Nachrichten VogtlandGroße Pandas für München: Hellabrunn setzt Meilenstein für internationalen Artenschutz

Mit dem gemeinsamen Projekt „Großer Panda“ schlägt der Tierpark Hellabrunn ein neues Kapitel im internationalen Artenschutz auf. Zusammen mit dem Freistaat Bayern, der Landeshauptstadt München und renommierten chinesischen Naturschutzinstitutionen entsteht in München eine hochmoderne Panda-Anlage, die weit über eine klassische Tierhaltung hinausgeht. Geplant ist die Eröffnung für Anfang 2028 – als sichtbares Symbol für globale Verantwortung, wissenschaftliche Kooperation und respektvollen Umgang mit einer der faszinierendsten Tierarten der Welt. Der offizielle Projektstart wurde bei einer feierlichen Unterzeichnung im Elefantenhaus von Hellabrunn bekannt gegeben.

Ein Lebensraum, der den Großen Panda in den Mittelpunkt stellt

Herzstück des Projekts ist eine rund 5000 Quadratmeter große Anlage mit großzügigen Innen- und Außengehegen. Dichte Bambusflächen, Wasserzonen und ruhige Rückzugsorte orientieren sich konsequent an den natürlichen Lebensräumen der Großen Pandas. Der bestehende Baumbestand im östlichen Bereich des Tierparks wird weitestgehend integriert, um eine naturnahe, ruhige Umgebung zu schaffen – ein Ort, an dem sich Tiere wie Pfleger gleichermaßen am Wohl der Pandas orientieren können.

Die Anlage ist für die Haltung eines Panda-Paares aus China ausgelegt, das zunächst für zehn Jahre in München leben wird. Die Tiere bleiben Eigentum der Volksrepublik China und werden in enger Abstimmung mit chinesischen Fachleuten betreut. Ziel ist eine langfristige, nachhaltige Zusammenarbeit, die auch eine mögliche Zucht im Rahmen internationaler Artenschutzprogramme einschließt.

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Foto: Tierpark Hellabrunn

Artenschutz made in München und Bayern

Das Projekt gilt als starkes Signal für „Artenschutz made in München und Bayern“. Mit der neuen Panda-Anlage wird München nach Berlin der zweite Standort in Deutschland sein, an dem Große Pandas leben – europaweit eine Besonderheit. Weltweit gibt es nur 19 Zoos außerhalb Chinas, die diese bedrohte Tierart beherbergen dürfen.

Neben dem Tierwohl spielt die Wissensvermittlung eine zentrale Rolle. Eine umfangreiche Edukations- und Ausstellungsfläche informiert Besucherinnen und Besucher über die Lebensweise der Großen Pandas, die Bedrohung ihrer natürlichen Lebensräume und die Bedeutung globaler Biodiversität. Forschung, Umweltbildung und emotionales Naturerlebnis greifen dabei ineinander.

Auch baulich setzt das Projekt Maßstäbe: energieeffiziente Bauweise, nachhaltige Materialien und ein umfassendes Recyclingkonzept sind fester Bestandteil der Planung. Die gesamten Baukosten trägt der Freistaat Bayern. Der Spatenstich ist für 2026 vorgesehen – ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Zoo, der moderne Tierhaltung, Klimaschutz und internationale Verantwortung vereint.

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