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Trotz einer 439:517- Niederlage gegen den KSV Bochum 1898 e.V. hat das Athletenteam Vogtland am fünften Kampftag der 2. Bundesliga im Gewichtheben eine klare Leistungssteigerung gezeigt. Besonders das erfolgreiche Comeback von Pavlína Šedá sowie 48 zusätzliche Relativpunkte im Vergleich zum letzten Wettkampf unterstreichen den positiven Trend – auch wenn sportlich alle drei Tabellenpunkte an die Gastgeber gingen.
Der Vergleich wurde nicht in Bochum selbst ausgetragen, sondern in Essen. Grund dafür ist, dass der KSV seit 2023 über keine eigene Wettkampfhalle mehr verfügt. Sportlich setzte sich Bochum sowohl im Reißen als auch im Stoßen durch und entschied damit den gesamten Wettkampf für sich.
Lange Auswärtsreise und schwierige Ausgangslage für das Athletenteam Vogtland
Für die Vogtländer bedeutete die Partie eine der längsten Fahrten der Saison: Rund 940 Kilometer legte das Team zurück. Nach der Heimniederlage vor zwei Wochen und angesichts weiterhin bestehender personeller Ausfälle war bereits vorab klar, dass die Aufgabe gegen die routinierte Mannschaft aus dem Ruhrgebiet kein leichtes Unterfangen werden würde.
Erneut rückten deshalb auch die beiden Nachwuchstalente Vincent Datschkus und Josephin Marie Eschebach in den Kader. Beide sammelten wertvolle Wettkampfpraxis auf Bundesliganiveau – ein wichtiger Baustein für die langfristige Entwicklung des Teams.
Starkes Comeback von Pavlína Šedá beim ersten Saisoneinsatz
Ein echtes Ausrufezeichen setzte Pavlína Šedá bei ihrer Rückkehr nach überstandener Krankheit. Die tschechische Athletin absolvierte ihren ersten Einsatz in dieser Saison und überzeugte direkt mit zwei neuen persönlichen Bestleistungen. Mit 90 Kilogramm im Reißen und 110 Kilogramm im Stoßen sammelte sie starke 108 Relativpunkte – das zweitbeste Mannschaftsergebnis hinter Illia Pavlov.
Im Vergleich zur Vorsaison steigerte sie sich im Stoßen um weitere fünf Kilogramm und bewältigte dabei das 1,25-Fache ihres eigenen Körpergewichts. Ein klares Signal, wie wertvoll ihr Comeback für das Athletenteam Vogtland ist.
Geschlossene Teamleistung bringt 48 zusätzliche Relativpunkte
Nicht nur an der Spitze, sondern im gesamten Aufgebot präsentierten sich die Vogtländer stabil. Die übrigen Athletinnen und Athleten knüpften an ihre Leistungen aus dem vorherigen Wettkampf an und konnten diese teilweise sogar steigern. In der Gesamtabrechnung kamen 48 Relativpunkte mehr zusammen als noch vor zwei Wochen.
Gegen die erfahrene Bochumer Mannschaft reichte dieser Fortschritt zwar noch nicht für Zählbares, doch die Entwicklung der Mannschaft macht Mut für die kommenden Aufgaben.
Auffällig war auch die Zusammensetzung beider Teams. Sowohl beim KSV Bochum 1898 e.V. als auch beim Athletenteam Vogtland prägten zahlreiche Athletinnen das Wettkampfgeschehen. Bochum ging mit fünf Frauen und einem Mann an den Start, Vogtland mit vier Frauen und zwei Männern.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: In zwei Wochen steht bereits die nächste Herausforderung an. Dann empfangen die Vogtländer den Tabellenführer aus Potsdam vor heimischer Kulisse.

Redaktion
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Gewichtheben Bundesliga: Athletenteam Vogtland trotzt Niederlage – deutlicher Aufwärtstrend
