Ein Besuch im Dudenmuseum Schleiz ermöglicht einen Blick in die historische Wirkungsstätte des berühmten Lexikographen und eröffnet zugleich Einblicke in bedeutende Kapitel der Stadtgeschichte. Es ist eine Spurensuche zur Entstehung des „Duden“ sowie die Entwicklung der deutschen Sprache.
Im historischen Gebäude des Rutheneums öffnet das Dudenmuseum in Schleiz jedes Jahr im März erneut seine Türen für Besucherinnen und Besucher. Das Museum widmet sich dem Leben und Wirken des Sprachwissenschaftlers Konrad Duden und macht zugleich regionale Geschichte erlebbar.
Ab sofort bis zum 30. Dezember sind die Türen geöffnet. Gäste erhalten die Möglichkeit, sich auf eine kulturhistorische Reise zu begeben, die die Entwicklung der deutschen Orthografie ebenso beleuchtet wie wichtige Kapitel der Stadtgeschichte.
Neben der Dauerausstellung wird in diesem Jahr eine neue Sonderausstellung präsentiert. Unter dem Titel DDR-Berufsausbildung widmet sich das Museum der damaligen Ausbildungspraxis am Beispiel der Stadt Schleiz. Damit erweitert das Museum seine bestehenden Präsentationen zur Bildungs- und Stadtgeschichte um einen weiteren regionalhistorischen Schwerpunkt.
Das Rutheneum als Erinnerungsort für den „Schleizer Duden“
Das Museum im Rutheneum befindet sich in einem historischen Gebäude, das früher als Gymnasium der Stadt genutzt wurde. Genau hier arbeitete Konrad Duden zwischen 1869 und 1876 als Direktor.
In dieser Zeit entwickelte der Sprachwissenschaftler grundlegende Ideen für sein später weltbekanntes Rechtschreibwörterbuch. Bereits 1872 veröffentlichte er in Leipzig sein Werk „Die deutsche Rechtschreibung“, das später als „Schleizer Duden“ bekannt wurde. Dieses Werk spielte eine entscheidende Rolle für die Vereinheitlichung der deutschen Orthografie und markiert einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der deutschen Rechtschreibung.
Die Dauerausstellung gibt Einblicke in Dudens Lebensweg, seine wissenschaftliche Arbeit und die Entstehung seines Wörterbuchs. Darüber hinaus greift das Museum regelmäßig heimatgeschichtliche Themen und Entwicklungen der Region auf und verbindet diese mit aktuellen Perspektiven.
Seit 2001 wird das Museum vom Geschichts- und Heimatverein Schleiz betreut. Eine engagierte ehrenamtliche Arbeitsgruppe organisiert Ausstellungen, Veranstaltungen sowie Führungen durch das Haus. Ziel der Vereinsarbeit ist es, sowohl das sprachgeschichtliche Erbe als auch die lokale Geschichte der Stadt lebendig zu halten.
Öffnungszeiten des Museums in Schleiz
Während der Saison ist das Museum geöffnet:
- Mittwoch: 15.00 – 17.00 Uhr
- Sonnabend: 15.00 – 17.00 Uhr
Regelmäßig finden Veranstaltungen statt. Der nächste Termin steht bereits fest:
Über die Entwicklung der Sprache in der Geschichte spricht Prof. Dr. Jäger von der Uni Jena. Der Vortrag ist geplant für den 19. März 2026, 19 Uhr, im AWZ am Löhmaer Weg 2 in Schleiz.
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Dudenmuseum Schleiz: Saisonstart im Rutheneum mit neuer Sonderausstellung

