Eine Stimme, persönliche Geschichten und Musik zwischen Pop, Soul und Rock. Die Schweizer Sängerin Veronica Fusaro veröffentlicht Ende Oktober 2025 ihr zweites Studioalbum „Looking For Connection“. Darauf führt sie ihren persönlichen Blick auf Gefühle und zwischenmenschliche Verbindung musikalisch weiter. Mit dem Album im Gepäck ist Veronica Fusaro gerade auf Deutschlandtour.
„Looking For Connection“ – auf der Suche nach Verbindung: Welche Begegnung kommt dir als Erstes in den Sinn, wenn du diesen Titel mit einem Erlebnis aus deinem eigenen Leben verbinden sollst?
Ich denke als Erstes an Acri in Kalabrien, den Ort, aus dem mein Vater kommt. Es ist mein Lieblingsort. Erst gerade in den Ferien habe ich wieder gemerkt, wie wohl ich mich dort fühle. Dort hängen so viele Erinnerungen dran: Sommer, Familie, zusammen essen und reden. Ich bin in der Schweiz aufgewachsen, aber wenn ich in Acri bin, fühle ich mich auch zu Hause.
In „Gold Rush“ beschäftigst du dich mit dem Streben nach Anerkennung. Auch im Musikgeschäft wird ständig gezählt und verglichen. Woran erkennst du für dich selbst, dass du erfolgreich bist – unabhängig von Charts, Streams und ausverkauften Konzerten?
Wenn mir meine Musik Bock macht, wenn ich Freude dran habe. Ich bin ehrgeizig und will weiterkommen, aber ich möchte dabei auch Freude an dem haben, was ich tue. Sonst kann ich noch so viel erreichen und habe trotzdem das Gefühl, dass etwas fehlt.
Deine Musik verbindet verschiedene Stile. Wo würdest du es selbst einordnen?
Ich würde meine Musik als Alternative Pop mit Rock- und Soul-Einflüssen einordnen. Aus diesen verschiedenen Einflüssen schaffe ich mir ein eigenes Zuhause.
Beim ESC muss eine ganze Künstlerpersönlichkeit in drei Minuten passen. Welche Seite von dir bekommt dort wenig Raum, die man bei einem deiner eigenen Konzerte unbedingt kennenlernen sollte?
Meine verspielte Seite. Bei meinen Konzerten gibt es neben den intensiven Momenten auch viel Leichtigkeit, Humor und Platz für Spontanes. Ich liebe es, mit der Band und dem Publikum zu spielen. Da lernt man mich über einen ganzen Abend kennen, mit mehr als nur einer Stimmung/einem Song.
2014 standest du bei „The Voice of Switzerland“ auf der Bühne. Welche Vorstellung vom Künstlerleben hattest du damals – und fühlt sich der Boden der Tatsachen nun anders an?
Mit 16 sah ich vor allem die Bühnen und träumte davon, mit meiner Musik die Welt bespielen zu dürfen. Wie viel Arbeit zwischen diesen Momenten liegt, wusste ich damals noch nicht. Heute kenne ich auch die Zweifel, das Warten und die Ausdauer, die es braucht. Aber sobald ich auf der Bühne stehe, spüre ich noch immer das Feuer von damals.
Was war überhaupt bei dir der Auslöser für diesen Weg?
Die kinderleichte Freude am Musikmachen und am Träumen. Ich habe gesungen und Gitarre gespielt, weil es mir einfach Spass gemacht hat.
Nachgefragt bei...Veronica Fusaro
| Lieblingsessen: Parmigiana mit ganz viel Sugo, also Tomatensauce |
| Lieblingsmusik: ehrliche Musik |
| Lieblingswort: schwerelos |
| Lieblingsort: Acri |
| Lieblingsmoment: Erst neulich, als ich nach zwei Wochen Pause wieder Gitarre gespielt und meine neuen Effekte ausprobiert habe. Plötzlich fühlte ich mich schwerelos, und alles machte wieder Sinn. |
Tour-Termine
04.10.2026 Berlin • Prachtwerk
05.10.2026 Hamburg • Hebebühne
06.10.2026 Rostock • Helgas Stadtpalast
07.10.2026 Leipzig • Naumanns
08.10.2026 Dresden • Blauer Salon
16.10.2026 Osnabrück • Kleine Freiheit
17.10.2026 Erfurt • Bandhaus
18.10.2026 Frankfurt • Nachtleben
01.12.2026 Unna • Lindenbrauerei
02.12.2026 Köln • Yard Club
03.12.2026 Lüneburg • Salon Hansen
04.12.2026 Wolfsburg • Hallenbad
12.12.2026 Lindau • Club Vaudevill
13.12.2026 Hallstadt • Kulturboden
Seit zwei Jahrzehnten journalistisch unterwegs – mit offenen Ohren, kritischem Blick und Freude an Sprache. Im Vogtland verwurzelt, weit darüber hinaus neugierig. Ihr Fokus liegt auf Kunst und Kultur sowie den Menschen dahinter. Unvoreingenommen im Gespräch, differenziert im Urteil, mit Gespür für Zwischentöne und der Freude daran, andere für Neues zu begeistern.
Veronica Fusaro: “Plötzlich fühle ich mich schwerelos und alles ergibt wieder Sinn.”

