Stadtführungen in Hof: Spannende Erlebnisse für Groß & Klein

In Franken und mitten im Bayerischen Vogtland gelegen, hat die Stadt Hof einige sehenswerte und wissenswerte Dinge zu bieten. Stadtführungen sind nicht nur für Touristen spannend, sondern können auch Einheimischen oder allen aus dem Umland einen neuen Blick eröffnen. Nachfolgend ein paar Tipps:

Alles über Hof – in einer Stunde
April bis Oktober jeden Samstag um 11 Uhr ab Touristinformation. (ohne Anmeldung)

Die Stadtführer nehmen die Gäste auf einen unterhaltsamen Spaziergang durch die Hofer Innenstadt mit und geben dabei Einblicke in die Geschichte und Gegenwart der Stadt Hof. Anschließend kann der Rathausturm bestiegen werden. Preis: 7 Euro / Dauer: ca. 1 Stunde

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Historische Stadtspaziergänge
Januar bis November jeden 3. Sonntag im Monat um 14 Uhr ab Touristinformation.
Die Gästeführer geleiten gemächlich durch die Zeit und beleuchten dabei die Facetten, die eine Stadt ausmachen: die Menschen, die Gebäude, die Geschichte oder auch den Charakter, der über die Jahrhunderte entstand. Bei diesem historischen Stadtspaziergang durch Hof staunt man darüber, welche Ereignisse die Stadt geprägt haben, wie Kirchen- und Klosterbauten, Kriege, Belagerungen, Brände, Grenzen und Feste direkten Einfluss auf das Leben der Hofer und damit die Entwicklung der Gemeinde hatten. Da jeder Gästeführer sein besonderes Lieblingsthema hat, lohnt sich auch eine mehrmalige Teilnahme. Preis: 7 Euro / Dauer: ca. 1,5 Stunden

„Romantischer Stein“ – die Parkführung

27 April und 7. September um 14 Uhr ab Haus Theresienstein.

„An der einen Seite war ein sehr schönes Motiv zu einer landschaftlichen Parthie“, so schrieb schon Goethe in sein Tagebuch, als er sich 1806 in Hof aufhielt. Der Theresienstein streckt seine Fühler weit ins Zentrum der Stadt und lockt mit grünen Wiesen, mit Alleen und alten Baumbeständen, Pavillons und Teichen. Ein leicht mäanderndes Wegenetz führt durch Wäldchen und an den Wiesensäumen entlang, immer im Schutze der Bäume. Im Verlauf der stillen Wege und Alleen erlebt man immer wieder neue Gartenszenerien. Bezaubernde Blickachsen öffnen sich auf Skulpturen, Springbrunnen und Staffagebauten und auch weit über die Grenzen des Parks hinaus bis ins Umland. Insbesondere der Panoramablick auf die untere Ludwigstraße bis zum Rathaus verzaubert dabei die Besucher im südlichen Teil der Anlage. Dank einer kontinuierlich durchgeführten sachkundigen Pflege hat sich der Theresienstein seit seiner Entstehung kaum verändert. Nach einem sogenannten Parkpflegewerk werden die typischen Eigenschaften eines klassischen Englischen Gartens erhalten, viele historische Elemente wurden wiederhergestellt. Preis: 7 Euro / Dauer: ca. 1,5 Stunden

„Wo ich das Beste geschrieben …“ – Jean Paul und Hof

30. März, 29. Juni, 27. Juli und 31. August um 14 Uhr ab Touristinformation.

Auf die Spuren des romantischen Dichters Jean Paul (1763–1825) begibt man sich mit diesem Stadtrundgang durch Hof: Jean Paul ist einer der sprachgewaltigsten europäischen Prosaschriftsteller. Zu seiner Zeit wurde er mehr gelesen als Goethe oder Schiller und gilt als der erste deutsche Dichter, der vom Schreiben leben konnte. Der junge Schriftsteller verbrachte einige Jugendjahre in Hof, er durchlebte hier harte Zeiten und litt große Not. Hier und in Schwarzenbach an der Saale schrieb er seine bedeutendsten Romane. Über die Stadt, die er darin „Kuhschnappel“ oder „Flachsenfingern“ nennt, schreibt er: „Besehet Hof, wo ich das Meiste gelitten, aber das Beste geschrieben.“ Und doch erinnerte er sich später, dass er „nie holdere elysischere Tage hatte (obwohl nur in meiner Brust und unter dem blauen Himmel) damals“. Wer erfahren will, was es mit den „ostindischen Gewürzinseln oder Molukken“ auf sich hat, ist zur Stadtführung eingeladen. Auch das Geheimnis der „erotischen Akademie“ wird gelüftet … Preis: 7 Euro / Dauer: ca. 1,5 Stunden

