Susanne Kreher kehrt von den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo mit zwei Silbermedaillen nach Deutschland zurück. Die Skeletonpilotin aus dem Erzgebirge gehört damit zu den erfolgreichsten deutschen Athletinnen dieser Spiele. Kreher wurde am 20. Dezember 1998 in Annaberg-Buchholz geboren und wuchs im erzgebirgischen Bärenstein auf. Ihr sportlicher Weg führte sie über die Bahn in Altenberg bis auf das olympische Podium.

Infobox: Susanne Kreher bei Olympia 2026
Name: Susanne Kreher
Geboren: 20. Dezember 1998, Annaberg-Buchholz
Herkunft: Bärenstein (Erzgebirge)
Sportart: Skeleton
Verein: DSC Dresden
Olympische Wettbewerbe: Frauen-Einzel, Mixed Team
Instagram: https://www.instagram.com/su_krhr/
Ergebnisse bei Olympia (MEZ):
Skeleton Frauen-Einzel
Samstag, 14. Februar 2026
2. Platz – Silbermedaille
Skeleton Mixed Team (mit Axel Jungk)
Sonntag, 15. Februar 2026
2. Platz – Silbermedaille
Frühe Jahre und Einstieg in den Skeleton
Ihre sportliche Laufbahn begann nicht im Eiskanal, sondern auf der Laufbahn. Als Jugendliche war sie Leichtathletin und lief unter anderem die 400 Meter. Mit 16 Jahren wechselte sie schließlich zum Skeleton und schloss sich dem BSC Sachsen Oberbärenburg an. Dort trainierte sie unter Landestrainer David Friedrich auf der Bahn in Altenberg und entwickelte sich Schritt für Schritt zur internationalen Athletin.
Im Nachwuchsbereich gehörte Kreher bald zu den stärksten deutschen Athletinnen. Sie arbeitete sich über den Europa- und Intercontinentalcup in Richtung Weltspitze vor und sammelte internationale Podestplätze.
Schritt in den Weltcup
Nach ihren Erfolgen im Nachwuchsbereich schaffte Kreher den Sprung in den Weltcup. Dort entwickelte sie sich zu einer konstanten Starterin im deutschen Team. Ihr Weltcupdebüt gab sie im Januar 2020.
Mit stabilen Leistungen und Podestplätzen arbeitete sie sich in den folgenden Jahren in die nationale Spitze vor und sicherte sich schließlich das Ticket für die Olympische Winterspiele 2026.
Internationale Meisterschaften
Den größten Erfolg ihrer Karriere feierte sie bei den Weltmeisterschaften 2023 in St. Moritz. Dort gewann sie sowohl den Titel im Frauen-Einzel als auch im Mixed-Team-Wettbewerb und stieg damit endgültig in die Weltspitze des Skeletonsports auf. Zwei Jahre später bestätigte sie diese Entwicklung bei den Weltmeisterschaften 2025 in Lake Placid mit einem fünften Platz im Mixed-Team und Rang sechs im Einzel.
Auch im Weltcup zeigte sie in der Saison 2025/26 mehrere starke Resultate. Auf ihrer Heimbahn in Altenberg fuhr sie sowohl im Frauen-Einzel als auch im Mixed-Team aufs Podest, in St. Moritz gelang ihr ebenfalls ein zweiter Platz im Mixed-Wettbewerb. Weitere Top-Ten-Platzierungen in Sigulda, Cortina, Lillehammer und Winterberg unterstrichen ihre Konstanz auf internationalem Niveau.
Olympia 2026
Bei den Olympia Cortina-Wettbewerben im Skeleton Frauen-Einzel zeigte Kreher vier konstante Läufe und belegte am Ende den zweiten Platz. Damit gewann sie die Olympia Silber-Medaille. Nur einen Tag später folgte der nächste Erfolg. Im Mixed-Team-Wettbewerb startete sie gemeinsam mit Axel Jungk für Team Deutschland. Das Duo sicherte sich ebenfalls Rang zwei und damit die zweite Olympia Silber-Medaille.
Leben neben dem Leistungssport
Neben ihrer sportlichen Laufbahn ist Susanne Kreher Sportsoldatin der Bundeswehr und trägt den Dienstgrad Feldwebel. Sie gehört zur Sportfördergruppe in Frankenberg, über die ihre berufliche Absicherung organisiert ist.
Nach 20 Jahren Krieg, Krise und dem großen Ganzen journalistisch in das beschauliche Vogtland gewechselt. Ein Momentesammler und Geschichtenerzähler. Neugierig, nahe an den Menschen und manchmal ein bisschen frech. :) Autorenprofil/Vita
Olympia 2026 – unsere Athleten: Erzgebirgerin Susanne Kreher holt zweimal Silber im Eiskanal
