Mit dem 7. Philharmonischen Konzert erwartet das Publikum im Vogtlandtheater ein außergewöhnlicher Konzertabend. Unter dem Titel „Schumann und seine Dichter“ widmen sich die Clara-Schumann-Philharmoniker am Mittwoch, 3. Juni, ab 19.30 Uhr den selten gespielten Werken des Komponisten Robert Schumann. Es ist das letzte Philharmonische Konzert der laufenden Spielzeit und zugleich der letzte Auftritt von Generalmusikdirektor Leo Siberski in dieser Funktion.
Neben den Clara-Schumann-Philharmonikern unter der Leitung von Leo Siberski stehen zahlreiche Solistinnen und Solisten verschiedener Sparten auf der Bühne. Schauspieler Daniel Koch übernimmt die Sprecherrolle. Außerdem dürfen sich Besucher auf ein Wiedersehen mit dem beliebten Bariton Sebastian Seitz freuen.
Mit Emil Greiter tritt zudem der Gewinner des vergangenen Schumann-Wettbewerbs auf. Ergänzt wird das Ensemble durch Natalia Willot (Sopran), Henriette Gödde (Alt) sowie Wonjong Lee (Tenor). Unterstützt werden die Künstler vom Domchor St. Marien Zwickau. Aufgeführt werden die beiden Werke „Manfred. Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen nach Lord Byron“ sowie „Szenen aus Goethes Faust“ von Robert Schumann.
Schumann und seine Dichter: Literatur spielte für Robert Schumann eine große Rolle
Der Schumann war eng mit der Literatur verbunden. Aufgewachsen zwischen Büchern in der Buchhandlung seines Vaters in Zwickau, entwickelte er schon früh eine große Begeisterung für Dichtung und Sprache. Bereits in jungen Jahren schrieb er eigene Gedichte und beschäftigte sich intensiv mit Nachdichtungen antiker Autoren. Gemeinsam mit Freunden gründete er 1825 sogar einen „Litterarischen Verein“, der sich der gemeinsamen Lektüre und dem Austausch über Literatur widmete. Genau diese literarische Seite des Komponisten rückt das Konzertprogramm in den Mittelpunkt.
Das Konzertprogramm nimmt zugleich Bezug auf das aktuelle Spielzeit-Motto des Hauses. Mit den „Szenen aus Goethes Faust“ wird Goethes berühmtes Werk in den Abend eingebunden. Mehrere Faust-Szenen werden im Konzert zu hören sein und durch erläuternde Texte miteinander verbunden.
Robert Schumanns „Manfred“ entstand aus tiefer Begeisterung für Lord Byron
Bereits 1817 erschien Lord Byrons Drama „Manfred“. Robert Schumann begegnete dem Werk während seiner Studienzeit und zeigte sich tief beeindruckt davon. 1821 veröffentlichte Schumanns Vater das Drama in deutscher Übersetzung von Julius Körner. Im Jahr 1848 griff Schumann erneut zu dem Werk – diesmal in einer Übersetzung von Karl Adolf Suckow – und begann erste musikalische Skizzen zur Vertonung. Clara Schumann schrieb später, Robert habe „sich das Gedicht nach seinen Gedanken arrangiert, um es für die Bühne wirksam zu machen“. Die Ouvertüre wurde im März 1852 unter Leitung des Komponisten in Leipzig uraufgeführt. Das vollständige Werk erklang erstmals im Juni desselben Jahres in Weimar unter der Leitung von Franz Liszt.
Konzertdetails im Überblick
7. Philharmonisches Konzert – Schumann und seine Dichter
Robert Schumann: „Manfred. Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen nach Lord Byron“ op. 115
Robert Schumann: „Szenen aus Goethes Faust“ WoO 3
Mittwoch, 3. Juni, 19.30 Uhr
Vogtlandtheater
19.00 Uhr Einführung
Weitere Informationen unter
Theater Plauen Zwickau

Redaktion
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Schumann und seine Dichter: Klanggewaltiges Philharmonisches Konzert im Vogtlandtheater
