Nachrichten VogtlandFury in the Slaughterhouse “Changes”: Alles ändert sich. Fury bleiben Fury.

Sie haben es wieder getan. Sofort hörbar. Typisch Fury. Alle Details in der Albumrezension!

Titelfoto: Archiv/Stephanie Rössel
Schon nach wenigen Takten ist klar, wer hier spielt. Die markanten Gitarren, die typischen Melodien und Kai Wingenfelders unverwechselbare Stimme brauchen keine lange Anlaufzeit. Changes klingt unverkennbar nach Fury in the Slaughterhouse.

Nach Now (2021) und Hope (2023) nun das dritte Album nach dem Comeback. Wer aber auf einen großen stilistischen Umbruch – also den musikalischen Wechsel hinter dem Albumtitel – wartet, wird ihn vergeblich suchen. Das ist vermutlich auch gar nicht die Intention der Musiker. Und doch war etwas anders als bisher, denn dieses Album hat die Band erstmals fast komplett gemeinsam geschrieben.

Fury setzen konsequent auf das, was sie seit Jahrzehnten auszeichnet: ehrlichen Rock mit starken Hooks und hymnischen Refrains. Dabei wirkt Changes weder altbacken noch anbiedernd modern. Die Band bleibt sich treu.

Werbung

Words and Wonders

Stand Now ganz im Zeichen des Neuanfangs und spiegelte die Aufbruchsstimmung nach der langen Pause wider, rückte Hope Zuversicht und Zusammenhalt in den Mittelpunkt. In Changes findet man eher Themen wie Älterwerden, Veränderungen, Erinnerungen und die Erkenntnis, dass das Leben selten nach Plan verläuft.

Eine der stärksten Nummer ist 9 Lives, aber auch Sorrowland sollte künftig auf Konzerten nicht fehlen. Und während andere Bands krampfhaft versuchen, aktuelle Trends zu bedienen, vertrauen Fury auf Bewährtes. Die Arrangements wirken organisch, die Produktion druckvoll und transparent, ohne den warmen Bandsound zu verlieren. Gitarren und Keyboards ergänzen sich harmonisch, die Rhythmusgruppe sorgt für den nötigen Druck.

Große Experimente gibt es nicht. Jedoch einige Momente, die etwas aus dem Albumfluss fallen: Years of Thunder beispielsweise – das eher ein typischer Fiddlers Green Banger wäre, aber auch Lost And Found mit dem Depeche Mode Vibe.

Nachrichten Vogtland
Fazit:

Mit Changes liefern Fury in the Slaughterhouse vielleicht keinen Meilenstein ihrer Karriere. Sie veröffentlichen aber ein Album, das genau das erfüllt, was Fans seit Jahrzehnten an dieser Band schätzen. Wer Fury liebt, wird sich hier sofort abgeholt fühlen. Für alle anderen lohnt es sich reinzuhören.

Der Vogtlandstreicher verleiht 3 von 5 Streichern

Nachrichten Vogtland
Nachrichten Vogtland
+ posts

Seit fast zwei Jahrzehnten die neutrale Stimme im Vogtland. Mit Leidenschaft und Nähe zu Menschen und Themen, auch weit über die Region hinaus. Nah am Puls der Zeit. Und stets mit dem Anspruch, Politik zu lesen, Kunst und Kultur näher zu bringen und am Schleizer Dreieck nicht vom Bike zu fallen.

Werbung

Vogtland Shop