Im Weisbachscher Garten laufen derzeit umfassende Baum- und Gehölzpflegearbeiten. Im Auftrag der Stadt Plauen ist die Baumpflegefirma Kirsche aus Weischlitz vor Ort tätig. Ziel der aktuellen Maßnahmen ist es, den wertvollen Altbaumbestand von Totholz zu befreien sowie abgestorbene Gehölze fachgerecht zu roden.
Da große Teile des Gartens mit technischen Geräten wie Hebebühnen nur eingeschränkt erreichbar sind, setzt das Unternehmen auf speziell ausgebildete Baumkletterer. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine schonende und zugleich sichere Durchführung der Arbeiten innerhalb der historischen Anlage.
Baum- und Gehölzpflege als Vorbereitung für die Sanierung 2026
Die derzeitigen Eingriffe sind Teil vorbereitender Maßnahmen für eine umfassende Sanierung im kommenden Jahr. Die Pflege- und Rodungsarbeiten sollen planmäßig bis Ende Februar 2026 abgeschlossen sein.
Die Finanzierung übernimmt vollständig die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit der Hans-Leopold Hartenstein Stiftung. Insgesamt werden für diese vorbereitenden Arbeiten 25.344,05 Euro bereitgestellt. Damit ist die finanzielle Grundlage für die denkmalgerechte Entwicklung der Gartenanlage vollständig gesichert.
Gartendenkmal mit Geschichte und besonderer Bedeutung für Plauen
Der Weisbachsche Garten gilt als bedeutendes Gartendenkmal. Bis zum Jahr 2023 wurde die rund 4310 Quadratmeter große Anlage von Bernhard Weisbach gepflegt, erhalten und zu ausgewählten Anlässen, etwa am Tag des offenen Denkmals, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besucherinnen und Besucher konnten den Garten dabei im Rahmen fachkundiger Führungen eines Landschaftsarchitekten erleben.
Mit dem Übergang des Weisbachschen Hauses an die Stadt ging auch der Garten in kommunales Eigentum über. Damit eröffnete sich die Möglichkeit, die Anlage langfristig zu sichern und für eine breitere Nutzung weiterzuentwickeln.
Denkmalpflegerische Zielplanung schafft fachliche Grundlage
Bereits im Jahr 2024 wurde eine umfassende gartendenkmalpflegerische Zielplanung beauftragt. Auch dieses Gutachten wurde zu 100 Prozent von der Hans-Leopold Hartenstein Stiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finanziert.
Die Untersuchung beleuchtet die historische Entwicklung des Gartens, analysiert den aktuellen Zustand und formuliert konkrete Maßnahmen für eine denkmalgerechte Weiterentwicklung. Dabei wurden sowohl der Schutz der historischen Substanz als auch zukünftige Nutzungsanforderungen berücksichtigt.
Grit Roth von der Grünplanung erklärt: „Ziel ist der denkmalgerechte Erhalt, die Sicherung und die sensible Weiterentwicklung der Anlage unter Berücksichtigung ihrer funktionalen Vielschichtigkeit und gestalterischen Qualitäten. Der Privatgarten soll für Jedermann geöffnet werden, ohne dass dabei der romantische, idyllische und kleinteilige Charakter des Gartens verloren geht und er dennoch den veränderten Nutzungsansprüchen standhält.“
Aktuell wird die Objektplanung für die konkreten Umsetzungsmaßnahmen zur Revitalisierung des Gartens erarbeitet. Die eigentlichen Bau- und Gestaltungsarbeiten sind für das nächste Jahr vorgesehen. Geplant ist unter anderem die Instandsetzung des bestehenden Wegesystems sowie die Anlage eines Stauden- und Rosenbeets entlang der Bleichstraße. Die detaillierten Planungen dazu laufen derzeit, der Baubeginn ist für den Sommer angesetzt. Wenn alle Arbeiten planmäßig verlaufen, soll der Garten Anfang 2027 wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden.
Mehr dazu: Zwischen Mammutbaum und Kunstwerken: Weisbachscher Garten – eine faszinierende Welt

Redaktion
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Weisbachscher Garten in Plauen wird saniert: Die Baum- und Gehölzpflege hat nun begonnen
