Nachrichten VogtlandProjektwoche der TRIAS Schulen: Zwischen Pinselstrich, Bewegung und gelebter Geschichte

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Farben, Bewegung und starke Gefühle statt Tafel und Schulbuch. Mit einem außergewöhnlichen Expressionism-Projekt haben Schülerinnen und Schüler der TRIAS Schulen Elsterberg den Unterricht in der vergangenen Woche kurzerhand nach draußen verlegt.

Die Klassen 8a, 8b und 8g verlagerten das Lernen an verschiedene Orte, darunter das Vogtlandmuseum in Plauen. Diese Form des Unterrichts ermöglichte es, sich intensiv und praxisnah mit künstlerischen Prozessen auseinanderzusetzen.

Zu Beginn der Woche stand eine fundierte Einführung in die Kunstrichtung des Expressionismus. Dabei wurde vermittelt, dass der Expressionismus vor allem darauf abzielt, persönliche Gefühle, subjektive Wahrnehmungen und individuelle Erfahrungen künstlerisch sichtbar zu machen. Zur Seite standen Uwe Fischer (Museumspädagoge Vogtlandmuseum), Franziska Waldmann (Museumspädagogin Fabrik der Fäden), Bianca Hallebach (Workshopleiterin “Kunst”) und Jörg Simmat (Workshopleiter “Darstellendes Spiel”). Im Anschluss daran arbeiteten die Jugendlichen in Gruppen und setzten sich aktiv mit unterschiedlichen kreativen Ausdrucksformen auseinander.

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Kreative Praxis: Kunst, Tanz und Schauspiel im Fokus

Ein wesentlicher Bestandteil war die praktische Umsetzung. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten eigene Werke, bei denen sie gezielt Farben und Formen einsetzten, um Emotionen auszudrücken. Darüber hinaus spielte die Verbindung von Bewegung und Darstellung eine Rolle. Im Bereich Tanz und Schauspiel entwickelten die Teilnehmenden eigene Choreografien und inszenierten Szenen, die ihre künstlerischen Ideen widerspiegelten. Kunst wurde mit Musik und historischen Themen kombiniert, wodurch ein interdisziplinärer Zugang entstand.

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“Ich habe mir speziell die Codierung der Farben als Thema gewählt und habe diese progressive Zeit nahe gebracht. Also wie man zum Beispiel eben eine blaue Katze erklären kann. Also, dass diese Farben für ganz andere Charaktereigenschaften stehen, als man es vordergründig sieht und danach kann man Bilder ganz anders verstehen, als es bis dahin der Fall war”, sagt Bianca Hallebach.

Neben den kreativen Aspekten erhielten die Jugendlichen auch Einblicke in die Industrialisierung. Dabei wurde deutlich, wie eng Kunst und geschichtliche Entwicklungen miteinander verbunden sind. Durch diese Verbindung von Theorie und Praxis sei das Lernen als deutlich zugänglicher und motivierender empfunden worden als im herkömmlichen Unterricht, resümiert die Kunstlehrerin aller drei Klassen, Sabrina Eichhorn, die die Teilnahme organisiert hat.

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