Nachrichten VogtlandHochwasserschutz in Hof: Neue Schutzwände im Test – diese Straßen sind heute Abend gesperrt

Wie schnell lassen sich gefährdete Bereiche bei Starkregen schützen? Das erprobt die Stadt Hof heute Abend (Donnerstag, 24. September 2026) von 19 bis 21 Uhr. Bei einer Hochwasserschutzübung rund um die Fabrikzeile und die Heiligengrabstraße werden neue mobile Schutzwände getestet. Für Anwohner und Autofahrer bedeutet das: zeitweise Straßensperrungen und vorab eingerichtete Parkverbotszonen.

Während der Übung kommt es zwischen 19 und 21 Uhr zu einer Vollsperrung im Kreuzungsbereich von Fabrikzeile, Lindenstraße und Heiligengrabstraße. Anlieger können bis an den gesperrten Bereich heranfahren. Die Zufahrt zum HofTEX-Gelände und zur ARAL-Tankstelle bleibt aus Richtung Pestalozziplatz möglich. Der übrige Verkehr wird über die Christoph-Klauß-Straße umgeleitet.

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Laut Sperrplan wird auf die Verkehrsänderungen bereits an folgenden Stellen hingewiesen:

  • Fabrikzeile: ab der Ottostraße; die Anfahrt bleibt für Anlieger bis zur ARAL-Tankstelle möglich.
  • Heiligengrabstraße: ab der Kreuzung an der Michaelisbrücke; Anlieger können bis zur Vollsperrung fahren.
  • Lindenstraße: ab der Jakob-Schlemmer-Straße; auch hier bleibt die Zufahrt für Anlieger bis zum Sperrbereich frei.

Je nach Übungsfortschritt ist ein weiterer Einsatz auf der Leimitzer Straße zwischen Leimitzbachweg und Bühlstraße vorgesehen. Auch dort ist dann mit einer Vollsperrung zu rechnen. Der zugehörige Plan weist darauf hin, dass die Sperrung bereits ab der Einmündung Bühlstraße gilt.

Parkverbote beachten: Abschleppen möglich

Die Stadt richtet die notwendigen Parkverbotszonen bereits im Vorfeld ein und bittet dringend darum, die Beschilderung zu beachten. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge, die den Übungsablauf behindern, müssen im schlimmsten Fall abgeschleppt werden.

Hochwasserschutz in Hof: Mobile Wände sollen gefährdete Bereiche sichern

Im Mittelpunkt des Testlaufs stehen mobile Hochwasserschutzwände, die Hof bereits 2025 beschafft hat. Sie sollen künftig an gefährdeten Stellen im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden, wenn Wasser oberflächlich abfließt – beispielsweise nach Starkregen oder bei Überflutungen durch die Kanalisation.

Für die Übung wurde bewusst ein Teil des Einzugsgebiets des Leimitzbachs ausgewählt. Der Bach war beim großen Hochwasser 2021 erheblich über die Ufer getreten. Nun soll sich zeigen, wie sich die Schutzwände vor Ort einsetzen lassen, welche Grenzen sie haben und wie die Abläufe im Ernstfall koordiniert werden können. Geprüft wird außerdem, welcher Standort geeignet ist, um Oberflächenwasser mithilfe der mobilen Schutzbarriere in Richtung Saale zu leiten.

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Kleine Bäche, kurze Vorwarnzeit

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Einsatzabläufe an sogenannten Gewässern III. Ordnung. Gerade an kleinen Bächen und Zuflüssen bleibt bei drohendem Hochwasser häufig wenig Zeit zum Handeln. Nach Angaben der Stadt kann eine Reaktion innerhalb von weniger als einer Stunde erforderlich sein. In diesem kurzen Zeitfenster müssen Einsatzmittel bereitstehen, Verkehrswege gesperrt und Schutzmaßnahmen aufeinander abgestimmt werden. Die Übung soll zeigen, wie sich diese logistische Herausforderung bewältigen lässt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weiteren Schutzplanungen der Stadt ein. Die mobilen Wände sind Teil eines umfassenderen Vorhabens. Gemeinsam mit baulichen Maßnahmen und Überlegungen zur Entwicklung Hofs zur Schwammstadt sollen sie ein neues Hochwasserschutzkonzept bilden. Beim Schwammstadt-Prinzip geht es darum, Regenwasser stärker vor Ort aufzunehmen, zu speichern und zeitverzögert abzugeben.

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