Mehr Sicherheit vor den Schulen, zusätzliche Spielmöglichkeiten und modernisierte Freizeitangebote: In Plauen Haselbrunn und im Dobenauareal stehen Veränderungen an, die Familien, Schulkindern und Anwohnern direkt zugutekommen sollen. Neben der Neugestaltung des Rückertplatzes werden Schulgebäude saniert, die Freizeitanlage Syratal erneuert und zusätzliche Grünflächen geschaffen. Was geplant ist und wann die Arbeiten abgeschlossen sein sollen – ein Überblick.
Für die Entwicklung des Fördergebiets stehen im Zeitraum von 2021 bis 2027 insgesamt rund 15,2 Millionen Euro bereit. Nach Angaben der Stadt müssen die Maßnahmen des aktuellen Förderprogramms bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Plauen Haselbrunn: Tempo 30 und sicherere Wege am Rückertplatz
Am Rückertplatz sollen Kinder künftig sicherer zwischen Schule, Park und Spielplatz unterwegs sein. Dafür wird die Rückertstraße umgestaltet: Geplant sind eine schmalere Fahrbahn, mehr Platz für Fußgänger und großzügigere Bereiche vor den Schuleingängen. Hinzu kommen angehobene Kreuzungsbereiche, ein zusätzlicher Fußgängerüberweg zwischen Schulen und Platz sowie eine ganztägige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
Ein neuer Parkweg soll die Friedrich-Rückert-Grundschule und die Rückert-Oberschule mit dem Spielplatz und dem Schulgarten verbinden. Entlang dieser Strecke entstehen Aufenthalts- und Bewegungsangebote insbesondere für Jugendliche. Bei der Ausstattung fließen Ergebnisse einer Schülerbefragung ein.
Der bestehende Spielplatz wird ebenfalls weiterentwickelt. Vorhandene Geräte bleiben erhalten und werden teilweise neu angeordnet. Ergänzend sind Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Kinder bis etwa zwölf Jahre sowie Angebote für Kleinkinder vorgesehen. Neue Staudenpflanzungen an den Platzecken ergänzen die Gestaltung. Mit dem Spatenstich gestern Nachmittag haben die Arbeiten offiziell begonnen. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2027 geplant. Investiert werden rund 835.000 Euro.
Rückert-Oberschule bekommt modernisierte Räume und neue Haustechnik
An der denkmalgeschützten Oberschule Friedrich Rückert läuft seit April 2026 der erste Sanierungsabschnitt. Für Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte bringt das Vorhaben mehrere konkrete Verbesserungen: Die Sanitäranlagen werden erneuert, ein barrierefreies WC kommt hinzu.
Im gesamten dritten Obergeschoss sind neue Fußböden, Innentüren und abgehängte Decken zur Verbesserung der Raumakustik vorgesehen. Auch die Elektrik wird erneuert und die Brandmeldeanlage auf den aktuellen Stand gebracht. Im Keller entstehen Büroräume für externe Schulmitarbeiter.
Dach, Fassade und Fenster werden energetisch ertüchtigt. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Pufferspeicher soll künftig als Hauptheizung dienen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert künftig Strom für den Eigenverbrauch. Insgesamt sind für diesen Bauabschnitt rund 6,5 Millionen Euro eingeplant.

Rückert-Hort: modernere Räume und ein zweiter Rettungsweg
Auch der Rückert-Hort wird saniert. Das vergleichsweise kleine Gebäude verbrauchte bislang pro Quadratmeter im Schnitt fast doppelt so viel Wärme wie die Grund- und Oberschule. Die energetische Sanierung soll den Verbrauch und die Kosten senken.
Zugleich werden die Räume für die Kinder modernisiert. Ein zweiter Rettungsweg soll die sichere und uneingeschränkte Nutzung des Obergeschosses ermöglichen. Der Abschluss ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Die Stadt nennt geplante Gesamtausgaben von rund 347.000 Euro.
