Nachrichten VogtlandHeidi Klums Grammy-Kleid: Vom roten Teppich direkt in meinen Warenkorb

Titelfoto: KI-generiert
Es gibt Momente im Internet, die sind größer als wir selbst. Die Mondlandung. Katzenvideos. Und natürlich: Heidi Klum bei den Grammy Awards in diesem Kleid. Ein Kleid, das polarisiert. Also nicht so „Oh, interessant“, sondern eher „Was sehe ich da gerade – und darf ich das gut finden?“. Twitter (sorry: X), Instagram, Kommentarspalten – alle waren sich einig – nun also eher uneinig. Mission erfüllt.

Und dann passierte das eigentlich Spannende. Heidi Klum tat das, was in solchen Momenten immer passiert: Sie nannte die Designerin. Und ZACK! Sobald eine prominente Frau einen Namen droppt, setzt bei anderen Frauen ein archaischer Reflex ein, irgendwo zwischen Neugier, Voyeurismus und „Ich schau nur mal kurz“. Man googelt. Man klickt. Man landet im Shop. Und dann – dann ist es zu spät.

Plötzlich sieht man Dinge wie: „Ach, das Top ist ja eigentlich ganz cool.“ „Der Rock wäre auch im Vogtland tragbar.“ „Okay, das Kleid nicht – aber vielleicht der Gürtel?“ Und genau hier wird man vom Beobachter zum Opfer. Nicht emotional – finanziell. Vor den Grammys kannten kaum Menschen diese Designerin. Jetzt? Jetzt steht sie kurz davor, das zu erleben, wovon jede Modemarke träumt: einen organischen, ungeplanten, durch Heidi-Klum-Energie ausgelösten Run auf ihre Klamotten.

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Woher ich das weiß? Weil ich Teil des Problems bin. Und eine Freundin von mir auch. Wir wollten nur mal schauen. Und plötzlich diskutiert man ernsthaft über Stoffqualität, Schnitte und Lieferzeiten.

Man sagt ja immer, Influencer-Marketing sei geplant, strategisch und teuer. Manchmal reicht aber auch ein polarisierendes Kleidungsstück, eine prominente Frau und der kollektive Impuls von „Ich schau nur kurz“ und was gestern noch ein Geheimtipp war und braucht morgen vermutlich ein Ausverkauft-Schild.

Und was ist eigentlich mit dem Kleid von Chappell Roan?

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