Nachrichten VogtlandTalsperre Pöhl: Junge Architekten entwerfen Ideen fürs Wasser-Erlebniszentrum

Wie könnte ein Wasser-Erlebniszentrum an der Talsperre Pöhl aussehen? Mit dieser Frage haben sich Architekturstudierende der HTWK Leipzig beschäftigt. Innerhalb der vierten Architektur-Exkursion Vogtland, kurz AREX, entstanden 16 Modelle, die unterschiedliche Perspektiven für den Standort eröffnen. Die Entwürfe sind bis zum 11. November 2026 im Vogtlandmuseum Plauen zu sehen.

Junge Menschen für Architektur im Vogtland begeistern und dem Fachkräftemangel entgegenwirken: Dafür steht das Projekt AREX. Bereits zum vierten Mal führte die Architektur-Exkursion Studierende in die Region. Nach der HTWK Leipzig im Auftaktjahr 2023 und der TU Dresden in den Jahren 2024 und 2025 war 2026 erneut die Leipziger Hochschule beteiligt.

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Diesmal ging es um einen Ort, den viele Besucher der Talsperre Pöhl kennen: das im Volksmund als „Elefantenklo“ bezeichnete Gebäude. Unter dem Thema „Architektur am Wasser-Erlebniszentrum Talsperre Pöhl“ entwickelten die angehenden Architektinnen und Architekten im Rahmen ihrer Semesterarbeiten neue Gestaltungsideen. Die Entwürfe wurden in einem Wettbewerb bewertet und bei einer feierlichen Vernissage im Vogtlandmuseum ausgezeichnet.

Siegerentwurf verbindet Bestandserhalt mit skandinavischem Stil

Den ersten Platz und ein Preisgeld von 300 Euro erhielt Theo Jörgensen. Sein Modell überzeugte besonders durch die Verbindung von Bestandserhalt und Modernisierung. Er ergänzte das vorhandene Objekt um zahlreiche Frei- und Verweilflächen sowie einen Umbau mit Holz im skandinavischen Stil. Damit zeigt sein Entwurf, wie sich bestehende Bausubstanz weiterdenken und um neue Aufenthaltsmöglichkeiten ergänzen lässt. „Es ist unglaublich spannend, zu sehen, wie junge Architektinnen und Architekten diesen Ort an der Talsperre betrachten und welche Ideen für die Zukunft sie so entwickeln“, erklärte der Beigeordnete Dr. Axel Steinbach in seinem Grußwort.

Studentische Ideen sollen in weitere Planungen einfließen

Die Arbeiten könnten auch über den Wettbewerb hinaus Bedeutung gewinnen. Der Zweckverband Talsperre Pöhl plant perspektivisch einen Neubau beziehungsweise die Rekonstruktion des Gebäudes. Dabei sollen Ideen aus den studentischen Entwürfen einbezogen werden.

Bewertet wurden die Arbeiten durch Mitglieder der HTWK und eine Fachjury. Dieser gehörten die Architekten Prof. Christian Knoche, Andreas Baum, Stefan Gubelt und Michael Persch sowie Elisabeth Blüml-Fuchs, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Talsperre Pöhl, an.

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Getragen wird AREX von Dr. Gunter Krautheim, dem emeritierten Rektor der Westsächsischen Hochschule Zwickau, dem Amt für Wirtschaft und Bildung im Landratsamt Vogtlandkreis sowie der Architektenkammer Sachsen. Wer sich selbst ein Bild von den Entwürfen machen möchte, kann die 16 Architekturmodelle seit dem 2. Oktober und noch bis einschließlich 11. November 2026 im Vogtlandmuseum Plauen besichtigen.

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