alle Fotos: privat
Im Dezember lag ein Hauch von Märchenzauber in der Luft. Die Oettersdorferinnen und Oettersdorfer durften sich auf ein ganz besonderes Tanztheater freuen. Mit anmutigen Bewegungen, feenhaften Kostümen und leuchtenden Kinderaugen entführten 15 Tänzerinnen aus der 1. bis 4. Klasse der Grundschule ihr Publikum in eine fantasievolle Welt.
Gemeinsam mit der Tänzerin und Sozialpädagogin Anna Kretschmer präsentierten die Mädchen ein liebevoll einstudiertes Programm, das sowohl beim Weihnachtssingen in der Grundschule als auch bei der Seniorenweihnachtsfeier für große Begeisterung sorgte. Die Choreografien waren Teil eines Tanztheaterprojekts, das Kunst, Bewegung und kindliche Fantasie auf einzigartige Weise verbindet.
„Die Senioren waren sehr begeistert. Wir haben das ja kurzfristig umgesetzt, und ich muss sagen, das war schon ein besonderer Auftritt“, schwärmt Dirk Kühnel, Bürgermeister von Oettersdorf. Und tatsächlich, die jungen Tänzerinnen wuchsen über sich hinaus und berührten ihr Publikum.
Tanz, Yoga und Märchen – Stärken entdecken und entfalten
Anna Kretschmer, die an der Grundschule bereits regelmäßige Yoga-Kurse anbietet, ergänzt ihr pädagogisches Angebot mit dem Tanztheater. Dabei arbeitet sie konsequent ressourcenorientiert. Jedes Kind darf seine eigenen Stärken einbringen. Während sich manche Schülerinnen besonders gut Choreografien merken und gerne nach festen Vorgaben tanzen, genießen andere die Freiheit, sich kreativ und intuitiv zu bewegen. Inhaltlich greifen die Tänze häufig bekannte Märchen auf – dieses Mal stand Aschenputtel im Mittelpunkt. Inspiriert wurde das Projekt unter anderem von der Musik von Karel Svoboda.
“Vor dem Auftritt war ich immer richtig aufgeregt. Aber wenn ich am Ende immer gesehen habe, wie glücklich die Leute waren, ist all mein Lampenfieber verflogen”, sagte eine Schülerin. Und viele andere schwärmten, wie schön es gewesen ist auf Jingle Bells zu tanzen.


Verein gegründet: Kultur für Kinder auf dem Land sichern
Damit das Tanztheaterprojekt auch künftig bestehen bleibt und allen Kindern eine kostenfreie Teilnahme ermöglicht werden kann, wurde der Verein „Kunst und Kultur für Kinder auf dem Lande e. V.“ (Kukukila) gegründet. „Dank der Eltern und Großeltern, die das gesamte Projekt ehrenamtlich unterstützen, waren auch die beiden Auftritte überhaupt möglich. Kostüme, Kleidung, Organisation – all das ging nur mit ihrer Hilfe“, betont Anna Kretschmer.
Das Tanztraining findet bis zu den Winterferien dienstags und freitags in der Schule sowie samstags in der Tegau-Mühle statt. Ermöglicht wird die Durchführung außerdem durch die Unterstützung der Kreissparkasse Saale-Orla.
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