Hofer Biertour
10. Mai, 19. Juli, 13. September und 15. November um 17:30 Uhr ab Rathausbrunnen.

Schon seit dem 14. Jahrhundert brauen die Hofer ihr Bier und bringen es darin alsbald zu großer Perfektion. Höchste Zeit, einmal mehr über das wohlschmeckende Gebräu zu erfahren!
Ob es den verheerenden Hussitenüberfall im Jahr 1430 betrifft, das Kommunbraurecht, den „Bierfinger“ oder den immer wieder die Hofer Bürgerschaft peinigenden Biermangel – spazieren Sie mit unserem Genussbotschafter durch 700 Jahre Brauwesen in Hof. Neben Wissenswertem und Erstaunlichem zum Thema Bier gibt es eine Verkostung mit drei verschiedenen Bieren samt fränkischer Brotzeit. Preis: 30 Euro / Dauer: ca. 3 Stunden

„Hört Ihr Herrn …“ – Nachtwächterrundgang

7. März, 4. April, 6. Juni, 11. Juli, 1. August, 5. September, 17. Oktober und 7. November um 20 Uhr ab Rathausbrunnen, am 31. Dezember um 18 Uhr.

Am Abend mit einem echten Nachtwächter in Hof – das ist ein unvergessliches Erlebnis für jeden! Gerne lässt man sich da in die Vergangenheit vor dem großen Hofer Stadtbrand im Jahr 1823 entführen und lauscht den Geschichten des Hofer Nachtwächters. Immer wenn die Turmuhr zur vollen Stunde schlug, gab der Nachtwächter mit seinem Horn Signal und rief dann die Stunde aus – zu jeder Stunde sang er ein anderes Lied. Der Bürger konnte sich beruhigt auf die andere Seite drehen, wusste er doch, der Nachtwächter hat ein Auge auf alle Gefahren. Doch war das Stundenlied nicht seine einzige Aufgabe: Er musste in den Straßen ein Auge auf Diebe haben, bei einem Brand und zwischen dem Türmer von St. Michaelis und der Büttelei vermitteln und auch die Pechpfannen anzünden. Und nur, wenn alles in Ordnung war, durfte er diese um Mitternacht löschen und weiter seine Runden drehen – zur Sicherheit der Hofer Bürger. Unser Hofer Nachtwächter erzählt Ihnen von seinen Aufgaben, von den Vorkommnissen und Besonderheiten seiner Tätigkeit in Hof. Preis: 8 Euro / Dauer: ca. 2 Stunden

Kulinarischer Stadtspaziergang

10. Mai, 19. Juli, 13. September und 15. November um 10 Uhr ab Kugelbrunnen Altstadt 

„Hof – in Bayern ganz oben“ sagen die Hofer gerne über ihre Stadt – und das gilt auch für den Genuss!
Im Jahr 2018 wurde Hof vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als einer der „100 Genussorte Bayerns“ ausgezeichnet. Damit wurde öffentlich, was jeder Einheimische längst schon wusste: Hof glänzt mit ausgezeichneten Bäckereien und Metzgereien, es gibt traumhafte Konditoren und auch das Hofer Bier sucht seinesgleichen. Unübersehbar sind die vielen Bratwurst-, Schinken- und Wurstvariationen, verschiedenste Gebäcke und Backwaren, aber auch Fisch, Obst und Käsespezialitäten – und das alles in hervorragender Qualität. Neben der feinwürzigen Hofer Rindfleischwurst, die es sogar bis in das europäische Register regionaltypischer Spezialitäten geschafft hat, kennt man die Hofer Schnitz, das Hofer Allerlei, Leberkäs’, den Schwaas, Aus’zogene und viele weitere Hof-Genüsse. Welche das sind, erfährt man bei einem kulinarischen Stadtspaziergang mit einem Genussbotschafter der Genussregion Oberfranken. Dabei können herzhafte, aber auch süße Leckereien probiert werden. Preis: 20 Euro / Dauer: ca. 2 Stunden

