Fridtjof Petzold startet bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo für Deutschland im Eisschnelllauf. Der Sachse hat sich über den Crimmitschauer Polizeisportverein an die Weltspitze der Langstreckenläufer gearbeitet. Sein Weg vom Nachwuchs über nationale Erfolge bis zu internationalen Wettbewerben zeigt die beständige Entwicklung des 28-jährigen Athleten. Heute steht für ihn ein weiterer Einsatz auf dem Programm: die Mannschaftsverfolgung (Men’s Team Pursuit), ein Teamrennen, bei dem drei Läufer gemeinsam antreten.

Infobox: Fridtjof Petzold bei Olympia 2026
Name: Fridtjof Petzold
Geboren: 9. April 1997, Werdau
Sportart: Eisschnelllauf
Verein: Crimmitschauer Polizeisportverein
Olympische Wettbewerbe: 5000 Meter (Männer), Massenstart (Männer), Mannschaftsverfolgung (Männer)
Regionaler Bezug: Werdau; Crimmitschauer Polizeisportverein
Instagram: https://www.instagram.com/fridtjof.petzold/
Wettkampftermine (MEZ):
5000 Meter (Männer)
Sonntag, 8. Februar 2026, ab 16:00 Uhr – Finaldurchgang im Milano Speed Skating Stadium
Mannschaftsverfolgung (Männer) – Viertelfinale
Sonntag, 15. Februar 2026, ab 16:00 Uhr – Milano Speed Skating Stadium
Massenstart (Männer)
Samstag, 21. Februar 2026, ab 15:00 Uhr – Halbfinale im Milano Speed Skating Stadium
Finale ab 16:40 Uhr – Milano Speed Skating Stadium
Frühe Jahre und Einstieg in den Eisschnelllauf
Petzold wurde am 9. April 1997 in Werdau geboren. Mit sieben Jahren begann er in Crimmitschau mit dem Eisschnelllauf. Schon früh zeigte sich sein Talent über längere Distanzen. Sein erstes Weltcup-Erlebnis hatte er 2019 in Minsk, wo er im B-Feld über 5000 m den 16. Platz belegte. In den folgenden Jahren sammelte er internationale Erfahrung und entwickelte sich Schritt für Schritt in höheren Leistungsgruppen.
Der Vorname Fridtjof stammt aus dem Altnordischen und ist vor allem in Skandinavien, besonders in Norwegen, verbreitet. Eine einheitliche Übersetzung gibt es nicht. Sinngemäß lässt sich der Name jedoch als „Friedenskämpfer“ oder als jemand deuten, der für Schutz und Frieden steht.
Nationale Erfolge und internationale Entwicklung
Im Laufe seiner Karriere erzielte Petzold mehrere nationale Erfolge: Er wurde mehrfacher Deutscher Meister über längere Distanzen und erreichte 2022 den Titel als Studierenden-Weltmeister über 5000 m. Auf internationalen Bühnen konnte er Top-15-Platzierungen einfahren, darunter der 10. Platz über 10.000 m bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften 2023 und Top-Ten-Ergebnisse im Massenstart sowie über 5000 m bei Europameisterschaften. Ein Höhepunkt seiner bisherigen Saison war ein zweiter Platz im Massenstart beim Weltcup in Calgary 2025, sein bislang bestes Weltcup-Resultat.
Bei den Olympischen Winterspielen gehört er zum deutschen Aufgebot im Eisschnelllauf. Über die 5000 Meter der Männer belegte er am 8. Februar mit einer Zeit von 6:27,56 Minuten den 19. Platz im olympischen Feld. Zusätzlich ist er Teil des deutschen Teams in der Mannschaftsverfolgung, die heute mit dem Viertelfinale beginnt.
Leben neben dem Leistungssport
Petzold ist Sportsoldat und gleichzeitig Student. Er gehört zur Sportfördergruppe, die Leistungssportlern ermöglicht, Training und berufliche Perspektive zu verbinden. Parallel zu seiner sportlichen Karriere absolviert er so ein Studium im Bereich Sportmanagement. Er lebt in Erfurt und als Ausgleich zum Trainingsalltag nennt er vor allem Dinge wie: Zeit mit Freunden und Familie, Essen, Schlafen und sein Studium.
Nach 20 Jahren Krieg, Krise und dem großen Ganzen journalistisch in das beschauliche Vogtland gewechselt. Ein Momentesammler und Geschichtenerzähler. Neugierig, nahe an den Menschen und manchmal ein bisschen frech. :) Autorenprofil/Vita
Olympia 2026 – unsere Athleten: Werdauer Eisschnellläufer Fridtjof Petzold heute im Team-Viertelfinale
