Nachrichten VogtlandGewichtheben Bundesliga: Athletenteam Vogtland unterliegt Tabellenführer trotz Kampfgeist

Am siebten Wettkampftag der 2. Bundesliga im Gewichtheben (Gruppe A) musste sich das Athletenteam Vogtland dem souveränen Spitzenreiter Athletik-Club Potsdam e.V. klar geschlagen geben. Mit 315,6 : 615,4 Punkten fiel das Ergebnis deutlich aus – ein Duell, das von enormen personellen Rückschlägen auf Vogtlander Seite geprägt war.

In der heimischen Halle in Plauen empfing der Gastgeber den Tabellenführer aus Brandenburg. Ursprünglich war die Hoffnung groß, mit zurückkehrenden Leistungsträgern den Favoriten stärker unter Druck setzen zu können. Doch wenige Tage vor dem Aufeinandertreffen folgte der nächste Dämpfer: Mehrere Athletinnen und Athleten fielen krankheits- oder verletzungsbedingt aus. Zeitweise stand sogar die Durchführung des Wettkampfs auf der Kippe.

Athletenteam Vogtland vor Personalsorgen: Ausfälle prägen die Vorbereitung

Besonders schwer wiegt der langfristige Ausfall von Martin Novotny, der sich eine Fußverletzung zuzog und für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Kurzfristig mussten außerdem Alexandros Chrysochoidis, Illia Pavlov und Conny Schneider passen. Auch die geplante Rückkehr von Elizabeth Zidek verzögert sich weiter. Ein Lichtblick: Paul Köhn meldete sich nach überstandener Verletzung zurück und brachte dem Team zumindest ein Stück Stabilität.

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Durch diese Situation rückten erneut Talente aus dem Nachwuchsbereich in den Mittelpunkt. Die beiden 14-jährigen Josephin Eschebach und Vincent Datschkus absolvierten bereits ihren dritten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison. Der 16-jährige Nils Lippmann stand erstmals regulär im Kader, nachdem er 2025 schon außer Konkurrenz erste Erfahrungen gesammelt hatte.

Gemeinsam mit den erfahrenen Heberinnen Sophia Heinrich und Pavlína Šedá trugen damit zwei Schüler und zwei Junioren die Hauptverantwortung. Mit einem Altersdurchschnitt von unter 19 Jahren stellte das Athletenteam Vogtland die jüngste Startformation seiner Bundesliga-Geschichte – eine Mischung aus Mut, Talent und klarer Entwicklungsperspektive.

Potsdam setzt Ausrufezeichen – Vogtland sammelt wichtige Erfahrungen

Gegen die routinierten Spitzenheber aus Potsdam zeigte sich früh, dass es kaum realistische Chancen auf einen Sieg geben würde. Der Tabellenführer unterstrich seine Ambitionen auf den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga eindrucksvoll und gewann den Wettkampf mit nahezu doppelten Relativpunkten.

Alle drei Tabellenpunkte wanderten verdient nach Brandenburg, wo der Athletik-Club Potsdam e.V. weiterhin souverän an der Spitze steht.

Trotz der klaren Niederlage präsentierte sich das junge Team aus dem Vogtland kämpferisch. Paul Köhn bewies bei seinem Comeback, dass er wieder an seine frühere Form anknüpfen kann. Mit 105 Kilogramm im Reißen und 130 Kilogramm im Stoßen blieb er nur knapp unter seinen persönlichen Bestwerten. Sechs gültige Versuche führten zu einem Zweikampfergebnis von 235 Kilogramm – ein starkes Zeichen seiner Rückkehr.

Beste Athletin auf Vogtlander Seite war erneut Pavlína Šedá. Mit 105 Relativpunkten steuerte sie rund ein Drittel der Mannschaftszähler bei. Besonders erfreulich: Im Stoßen übertraf die Tschechin mit 111 Kilogramm ihre persönliche Bestleistung.

Viel Zeit zum Regenerieren bleibt nicht. Bereits am 7. März steht für das Athletenteam Vogtland das nächste Duell an – auswärts bei einem Konkurrenten in Dortmund. Der kommende Gegner rangiert nur zwei Plätze vor den Vogtländern und gilt grundsätzlich als schlagbar.

Entscheidend für den weiteren Verlauf in der 2. Bundesliga Gewichtheben wird sein, ob mehrere angeschlagene Leistungsträger rechtzeitig in den Kader zurückkehren können. Erst dann bestehen realistische Chancen, wieder wichtige Punkte einzufahren.

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