Nachrichten Vogtland
Foto: Stadt Hof – Der Scharfrichter im Einsatz

Wo einst die Scheiterhaufen loderten – die Scharfrichterführung

12. März, 2. April, 14. Mai, 4. Juni, 9. Juli, 10. September, 15. Oktober und 5. November um 20 Uhr ab Rathausbrunnen.

Gute Nerven sind hier von Vorteil. Mit dem Hofer Scharfrichter erleben die Gäste spannende und unvergessliche Momente. Eine historisch fundierte und lebendige Reise durch Aberglauben, Justiz- und Heilwesen. Mittelalterliche Geschichte wird lebendig, wenn der Henker von seinem nicht alltäglichen Handwerk berichtet: Wo einst die Scheiterhaufen gelodert haben, wo die peinlichen Befragungen stattfanden, wo Übeltäter am Pranger standen und das kaiserliche Blutgericht tagte – wer wüsste das besser als einer, der auf Geheiß der Justiz Todes- und Leibesstrafen vollziehen musste und auch gefoltert hat? Als Scharfrichter war er auch Bordellwirt und Hundeschläger, er reinigte die Kloaken oder beseitigte die Körper toter Menschen und Tierkadaver. Oft hatte er auch medizinische Kenntnisse und betätigte sich als Heiler. Als „unehrlich“ galt der Berufsstand des Henkers, er lebte für sich und wurde von den Leuten gemieden. Meist wurde er vom Vater ausgebildet, der das Amt an den Sohn weitergab. Nach der Meisterprobe, dem nach allen Regeln der Kunst mit dem Schwert abgeschlagenen Kopf eines Verurteilten, durfte er tätig werden. Heute ist Meister Franz Schmidt vor historischer Kulisse anzutreffen und nimmt Sie mit auf seine Runde. Preis: 8 Euro / Dauer: ca. 2 Stunden

Tatort Hof – die Hofer Kriminalgeschichte

27. Februar, 27. März, 24. April, 29. Mai, 26. Juni, 31. Juli, 28. August, 25. September, 30. Oktober und 31. Oktober um 20 Uhr ab Rathausbrunnen.

Diese Stadtführung ist nichts für schwache Nerven. Die Gäste entdecken Hof von einer gänzlich anderen, finsteren Seite und begeben sich auf eine schockierende Reise durch die Kriminalgeschichte Hofs. Orte, an denen sich einst grausige Verbrechen zutrugen, werden hier besucht. Anhand von ausgewählten Beispielen erzählen die Gästeführer, zu welchen Strafen Hexen, Räuber oder gar Mörder nach der damaligen Rechtsprechung verurteilt wurden. Auch Schauplätze, an denen Gespenster und andere Schreckgestalten ihr Unwesen treiben, werden besucht. Preis: 8 Euro / Dauer: ca. 2 Stunden

Für empfindsame Personen und Jugendliche unter 14 Jahren ist die Führung nicht geeignet.

Auf den Spuren von Verfolgung und Widerstand – Hof zwischen 1933 und 1945

26. April, 24. Mai, 28. Juni und 20. September um 14 Uhr ab Sophienschule.

Auf diesem Spaziergang werden ausgewählte Örtlichkeiten und Persönlichkeiten der Jahre 1933 bis 1945 vorgestellt. Wer weiß heute noch, wo sich das „Braune Haus“, wie das Kreisbüro der Hofer NSDAP genannt wurde, befand? Warum wurde ein kleinerer Teil der Hofer Altstadt in „Bernhard-Lichtenberg-Platz“ umbenannt? Was passierte vor dem Kaufhaus Ury 1938 und wo befand es sich? Haben die Hofer beim „Marsch ins Dritte Reich“ alle mitgemacht oder gab es Widerstand gegen die Nazidiktatur? Welche Rolle spielten die Gewerkschaften und die Arbeiterparteien SPD und KPD in dieser Zeit? Preis: 8 Euro / Dauer: ca. 2 Stunden

