Sie wirbelt Glaskugeln durch die Luft, beugt sich von Stelzen herab. Sie ist Harlekina, Dame im Jugendstil oder einfach eine Elfe, die, wo immer sie auftaucht, eine Faszination auf Menschen ausübt. Beatrice Baumann erschafft Mystisches.
Künstlerischer Werdegang und Inspiration
„Mein formales und autodidaktisches Training in Kampfkunst, Tanz, Bewegung und Jonglage begann im Alter von zwölf Jahren und entwickelt sich ständig kreativ und spielerisch weiter“, beschreibt sie selbst etwas, was sich eigentlich nur schwer in Worte fassen lässt.
Die gebürtige Zwickauerin absolvierte Ausbildungen in Kosmetik, Gestaltung, Bühnenbild, Puppenbau und Animationsfilm. Immer wieder neu fasziniert von Dingen, wuchs jedes Mal auch das Interesse und die Neugier. Sie lernte in Dresden und in England, sammelte Erfahrungen in Prag und Potsdam. Sie entwickelt Bühnenbilder und baut Puppen. Sie fertigt Kostüme für andere und wurde irgendwann dadurch sozusagen selbst auf die Bühne geschubst.
Von der Puppenbauerin zur Performance-Künstlerin
Beatrice Baumann erlernte das Jonglieren. Sie trainierte Stelzenlauf und haucht Puppen, die sie baut, auch selbst Leben ein.
Das Puppentheater des Theaters Altenburg-Gera eröffnet in diesem Jahr wieder. In Sachen Ausstattung gibt es für sie dort als Puppenbauerin viel zu tun. Für die Weihnachtszeit 2025 sei schon etwas ganz Besonderes geplant. Sie mag die Arbeit dort. Schwärmt vom Team und den Ideen der Regie.
Vom Schulterdrache bis zu einem zwei mal zwei Meter großen Exemplar waren auch in der Vergangenheit ihrem Können und ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Beatrice Baumann live erleben
Doch auch als eine ihrer selbst kreierten Kunstfiguren wird sie in diesem Jahr wieder auf verschiedenen Veranstaltungen, Mittelaltermärkten und Festivals zu erleben sein.
Als Harlekina mit ihrem Minime beispielsweise zieht sie die Blicke auf sich. Oder wenn sich das Funkeln der Sonne in ihrem Kostüm verfängt und sie Glaskugeln tanzen lässt. Die Kontaktjonglage wurde im Übrigen durch Kelvin Kalvus auch der breiteren Masse erst bekannt.
Wenn Beatrice Baumann in ihre Rollen schlüpft oder diese entwickelt, dann steckt da immer etwas von ihr selbst drin, was sich in der Form einen Weg nach außen sucht. Trotzdem versuche sie, jeder Figur Platz zu geben, sich zu entwickeln. „Man ist selbst ja nur das Medium. Das ist ein ständiges Lernen und Weiterentwickeln. Dabei spielen natürlich auch die Reaktionen der Menschen immer eine große Rolle“, sagt sie.

Interaktion mit dem Publikum
Je nachdem, wo sie auftritt, kann das unterschiedlich sein. Manchmal sei sie einfach eine Art Unterhaltung. Gerne tritt sie aber auch in Interaktion: „Grundsätzlich möchte ich den Menschen schöne Momente bringen.“
So wird es in diesem Jahr wohl auch beim Festival-Mediaval sein. Mit welchem Kostüm die Sächsin dort fasziniert, wird noch nicht verraten. Doch Augen aufhalten lohnt sich in jedem Fall.
Nachgefragt bei…Beatrice Baumann
Lieblingsessen: Sushi |
Lieblingsmusik: Mittelalter/Neo-Romantik |
Lieblingswort: / |
Lieblingsort: Wald |
Lieblingsmoment: …viele beim Festival-Mediaval |
Mehr über Beatrice Baumann HIER. Mehr zum Festival-Mediaval HIER.
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