Nachrichten VogtlandPhil Weinmann radelt quer durch Deutschland: 16 Bundesländer, 7000 Kilometer, ein großes Ziel

Titelfoto: Phil Weinmann
Von Stuttgart bis Sylt, durch alle 16 Bundesländer, ihre Landeshauptstädte und auf die höchsten Punkte – Phil Weinmann sammelt nicht nur Spenden für die DKMS, sondern unterwegs auch Geschichten, Freundschaften und unvergessliche Momente. Seine außergewöhnliche Deutschlandtour entwickelt sich immer mehr zu einer Reise, die voller Begegnungen und Herausforderungen steckt.

Mal hält ihm jemand spontan eine Flasche Wasser entgegen. Mal lädt ihn eine Familie zum Abendessen ein. Ein anderes Mal findet sich ein Schlafplatz für die Nacht. Und zwischendurch stellt sich der 22-Jährige selbst immer wieder neue verrückte Challenges: Kürzlich sammelte Phil Weinmann unterwegs nach und nach einzelne Kniffel-Würfel, bis er schließlich ein komplettes Set zusammen hatte und jederzeit eine Partie spielen konnte. Genau diese kleinen Ideen machen seine Reise für viele Menschen in den sozialen Netzwerken so spannend. Seine Community wächst stetig, denn der Crailsheimer zeigt nicht nur beeindruckende sportliche Leistungen, sondern vor allem echte Begegnungen mit Menschen.

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Seit dem 6. Juni 2026 ist er auf seinem Gravelbike unterwegs. Die Route führt von Stuttgart zunächst in den Süden, anschließend gegen den Uhrzeigersinn durch Deutschland bis nach Sylt und schließlich über den Westen wieder zurück in Richtung Baden-Württemberg um dort nach viereinhalb Monaten im Oktober die Tour zu beenden.

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Grafik: philweinmann.de

Sport als Antrieb – Menschen als Motivation

Sport spielt im Leben von Phil Weinmann schon seit vielen Jahren eine zentrale Rolle. Er entschied sich vor drei Jahren bewusst dafür, seinen eigenen Weg zu gehen. Heute studiert er Sportmanagement und arbeitet im Marketing einer Fahrradwerkstatt. Seine größte Motivation beschreibt er mit einem Satz, der auch seine aktuelle Reise perfekt zusammenfasst: Es ist nicht wichtig, was du erlebst, sondern mit wem du es erlebst.

Genau deshalb sucht er unterwegs immer wieder bewusst den Kontakt zu den Menschen. Er spricht Passanten an, hört sich ihre Geschichten an, lässt sich auf spontane Begegnungen ein und dokumentiert seine Erlebnisse täglich auf Social Media.

Eine Stammzellspende veränderte alles

Der Grund für sein außergewöhnliches Projekt liegt einige Jahre zurück. Mit 17 Jahren registrierte er sich bei einer DKMS-Aktion an seiner Schule als potenzieller Stammzellspender. Nur wenige Monate nach seinem 18. Geburtstag wurde aus der Registrierung Realität. In der Freiburger Uniklinik spendete er Stammzellen für eine an Blutkrebs erkrankte 40-jährige Frau aus Italien und schenkte ihr damit eine zweite Lebenschance. “Schließlich kann man damit einem Menschen das Leben retten”, sagt Phil Weinmannrückblickend. Obwohl er seine Empfängerin aufgrund der italienischen Gesetzgebung nie kennenlernen durfte, war für ihn klar: Dieses Engagement sollte nicht mit der Spende enden.

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Fotos (2): DKMS
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Foto (1): Instagramphilweinmann
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Von Gibraltar nach Deutschland

Seine erste große Benefiztour führte ihn nach seiner Mechatronik-Ausbildung mit dem Fahrrad bis nach Gibraltar. Zweieinhalb Monate war Phil damals unterwegs und verband seinen Traum einer Bikepacking-Reise mit einer Spendenaktion für die DKMS. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 18.000 Euro Spendengelder kamen zusammen. Gleichzeitig machte er entlang seiner Strecke auf die Bedeutung der Stammzellspende aufmerksam und motivierte zahlreiche Menschen zur Registrierung.

Deutschland neu entdecken

Nach einer Wanderreise durch Nepal entstand Anfang 2026 eine neue Idee. Warum immer in die Ferne schweifen, wenn das Abenteuer direkt vor der Haustür beginnt? So entwickelte Phil den Plan, Deutschland komplett mit dem Fahrrad zu entdecken – Landschaften, Städte, höchste Punkte und vor allem die Menschen kennenzulernen.

Knapp zwei Monate nach dem Start fällt die Zwischenbilanz beeindruckend aus. Rund 3000 Kilometer liegen bereits hinter ihm. Gleichzeitig sind bereits 19.000 Euro Spendengelder zusammengekommen.

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Gemeinsam mit seinen Freunden Paul und Anton bestieg er zwischendurch die 2962 Meter hohe Zugspitze – allerdings zu Fuß während einer zweitägigen Bergtour. Wenig später erklomm er mit seinem Fahrrad auch noch die Wasserkuppe, mit 950 Metern die höchste Erhebung Hessens. Am Wochenende strampelte er sich auf den Fichtelberg. In Oberwiesenthal tankte er kurz Kraft, zuvor folgte er einer Einladung in Zwickau. Gestern ging es durch Chemnitz, heute möchte Phil Weinmann Dresden erreichen. Wer ihn auf seiner außergewöhnlichen Benefiztour begleiten, seinen aktuellen Standort verfolgen oder die DKMS-Spendenaktion unterstützen möchte folgt einfach @phil.weinmann auf Instagram oder klickt auf: www.philweinmann.de.

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