Schulgarten wird zum Lern- und Erholungsort
Für die Kinder der Grundschule Friedrich Rückert wird außerdem der Schulgarten neu gestaltet. Er hat in den vergangenen Jahren an Struktur und Nutzbarkeit verloren. Von März bis August 2027 soll daraus wieder ein gut nutzbarer Ort zum Pflanzen, Beobachten und gemeinsamen Lernen werden.
Die Kinder können dort ökologische Zusammenhänge kennenlernen und Verantwortung für Pflanzen übernehmen. Gleichzeitig soll der Garten Platz für Bewegung, Ruhe und Erholung außerhalb des Klassenzimmers bieten. Die Planung wird eng mit der Grundschule abgestimmt. Dafür stehen rund 156.000 Euro bereit.
Freizeitanlage Syratal: Spielplatz, Parkeisenbahn und Toiletten werden erneuert
In der Freizeitanlage Syratal werden mehrere Bereiche modernisiert. Vorgesehen sind die Sanierung des Bahnhofsgebäudes und des Lokschuppens sowie eine neue Toilettenanlage. Auch das Bahnhofsumfeld, die Festwiese und der Spielplatz werden aufgewertet.
An der Parkeisenbahn stehen die Sanierung der Bahnbrücke und der Austausch maroder Bahnschwellen an. Das Bahnhofsgebäude erhält zudem eine Photovoltaikanlage. Für die Arbeiten sind rund 1,73 Millionen Euro vorgesehen. Sie sollen voraussichtlich im Dezember 2027 abgeschlossen sein.
Zusätzlich wird ein vorhandener Weg von der Dobenaustraße entlang der Freizeitanlage bis zum Anschluss an die Hainstraße in Richtung Stadtpark als Geh- und Radweg neu gestaltet. Dieses Vorhaben befindet sich derzeit in der Planung.
Markuskirchplatz soll bis Ende 2026 aufgewertet sein
Der rund 9600 Quadratmeter große Markuskirchplatz wird saniert und als Ort für Freizeit und Begegnung weiterentwickelt. Dabei soll der historische Charakter des denkmalgeschützten Platzes erhalten bleiben.
Für die Menschen im Viertel sind mehr Aufenthaltsqualität und neue Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten vorgesehen. Nach dem aktuellen Zeitplan sollen die Arbeiten voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein. Die angegebenen Gesamtkosten liegen bei rund 488.000 Euro.
An der Herderstraße, der Max-Planck-Straße und der Dobenaustraße entstehen Klimainseln. Gepflanzt werden Bäume, Sträucher und Stauden, die Hitze und Trockenheit gut vertragen. Die zusätzlichen Grünflächen sollen einer starken Aufheizung dieser Bereiche entgegenwirken und das Stadtklima verbessern. Für die Maßnahme sind insgesamt rund 80.000 Euro vorgesehen. Bis November 2027 sollen alle Pflanzungen abgeschlossen sein.
Im Markuskeller sind die Arbeiten bereits fertig. Das Begegnungszentrum hat eine grundlegend erneuerte Küche, zwei modernisierte Nebenräume und einen Ausgabetresen erhalten. Ein digitales Schließsystem ermöglicht die gesicherte Nutzung durch verschiedene Gruppen. Am Hauptzugang des Kinder- und Jugendzentrums wurde eine automatische Schiebetür eingebaut, die historische Außentür aufgearbeitet. Ergänzende Zäune und Toranlagen sichern das Gelände an der Ost- und Westseite. Träger des Vorhabens ist die Evangelisch-Lutherische Markus-Paulus-Kirchgemeinde Plauen. Die Gesamtausgaben betragen rund 197.000 Euro.
Die Finanzierung der Vorhaben erfolgt überwiegend über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, ergänzt durch das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sowie städtische Eigenmittel. Für weitere Maßnahmen in Haselbrunn hat die Stadt zusätzliche Fördermittel von etwa zehn Millionen Euro beantragt, die bis 2035 abschnittsweise eingesetzt werden sollen.
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Haselbrunn im Wandel: Wo Plauen saniert, begrünt und Platz für Freizeit schafft

