Das Athletenteam Vogtland zieht sich freiwillig aus der 2. Bundesliga zurück. Die Gewichtheber von TSG Rodewisch und AC Atlas Plauen setzen künftig in der Landesliga Sachsen auf den Aufbau einer jungen Mannschaft – mit Talenten aus den eigenen Reihen und einer langfristigen Perspektive.
Ein Staffelsieg, eine Finalteilnahme und eine Saison voller Rückschläge: Hinter dem Athletenteam Vogtland liegen zwei bewegte Jahre. Nun stellen die Verantwortlichen von TSG Rodewisch und AC Atlas Plauen die Weichen neu. Nach mehreren Abgängen und gesundheitlichen Ausfällen verzichtet die Wettkampfgemeinschaft auf eine weitere Meldung für die 2. Bundesliga. In der Saison 2026/27 geht das Team in der Landesliga Sachsen an den Start.
Warum das Athletenteam Vogtland die 2. Bundesliga verlässt
In der Saison 2024/25 hatte das Athletenteam noch den Staffelsieg und die damit verbundene Finalteilnahme gefeiert. Im darauffolgenden Wettkampfjahr fehlte jedoch immer wieder wichtiges Personal. Zahlreiche Ausfälle warfen die Mannschaft zurück; am Ende stand der letzte Tabellenplatz.
Dennoch bestand nach Saisonende zunächst die Aussicht, erneut in der 2. Bundesliga anzutreten. Die grundsätzlichen Voraussetzungen waren gegeben. Erst die personellen Entwicklungen der folgenden Wochen führten zu einer neuen Bewertung.
Mit Pavlína Šedá und Alexandros Chrysochoidis wechseln die beiden punktstärksten Aktiven auf eigenen Wunsch zum Chemnitzer AC. Sophia Heinrich kehrt in ihre Heimat zurück und verlässt ebenfalls den Verein. Gesundheitliche Probleme bei Elizabeth Zidek, Paul Köhn und Martin Novotny schränken die Möglichkeiten zusätzlich ein. Diesen Veränderungen steht mit Evie Meyer lediglich ein Neuzugang gegenüber. Nach intensiven Beratungen entschieden sich die beiden Vereine deshalb gemeinsam für den freiwilligen Rückzug aus der Bundesliga.
Landesliga Sachsen bietet Raum für den Nachwuchs
Der Neustart soll vor allem der eigenen Jugend zugutekommen. In den kommenden beiden Jahren möchten TSG Rodewisch und AC Atlas Plauen junge Gewichtheberinnen und Gewichtheber schrittweise an den Erwachsenenbereich heranführen und eine neue sportliche Grundlage schaffen.
Dafür stehen bereits mehrere Talente bereit. Amy Seidel ist schon zum Auftakt der neuen Landesliga-Saison startberechtigt. Ab Januar 2027 können mit Jannik Rühling, Leonard Schlichter und Paul Seifert drei weitere Jugendliche eingesetzt werden. Ein Jahr später folgen Yara Schwarz, Julius Fröhnert und Yannik Grafe. Der Nachwuchs bringt dabei bereits Wettkampferfahrung und Erfolge mit: Zu dieser Generation gehören aktuelle Ostdeutsche Meister sowie Sachsenmeister und Vizemeister im Schülerbereich.
In der Landesliga erhalten die jungen Aktiven Gelegenheit, sich an die Anforderungen im Erwachsenenbereich zu gewöhnen. Neben der individuellen Leistung geht es dabei auch darum, Verantwortung innerhalb einer Mannschaft zu übernehmen und als Team zusammenzuwachsen.
Für die beiden Vereine ist der Rückzug deshalb mit einem längerfristigen Ziel verbunden: Eine leistungsfähige Mannschaft soll möglichst aus den eigenen Reihen entstehen. Entwickeln sich die Nachwuchskräfte weiter und bleiben größere Ausfälle aus, könnte in einigen Jahren auch eine Rückkehr in die Bundesliga wieder zum Thema werden. Zunächst steht jedoch der Aufbau im Mittelpunkt. Die Landesliga bietet dafür den sportlichen Rahmen und die Möglichkeit, den Talenten Zeit für ihre Entwicklung zu geben. Der erste Auswärtskampf der neuen Landesliga-Saison ist für das Athletenteam Vogtland voraussichtlich am 21. November 2026 vorgesehen.

Redaktion
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Athletenteam Vogtland AC Atlas setzt nach Bundesliga-Rückzug auf den Nachwuchs
