Nachrichten VogtlandMobiler Designerflügel aus Dubai und Berlin: Wie Richard Wagner das Reisen für Pianisten revolutionierte

Es gibt Geschichten, die in keinem Drehbuch besser geschrieben sein könnte. Diese hier beginnt mit einem Wunsch. Ein Komponist aus der arabischen Welt betritt ein Architekturbüro in Dubai. Kein gewöhnlicher Kunde, keine gewöhnliche Anfrage. Der Komponist und Produzent wollte auf seinen weltweiten Konzerten so mobil wie möglich bleiben und stets einen stylisch modernen Digitalflügel dabei haben.

Das Instrument sollte nicht nur die hohen musikalischen und funktionalen Ansprüche erfüllen, sondern insbesondere ein neues modernes Flügeldesign haben. Ein Instrument, das ihn begleitet und maximale Freiheit lässt – über Kontinente, Bühnen und Nächte hinweg. Und so beginnt etwas, das sich nicht planen lässt wie ein Gebäude. Sondern wächst wie eine Melodie.

Wenn Design auf Sehnsucht trifft

Der Architekt Richard Wagner hörte zu. Wirklich zu. Zwischen den Worten des Komponisten lag mehr als nur Funktion – es ging um Identität, um Ausdruck, etwas das nicht nur klingt, sondern wirkt. Wo andere technische Lösungen gesucht hätten, begann Wagner zu entwerfen wie ein Pianist komponiert: mit Gefühl für Raum, Rhythmus und Reduktion. Wochenlang tüftelte er. Linien wurden verworfen, Formen neu gedacht.

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Die Geburt eines reisenden Flügels

Die Antwort kam nicht plötzlich – sie setzte sich zusammen. Teil für Teil. Genau sieben. Ein Flügel zum Zusammenbauen. Werkzeuglos. Klar. Präzise. Fast wie ein Ritual vor dem Konzert. Der Bausatz wurde zum Herzstück des Projekts. Jeder Korpus – handgefertigt aus Holz – erzählt von Handwerkskunst, von Struktur und Stabilität und gleichzeitig von Leichtigkeit mit nur 42 Kilogramm. Ein Bruch mit der Schwere traditioneller Konzertflügel.

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Zwischen Dubai und Deutschland: Eine Idee wird Realität

Nach vielfältigen Bemühungen in Dubai ein Unternehmen zur Umsetzung des Projektes zu finden, ergab sich ein Kontakt zu einem deutschen Handwerksbetrieb. Gleichzeitig wurde das einzigartige Know-how als deutsches Patent angemeldet, bestätigt und hat vom Bundesministerium Forschung & Entwicklung ein Siegel für Innovationskompetenz erhalten.

Ob auf einem Kreuzfahrtschiff, in einem Hotel, auf einer Open-Air-Bühne oder in einem kleinen Café – dieser Flügel verändert den Raum. Nicht nur akustisch, sondern visuell. Er hebt das Digitalpiano aus seiner Funktionalität heraus und gibt ihm eine Bühne.

Vogtland, Bühne, Licht – und ein letzter Schliff

An diesem Wochenende wird diese Geschichte weitergeschrieben. Im Vogtland. Bei den Konzerten von Mark Keller mit der Vogtland Philharmonie sitzen die Queenz of Piano als Gäste der Show genau an diesen Wagner ePianos. Zwei Pianistinnen. Zwei Flügel. Keine Transportprobleme. Keine Schwierigkeiten und Platzprobleme mit zwei großen Instrumenten.

Und irgendwo im Hintergrund: Regine Wagner. Die Mutter des Erfinders. Sie reist extra an aus Berlin. Mit einem Tuch. Mit spezieller Politur. Mit einem Blick für Details, die im Scheinwerferlicht den Unterschied machen. Sie ist Ansprechpartnerin am Firmensitz in der Hauptstadt und spricht regelrecht liebevoll von den mobilen Flügeln.

Neben schwarzen Modellen in Hochglanz und seidenmatt, gibt es auch weiße und einen in Rot. der hatte zuletzt einen “Auftritt” beim Dresdner SemperOpernball und wurde dort ebenfalls von den Queenz of Piano gespielt.

Musikerinnen und Musiker, die sich dafür interessieren, erfahren hier mehr: https://www.wagnerepiano.com

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