ElsterperlenwegElsterperlenweg: 72 Kilometer im Vogtland könnten Deutschlands schönste Wanderroute werden

Wer einmal auf dem Weißen Kreuz über dem Elstertal gestanden hat, weiß: Manche Aussichten brauchen keine Erklärung. Der Blick auf die geschwungenen Hügel des Vogtlands, die schneidende Stille des Waldes darunter, die glänzende Schlaufe der Weißen Elster tief unten im Tal – das ist kein Prospektbild. Das ist der Elsterperlenweg® im Vogtland. Und genau diesen Wanderweg hat eine unabhängige Expertenjury unter 103 Bewerbungen aus ganz Deutschland ausgewählt und nominiert für „Deutschlands Schönsten Wanderweg 2026″ – jetzt darf das Publikum entscheiden.

Eine Nominierung, die etwas bedeutet

103 Wanderwege aus ganz Deutschland haben sich bei der Fachzeitschrift “Wandermagazin” beworben. Herausgekommen sind 20 Nominierte, aufgeteilt in zwei Kategorien: zehn Tagestouren und zehn Mehrtagestouren. Der Elsterperlenweg ist in der Kategorie Mehrtagestouren dabei.

Vier unabhängige Experten bewerten alle Einreichungen einzeln: Chefredakteur Thorsten Hoyer, Outdoor-Bloggerin Kathrin Heckmann alias „Fräulein Draußen”, Content Creator Simon Hegewald sowie eine jährlich rotierende Gastjurorin. Ergänzt werden sie durch regionale Sachverständige aus den Bundesländern. Dass der Elsterperlenweg dabei ist, ist laut Angaben des Tourismusverbands Vogtland e.V. ein Beleg für die konsequente Qualitätsarbeit der vergangenen Jahre.

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Was den Elsterperlenweg ausmacht

Der 72 Kilometer lange Rundwanderweg, beginnt und endet in Greiz. Er zieht auf beiden Seiten der Weißen Elster durch das Thüringer Vogtland: von Greiz über Neumühle/Elster nach Wünschendorf im Norden, zurück über Berga/Elster. Die Route ist in bis zu sechs Etappen einteilbar – ein Vorteil, der ihn auch für weniger erfahrene Langstreckenwanderer zugänglich macht. Vier Bahnhöfe liegen direkt am Weg: Greiz, Neumühle/Elster, Berga/Elster und Wünschendorf. Wer möchte, kann jeden Abend mit dem Zug nach Hause fahren und am nächsten Morgen wieder einsteigen.

Über den Elsterperlenweg:

Länge: 72 km | Rundkurs | Start und Ziel: Greiz (Thüringen)
Etappen: 2 bis 6, flexibel einteilbar
Schwierigkeitsgrad: moderat, einzelne Abschnitte anspruchsvoll
Zertifizierung: Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
Weitere Infos: www.vogtland-tourismus.de

Der Weg ist kein Spaziergang. Abschnitte wie die Rüßdorfer Alpen – schmale Pfade über steile, felsige Hänge – oder der Zehnmarkweg mit seinen freistehenden Kanten verlangen Trittsicherheit und Aufmerksamkeit. Was dafür geboten wird: die Teufelskanzel mit ihrem dramatischen Panorama, der Weiberstein, der Silberberg, das Weiße Kreuz – Aussichtspunkte, an denen man versteht, warum der Name „Perlenweg” nicht übertrieben ist. Wie auf einer Perlenkette, wie es die Beschreibung des Qualitätswegs selbst formuliert, reihen sich Naturerlebnisse und Kulturdenkmäler aneinander.

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Greiz selbst ist dabei weit mehr als ein Ausgangspunkt. Die ehemalige Residenzstadt der Fürsten von Reuß trägt seit jeher den Beinamen „Perle des Vogtlands” – mit Unterem und Oberem Schloss, dem Sommerpalais und dem Fürstlich Greizer Park, einem der bedeutendsten Landschaftsparks Deutschlands und seit 2009 Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Am nördlichen Wendepunkt des Weges wartet eine tausendjährige St.-Veitskirche, das Kloster Mildenfurt und eine 225 Jahre alte überdachte Holzbrücke in Wünschendorf. Dazwischen: die noch betriebene Clodramühle, das Bauernmuseum Nitschareuth und das Elsterwehr bei Neumühle.

Qualitätsweg aus Überzeugung, nicht aus Zufall

Der Elsterperlenweg trägt das Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland” – eine Zertifizierung des Deutschen Wanderverbands, die strenge Maßstäbe anlegt: an die Wegführung, die Beschilderung (1.700 Markierungen und 450 Hinweisschilder entlang der Strecke), die Erlebnisqualität und die touristische Infrastruktur. Dass der Weg nun bundesweit in der engsten Auswahl steht, ist also kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit des Tourismusverbands Vogtland und der beteiligten Kommunen.

Sachsen und Thüringen sind in der aktuellen Nominierungsrunde mit zwei Wegen vertreten: neben dem Elsterperlenweg auch der Oberlausitzer Bergweg. Beide kämpfen in der Kategorie der Mehrtagestouren.

Die Publikumswahl läuft bis zum 30. Juni 2026. Abgestimmt wird ausschließlich online im „Wahlstudio” des Wandermagazins. Wer mitmachen möchte, registriert sich kurz, gibt eine gültige E-Mail-Adresse an, bestätigt die Abstimmung per Link und wählt seinen Favoriten. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Gewinnspielteilnahme ist an die Abstimmung gekoppelt. Die Gewinner werden im Juli 2026 bekanntgegeben.

INFO: Elsterperlenweg und die Publikumswahl 2026 auf einen Blick

Wettbewerb: „Deutschlands Schönster Wanderweg 2026″ – Publikumswahl des wander magazins, 20. Jubiläumsauflage
Nominierungsfeld: 20 Wege aus 103 Bewerbungen (je 10 Tagestouren / Mehrtagestouren)
Kategorie Elsterperlenweg: Mehrtagestouren
Abstimmungszeitraum: 2. März bis 30. Juni 2026
Bekanntgabe der Sieger: Juli 2026
Abstimmen unter: www.wandermagazin.de/wahlstudio

Ob der Elsterperlenweg am Ende den Titel „Deutschlands Schönster Wanderweg 2026″ holt, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Jede Stimme zählt also bis zum 30. Juni unter www.wandermagazin.de/wahlstudio – und es dauert keine drei Minuten.

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Nach 20 Jahren Krieg, Krise und dem großen Ganzen journalistisch in das beschauliche Vogtland gewechselt. Ein Momentesammler und Geschichtenerzähler. Neugierig, nahe an den Menschen und manchmal ein bisschen frech. :) Autorenprofil/Vita

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