Nachrichten VogtlandVogtländischer Traditionspreis: Qualität, die man schmeckt sichert Doppel-Gold für Bäckerei und Fleischerei

alle Fotos: Stephanie Rössel – Gold in beiden Kategorien haben Sabine Geipel (links) für die Bäckerei Paul und Christian Elbel für die gleichnamige Fleischerei verliehen bekommen.
Am Mittwochabend wurde erstmals der Vogtländische Traditionspreis verliehen – ein Wettbewerb, der eindrucksvoll zeigte, wie viel Leidenschaft, handwerkliches Können und regionale Identität in Brot, Wurst und traditionellen Spezialitäten stecken. Im Mittelpunkt stand der unverwechselbare Geschmack echter Handwerkskunst aus dem Vogtland.

Fünf Bäckereien und fünf Fleischereien stellten sich dem Urteil einer ganz besonderen Jury: den geladenen Gästen. Mit geschulten – und teils auch überraschend kritischen – Gaumen wurden Leberwurst, Knacker, Brot und Semmeln genau unter die Lupe genommen.

Es wurde gerochen, gedrückt, begutachtet und natürlich gekostet. Für jedes Produkt galt es, drei Bewertungskategorien zu erfüllen – von Aussehen über Konsistenz bis hin zum Geschmack. Schnell zeigte sich: Während einige Juroren äußerst differenziert urteilten, ließen sich andere bereits von kleinen geschmacklichen Nuancen begeistern.

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Initiiert wurde der Wettbewerb vom Landtagsabgeordneten Jörg Schmidt (CDU), selbst Fleischermeister und überzeugter Verfechter regionaler Produkte. Gemeinsam mit der Innung und der Sternquell Brauerei wurde der Traditionspreis ins Leben gerufen – mit dem Ziel, das regionale Lebensmittelhandwerk zu stärken.

Außerhalb des Wettbewerbes empfinde man sich nicht als Konkurrenten, hieß es aus den Reihen der anwesenden Bäcker und Fleischer. Man könne wohl sogar untereinander zuordnen, vom wem Wurst und Semmeln kommen, war zu vernehmen.

Einer entscheidenden Frage ging Vogtlandrätin Resi auf den Grund: Aufschneider oder Aufreißer – fragte sie den Plauener Oberbürgermeister Steffen Zenner und meinte dabei lediglich die Art und Weise wie man eine Semmel in zwei Hälften teilt. Was da richtig oder falsch sei, darauf wollte man sich aber auch seitens der Fachleute nicht äußern.

Die Gewinner des Abends

Die Spannung war groß, als schließlich die Preise in Gold, Silber und Bronze vergeben wurden. Die wurden von Spitzenprinzessin Maxi und Resi mit den Worten “es lebe das Weißmehl” verkündet:

Bronze – starke Leistungen aus der Region
  • Bäckerei Knüpfer (Pöhl)
  • Bäckerei Müller (Weischlitz)
  • Fleischerei Schmidt (Plauen)
  • Fleischerei Geuthner (Plauen)
  • Wurst- und Fleischmarkt Hadlich (Schönbrunn)
Silber – Qualität auf höchstem Niveau
  • Bäckerei Aust (Plauen)
  • Bäckerei Baumann (Reuth)
  • Metzgerei Eisenschmidt
Gold – die Besten der Besten

Den Doppelgold-Erfolg sicherten sich:

  • Bäckerei Paul (Stöckigt) – ausgezeichnet für das beste Brot und die besten Semmeln
  • Fleischerei Elbel (Plauen) – überzeugte die Jury bei Leberwurst und Knacker

Echte Qualität entsteht nicht industriell, sondern durch Erfahrung, Sorgfalt und regionale Verbundenheit. Ob knusprige Kruste, fein abgestimmte Gewürze oder perfekte Textur – die prämierten Produkte stehen für ein Handwerk, das mit Leidenschaft gelebt wird. Mit seiner erfolgreichen Premiere hat der Vogtländische Traditionspreis das Potenzial, sich fest im Kalender der Region zu etablieren.

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