe bringt sie damit sowohl Fernseherfahrung als auch den Blick einer Köchin mit, die den gastronomischen Alltag selbst kennt.
Alle sechs Folgen: Diese Orte besucht Zora Klipp
Lüneburg: Pralinen, Patisserie und ein Dinner mit Aaron Hilmer
Der Auftakt führt nach Lüneburg. Mit der „Pralüne“ beginnt die Tour gleich bei einer süß-salzigen Verbindung zur Geschichte der Salzstadt. Im Viscvle stellt Philipp Rzeha seine moderne Wildküche vor. Linda Waterkamp erzählt in ihrer Patisserie von feinen Törtchen und dem Mut zur Selbstständigkeit, bei wånd coffee geht es um Spezialitätenkaffee. Auch die Verbindung der Stadt zur Telenovela „Rote Rosen“ findet ihren Platz. Später trifft Zora Schauspieler Aaron Hilmer zu einem Drei-Gänge-Menü im Restaurant einzigartig. Cocktails und Tapas im Agron beschließen die Entdeckungsreise.
St. Peter-Ording: Fischbrötchen und Küche über dem Meer
In St. Peter-Ording gehört ein Fischbrötchen zum Einstieg. Bei Fisch & Mee(h)r erfährt Zora mehr über die Zubereitung von Backfisch, im Pesel über friesische Küche und regionale Produkte. Im Pfahlbau-Restaurant Salt & Silver am Meer schaut sie hinter die Kulissen einer Gastronomie unmittelbar über dem Wasser. Ein Besuch bei Erzeuger Tobias Jürgens, bekannt als „Himbeer-Tobi“, führt zu Gemüse, Kräutern und essbaren Blüten. Zum Abschluss wartet die Räucherscheune mit weiteren Spezialitäten für den Strand.
Bad Zwischenahn: Räucheraal trifft Fusionsküche
In Bad Zwischenahn probiert Zora gemeinsam mit Michael Thürnau im historischen Spieker Smoortaal, also Räucheraal, und Ammerländer Löffeltrunk. Danach wird die Speisekarte internationaler: Die Frida Eatery steht für moderne Fusionsküche. Im Lüttje Laden hilft Zora beim Kuchenbacken, im Terroir im Jagdhaus Eiden kommen Zutaten aus dem eigenen Garten zum Einsatz. Spezialitäten der Ammerländer Schinkendiele runden den Besuch ab.
Wismar: Fischhandwerk und neue Ideen in der Hansestadt
Auch in Wismar beginnt die Reise mit einem Fischbrötchen. Danach geht es zur letzten Fischereigenossenschaft der Stadt und zu Menschen, die ihre gastronomische Gegenwart prägen. Zwischen Mittagstisch, Spezialitätenkaffee und mediterranen Gerichten zeigt die Folge unterschiedliche Seiten der Hansestadt. Ein Fisch-Familienbetrieb erzählt außerdem davon, wie sich aus einem kleinen Verkauf ein vielseitiges Unternehmen entwickeln kann.
Goslar: Unter Tage wird aufgetischt
In Goslar reicht die kulinarische Entdeckungstour vom Harzer Käse bis zum orientalischen Brunch. Mit Elif Tas besucht Zora das Café Waffeleisen, wo türkische Esskultur und Familiengeschichten aus dem Harz zusammenkommen. Im Bergwerk Rammelsberg lernt sie die traditionelle Tscherper-Mahlzeit kennen: eine deftige Brotzeit der Bergleute. Wieder über der Erde folgen Weinbegleitung in den Goslarer Weinstuben, ein Riesenwindbeutel im Café am Markt und ein Besuch im Brauhaus Goslar, bei dem Zora beim Brauen von Gose mit anpackt.
Nordhorn: Grenzgenuss, inklusive Gastronomie und ein eigener Döner
In Nordhorn macht sich die Nähe zu den Niederlanden auch auf dem Teller bemerkbar: Bitterballen, Frikandel und Pommes gehören zum Programm. Im Petit Papillon wartet französische Küche, im Kaffeehaus SAMOCCA erfährt Zora, wie Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in Rösterei, Küche und Service arbeiten. Der Tierpark bringt den Erhalt alter Nutztierrassen ins Gespräch. Nach Tapas im Paloma Lola folgt eine örtliche Spezialität: der Nordhorner Döner, dessen Zutaten in einen frisch gebackenen Hefeteigfladen eingerollt werden.
Ein Mediathek-Tipp für Genießer und neugierige Städtereisende
„Zora schmeckt’s“ bietet einen reizvollen Ausgangspunkt für alle, die Reiseziele gern über ihre Esskultur kennenlernen. Die Mischung aus regionalen Spezialitäten, gastronomischen Ideen und persönlichen Geschichten verspricht Anregungen, die über die nächste Mahlzeit hinausreichen. Vielleicht bleibt eine Adresse für die Urlaubsplanung hängen. Vielleicht auch die Neugier auf ein Gericht, das man bisher nie bestellt hätte. Ein kleiner Vorrat im Kühlschrank dürfte beim Anschauen jedenfalls hilfreich sein.
Die sechs Folgen mit jeweils rund 30 Minuten Laufzeit sind in der ARD Mediathek gelistet. Die Fernsehausstrahlung beginnt am 30. Oktober 2026 um 21.15 Uhr im NDR mit der Lüneburg-Folge.
Seit zwei Jahrzehnten journalistisch unterwegs – mit offenen Ohren, kritischem Blick und Freude an Sprache. Im Vogtland verwurzelt, weit darüber hinaus neugierig. Ihr Fokus liegt auf Kunst und Kultur sowie den Menschen dahinter. Unvoreingenommen im Gespräch, differenziert im Urteil, mit Gespür für Zwischentöne und der Freude daran, andere für Neues zu begeistern.
„Zora schmeckt’s“: Eine kulinarische Städtereise, die Appetit auf den Norden macht

