Nachrichten VogtlandGeschichtscamp 2026 in Plauen: Jugendliche erforschen DDR-Geschichte und Friedliche Revolution

Das Geschichtscamp rückt in diesem Jahr die Ereignisse der DDR-Zeit und die Friedliche Revolution in den Mittelpunkt. Jugendliche aus Sachsen und Baden-Württemberg erhalten dabei die Möglichkeit, sich intensiv mit historischen Entwicklungen, Protestbewegungen und persönlichen Schicksalen auseinanderzusetzen.

Im Fokus steht unter anderem der 7. Oktober 1989. Am 40. Jahrestag der DDR gingen in Plauen mehr als 15.000 Menschen friedlich auf die Straße. Damit fand in der Vogtlandstadt die erste Massendemonstration in einer Bezirkshauptstadt der DDR statt. Die Demonstrierenden forderten Freiheit und politische Reformen.

Dabei beschäftigt sich das Camp mit zentralen Fragen rund um die damaligen Ereignisse: Welche Grenz- und Alltagserfahrungen führten dazu, dass Menschen den Machtanspruch der DDR-Regierung infrage stellten? Welche Protestformen existierten bereits in den Jahren zuvor? Weshalb entlud sich der Widerstand gerade im Herbst 1989? Außerdem wird beleuchtet, wie die Staatssicherheit versuchte, die friedlichen Demonstrationen zu verhindern.

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Spannende Einblicke in die DDR-Geschichte beim Geschichtscamp Plauen 2026

Das Camp bietet traditionell vielfältige Möglichkeiten, historische Themen eigenständig zu erforschen. Zum Programm gehören unter anderem Einblicke in Stasi-Akten, Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Diskussionen mit Expertinnen und Experten.

Darüber hinaus besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer historische Orte in Plauen und Umgebung. Die gemeinsame intensive Beschäftigung mit der Geschichte der DDR soll zudem auf eigene schulische Projektarbeiten vorbereiten.

Diese Workshops erwarten die Teilnehmenden in Plauen

Die Jugendlichen können aus mehreren thematischen Workshops wählen, die unterschiedliche Aspekte der DDR-Geschichte beleuchten:

  • „Wir kommen wieder! Für Freiheit und Demokratie!“ – Die Friedliche Revolution Plauen
  • Folk, Freiheit und Jugendkultur – Die wilden Jahre des „Club Malzhaus“
  • Aktion „Ungeziefer“ – Das Leben im Sperrbezirk
  • Lernen für den Krieg? Handgranaten im Sportunterricht, Panzer in Mathe – Militarisierung im Klassenzimmer der DDR
  • (Spitzen)Mode und Konsum. Zwischen Aneignung, Überwachung und Export
  • Produzieren für den Kalten Krieg. Der Uranerzbergbau der SAG/SDAG Wismut Vogtland
  • „An ‚Recht‘ in der Deutschen Demokratischen Republik kann ich nicht mehr glauben.“ – Politische Haft DDR und ihre Folgen
  • „Das Vogtland grüßt den Zug der Freiheit“ – Die Wirkung der Prager Botschaftsflüchtlinge im Oktober 1989
Termin, Ort und Kosten des Geschichtscamps in Plauen

Das Geschichtscamp findet vom 21. bis 25. September 2026 in Plauen statt. Die Kosten für Anreise, Unterkunft und Verpflegung übernehmen das Sächsische Landesamt für Schule und Bildung, das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg sowie die Körber-Stiftung.

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 aus Sachsen und Baden-Württemberg, die sich besonders für die Geschichte der DDR interessieren.

Pro Schule dürfen in der Regel zwei Jugendliche teilnehmen. In Ausnahmefällen ist auch die Teilnahme von drei Schülerinnen beziehungsweise Schülern möglich. Die Zahl der Teilnehmenden ist auf jeweils 21 Jugendliche pro Bundesland begrenzt.

Bewerbung für das Geschichtscamp Plauen 2026 bis Juni möglich

Die Anmeldung für das Geschichtscamp ist online möglich. Bewerbungsschluss ist der 1. Juni 2026. Weitere Informationen und die Bewerbung gibt es unter: www.geschichtscamp.de

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