Nachrichten VogtlandJetzt mitmachen: Museum Bayerisches Vogtland sucht regionale Schimpfwörter

Foto: R.B.Essig
Im Museum Bayerisches Vogtland steht ein außergewöhnliches Projekt in den Startlöchern: Ab dem 30. Oktober 2026 wird dort die Ausstellung „Potz! Blitz! Vom Fluch des Pharao bis zur Hate Speech“ präsentiert. Hinter der facettenreichen Schau steht der Autor und Ausstellungsmacher Dr. Rolf-Bernhard Essig, der ursprünglich aus Kulmbach stammt. Seine Arbeit widmet sich der Entwicklung der Fluchkultur über Jahrhunderte hinweg – bis hinein in die heutige Zeit.

Fluchen als Teil der Kommunikation: Ein Blick in die Ausstellung

Die Ausstellung beleuchtet die Rolle von Beschimpfungen und Kraftausdrücken in der menschlichen Kommunikation. Besucherinnen und Besucher erwartet eine Mischung aus informativen Inhalten und interaktiven Elementen.

Dabei reicht die Bandbreite von historischen Verfluchungen in Keilschrift über internationale Beschimpfungen mit Tiernamen bis hin zu emotionalen Ausrastern im Fußball. Auch moderne Phänomene wie Internet-Trolle, geschlechtsspezifische Schmähungen und die Lust am Tabubruch werden thematisiert. Fluchen und Schimpfen sind keine Randerscheinungen, sondern fest verankerte Bestandteile menschlicher Ausdrucksformen.

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Museum sucht regionale Schimpfwörter aus Hof und Umgebung

Für den lokalen Bezug setzt das Museum auf die Unterstützung aus der Region. Gesucht werden Schimpfwörter, Flüche, Redensarten und Beleidigungen aus dem Hofer Land – sowohl aus früheren Zeiten als auch aus der Gegenwart.

Typische Begriffe wie „Hundsgunga“, „Debbala“ oder „Laddschkabbm“ sind bereits bekannt. Doch das Museum möchte noch tiefer in die sprachliche Vielfalt eintauchen und fragt: Wie wird heute in Hof und Umgebung geschimpft?

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Kreative Kennzeichen-Beleidigungen aus ganz Deutschland gefragt

Neben regionalen Beiträgen sind auch überregionale Einsendungen gefragt. Im Fokus stehen dabei humorvolle oder bissige Interpretationen von Autokennzeichen. RÜG wird zu „Rast gerne überall“. Auch der HO steht bereits als „Halbossi“ auf der Liste. Nun sucht das Museum weitere kreative Ideen aus ganz Deutschland, die in die Sammlung aufgenommen werden können.

Das Projekt bietet eine seltene Gelegenheit, sich sprachlich auszutoben – ganz ohne Konsequenzen. Bürgerinnen und Bürger können ihre Vorschläge für regionale Beleidigungen und darüber hinaus einreichen. Die Einsendungen sind bis zum 30. April 2026 möglich und können per E-Mail an folgende Adresse geschickt werden: hundsgunga@stadt-hof.de

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