Wer sich in Plauen mit Vergangenheit, Erinnerungen und den Geschichten hinter alten Fassaden beschäftigt, begegnet früher oder später einem Namen: Lars Buchmann. Der gebürtige Plauener widmet sich seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft der Stadtgeschichte und hat sich längst einen Namen als Vermittler regionaler Geschichte gemacht.
Doch der engagierte Vogtländer ist weit mehr als ein klassischer Heimatforscher. Buchmann verbindet historische Recherche mit Bürgernähe, modernen Medien, Ausstellungen, Vorträgen und digitaler Geschichtsarbeit. Damit schafft er etwas, das heute selten geworden ist: Er macht Geschichte greifbar und emotional erlebbar.
Auf seiner Internetseite stadt-plauen.info beschreibt er seine enge Verbindung zur Spitzenstadt selbst. Dort erklärt er, dass er bereits seit Kindertagen alles sammelt, was mit Plauen zu tun hat. Im Laufe der Jahre seien daraus zahlreiche Projekte, Präsentationen und Ausstellungen entstanden.
Lars Buchmann begeistert mit außergewöhnlichen Vorträgen über Plauen
Besonders beeindruckend ist die enorme Themenvielfalt seiner Vorträge. Während viele historische Präsentationen eher allgemein gehalten sind, widmet sich Buchmann oft ganz speziellen Kapiteln. Dabei reicht die Bandbreite seiner Themen von der Hochzeit der Spitzenindustrie bis hin zu verschwundenen Gebäuden oder dem Alltag früherer Generationen. Auch alte Kaufhäuser, traditionsreiche Cafés, historische Straßenzüge, DDR-Zeiten, Nachkriegsjahre und die Entwicklung einzelner Stadtteile gehören zu seinem umfangreichen Repertoire.
Ebenso beschäftigt er sich mit weniger bekannten oder dunkleren Abschnitten der Stadtgeschichte. Veranstaltungen wie „Foltern, Morde und Vergnügen“ zeigen, wie facettenreich seine historische Arbeit ist und wie ungewöhnlich er Themen aufbereitet.
Für seine Präsentationen nutzt der Plauener historische Fotografien, Archivmaterial, kolorierte Aufnahmen und inzwischen teilweise sogar KI-animierte Bilder. Dadurch entstehen emotionale Zeitreisen. Ein Beispiel dafür war sein Vortrag über das traditionsreiche Café Trömel. Dort verband er historische Fotos mit Geschichten und kleinen Anekdoten rund um das bekannte Haus. Besucher beschrieben den Abend später als humorvoll, detailreich und zugleich bewegend.
Stadtführer Plauen: Geschichte hinter Fassaden und Straßenzügen
Neben seinen Vorträgen ist Lars Buchmann seit Jahren auch als Stadtführer aktiv. Dabei stehen nicht nur bekannte Sehenswürdigkeiten im Mittelpunkt. Viel häufiger erzählt er die Geschichten, die sich hinter Gebäuden, Straßennamen oder alten Fassaden verbergen.
Große Bekanntheit erlangte der Plauener außerdem mit der Facebook-Gruppe „Wir sind Plauener“. Dort teilen tausende Mitglieder historische Fotos, persönliche Erinnerungen und Geschichten aus der Region. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie emotional: Gemeinsam soll ein digitales Gedächtnis für die Stadt entstehen. Viele ältere Einwohner entdecken dort Orte und Erinnerungen aus ihrer Kindheit wieder. Gleichzeitig erhalten jüngere Generationen einen Einblick darin, wie es früher einmal aussah.
Engagement von Lars Buchmann reicht weit über Stadtgeschichte hinaus
Sein Einsatz endet jedoch nicht bei historischen Themen. Beruflich arbeitet der 46-Jährige als kommunaler Gleichstellungsbeauftragter der Stadt Plauen. Er arbeitet als Erzieher im Hort und ist im Personalrat aktiv. Zusätzlich engagiert sich Buchmann in mehreren Vereinen.
Was ihn besonders macht, ist seine Art, Geschichte zu erzählen. Dadurch erreicht er auch Menschen, die sich normalerweise kaum für Geschichte Plauens interessieren würden. Aber auch immer neue Formate wie Quiz- und Gesprächsrunden entspringen seinem Kopf. Und wer ihn kennt weiß, Stillstand und Ruhe verbindet man eher nicht mit ihm, dafür aber ein sonniges Gemüt.
Wer Lust hat ihn für Führungen oder Vorträge zu buchen kann das über: Telefon: 0170 3812095 oder
E-Mail: wir-sind-plauener@stadt-plauen.info
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Lars Buchmann: Wie ein Plauener mit Herz die Geschichte seiner Stadt lebendig hält

