Nachrichten VogtlandTränen, Tanz und pure Emotionen: Calum Scott verzaubert in der Arena Leipzig

alle Fotos & Video: Stephanie Rössel
Es ist seine Stimme, die sofort verfängt und selbst über die immer wieder ähnlichen Akkordfolgen hinwegträgt. Calum Scott verwandelte am Mittwochabend die Quarterback Immobilien Arena Leipzig in ein Meer aus Emotionen. Rund 4500 begeisterte Fans strömten in die Halle, um den britischen Popsänger bei seiner „The Avenoir Tour“ live zu erleben.

Von Beginn an setzte Scott auf große Gefühle. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und einer spürbaren Nähe zum Publikum schuf er eine Atmosphäre, die zwischen Gänsehautmomenten und ausgelassener Freude pendelte. Immer wieder wurde deutlich, weshalb der Sänger aus Großbritannien weltweit Millionen Menschen begeistert und mit seinen Songs Milliarden Streams erzielt.

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Nach den ersten Titeln verließ die Hälfte seiner sechsköpfigen Band die Bühne, um Platz für ein intimes Akustik-Set zu machen. Nur der Sänger, sein Pianist, sein Gitarrist und eine Cellistin blieben zurück. Diesen Abschnitt seiner Show nennt er „Crying Corner“ – und der Name ist Programm. Es sind die Minuten der Balladen, der persönlichen Geschichten und jener besonderen Konzertmomente, die die größte Stille in die Reihen bringen.

Mit Whitney Houston gemeinsam auf der Bühne

Wie der Brite erzählt und sich präsentiert, zeugt von einer bemerkenswerten Fannähe. Er spricht offen über persönliche Erfahrungen, sucht den direkten Kontakt und unterstreicht diese Verbundenheit, als er die Treppe der Bühne hinabsteigt und durch die Reihen läuft. Für viele Besucherinnen und Besucher dürfte genau das einer der emotionalsten Augenblicke des Abends gewesen sein.

Es ist eine Ausnahmestimme, die durch die Arena dringt und für musikalische Höhepunkte sorgt. Dazu zählt auch seine Interpretation von „I Wanna Dance With Somebody“, bei der Whitney Houston eingespielt wird und die Künstlerin selbst auch auf der Bühne zu sehen ist – natürlich nur virtuell.

Doch nicht nur die ruhigen Töne prägen das Konzert in Leipzig. Im Laufe des Abends zuckte es vielen Fans zunehmend in den Beinen. Auf den unbestuhlten Flächen wurde getanzt, mitgesungen und gefeiert. Die Stimmung wechselte mühelos von nachdenklich zu euphorisch.

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Der Künstler ist ein echtes Streaming-Phänomen mit Milliarden Klicks. Und trotzdem gelingt es Calum Scott sein Publikum für zwei Stunden abtauchen zu lassen und die Welt außerhalb der Konzerthalle für einen Augenblick auszublenden.

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Seit zwei Jahrzehnten journalistisch unterwegs – mit offenen Ohren, kritischem Blick und Freude an Sprache. Im Vogtland verwurzelt, weit darüber hinaus neugierig. Ihr Fokus liegt auf Kunst und Kultur sowie den Menschen dahinter. Unvoreingenommen im Gespräch, differenziert im Urteil, mit Gespür für Zwischentöne und der Freude daran, andere für Neues zu begeistern.

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