Die Hussiten kommen!
Mittelalterliches Stadtführungsspektakel zum Hofer Schlappentag

15. Juni um 14 Uhr ab St. Michaeliskirche

Der Nationalfeiertag der Hofer, der Schlappentag, hat seinen Ursprung im Überfall der Hussiten im Jahr 1430 auf die Stadt Hof. Die Stadt lädt aus diesem Anlass zu einem mittelalterlichen Stadtführungsspektakel ein. Die mittelalterlich gewandeten Gästeführer stellen den Hussitenüberfall in Szenen nach und die Gäste erfahren dabei so ganz nebenbei viel über die Geschichte der Hussiten und wie der Hofer Schlappentag entstanden ist. In mittelalterlichen Kostümen schildern eine fromme Hofer Bürgerin und ein aufschneiderischer Hussit, wie sie den Überfall erlebt haben – jeder aus seiner Sicht und am Ort des Geschehens. Klar, dass es da einige Unstimmigkeiten gibt: Brüstet sich der Hussit etwa mit der Zerstörung und Schändung des Klosters, sähe die Hofer Bürgerin diesen liederlichen Menschen am liebsten im Fegefeuer … Ja, er hat sogar noch weitere marodierende Hussiten mitgebracht, die sich nicht scheuen, da weiterzumachen, wo sie 1430 aufgehört haben, und beinahe sogar einem Mönch ans Leder gehen. Hier sind natürlich alle braven Bürger gefordert, diesen Lumpen die Stirn zu bieten. Preis: 7 Euro / Dauer: ca. 2 Stunden

Lichtla-Führung

6. Dezember, 13. Dezember und 20. Dezember um 16 Uhr ab St. Marienkirche

Hof im Lichterglanz – auf Engelswegen durch die Stadt

Unser Stadtführer empfängt Sie am Kirchenportal der Marienkirche und stimmt Sie auf einen Rundgang durch das weihnachtlich beleuchtete Hof ein. Der Weg durch die Hofer Innenstadt führt von Lichterengel zu Lichterengel durch die festlich glitzernde Stadt. Eine Vielzahl privat gespendeter Krippen stehen in der St. Lorenzkirche und der St. Marienkirche zum Bestaunen bereit und auch der Hofer Weihnachtsmarkt wird einbezogen. Vielleicht begegnen Sie dem Christkind, dem Nikolaus – oder gar den Krampussen? Ein kleiner Schuss Hofer Geschichte und weihnachtliche Hofer Tradition dürfen natürlich nicht fehlen. Und vielleicht ist ja hinterher auch der richtige Zeitpunkt, nach den letzten Weihnachtsgeschenken Ausschau zu halten? Preis: 7 Euro / Dauer: ca. 1,5 Stunden

Spaziergang durch die Musikgeschichte Hofs

09. Juni um 14 Uhr und 14. Juni um 18 Uhr ab Kirchplatz 1

Auf diesem Spaziergang sind Sie herzlich eingeladen, mehr über die reiche Musiktradition Hofs zu erfahren. Passend zur Eröffnung des Internationalen Workshops “Alte Musik in Hof“ wird im Rahmen einer Führung die Musiktradition in der Stadt Hof beleuchtet. Hof als Zentrum des Instrumentenbaus, Sitz des Symphonie-Orchesters und Heimatstadt eines Wagner-Tenors – viele spannende musikalische Themen erwarten Sie. Der Spaziergang beginnt mit einem Auftakt im Mittelalter und endet mit einem Ausklang in der Moderne. Preis: 8 Euro / Dauer: ca. 2 Stunden

Allgemeine Informationen

Eine Anmeldung bei der Touristinformation ist immer erforderlich, außer bei den Stadtführungen „Alles über Hof – in einer Stunde“. Weitere Informationen und Anmeldung bei der Touristinformation der Stadt Hof in der Ludwigstraße 24.

Telefon: 09281 / 815 – 7777 / Mail: touristinfo@stadt-hof.de

Es können auch Stadtführungen zu einem Wunschtermin für eine Gruppe bestellt werden. Das Anmeldeformular ist hier zu finden: https://www.hof.de/leben-erleben/fuer-touristen/stadtfuehrungen

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