Titelgrafik: Geoportal Vogtlandkreis
Im Januar steht jährlich deutschlandweit das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Mittelpunkt, während international der Fokus auf dem Holocaust Gedenken liegt. Das war Anlass für ein besonderes Projekt im Vogtland, bei dem historische Erinnerungsorte systematisch erfasst und neu aufbereitet wurden. Ein Schüler des Lessing-Gymnasium Plauen hat sich gemeinsam mit dem Katasteramt dieser sensiblen Aufgabe angenommen.
Innerhalb der verpflichtenden Facharbeit der zehnten Klassen entstand eine detaillierte Bestandsaufnahme regionaler Erinnerungsorte. Ausgangspunkt war eine bereits 1996 veröffentlichte Broschüre zu Gedenkstätten, die als historische Grundlage diente. Auf dieser Basis wurden die Standorte von Gedenksteine und Gedenksäulen – ausdrücklich ohne Stolpersteine – vor Ort überprüft. Darüber hinaus konnten bislang nicht erfasste Orte ergänzt werden.
Digitale Erfassung für mehr Erinnerungskultur Vogtland
Durch die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt sind die Ergebnisse nun öffentlich zugänglich. Insgesamt wurden 74 Erinnerungsorte dokumentiert. Diese sind ab sofort inklusive Bildmaterial im Geoportal des Vogtlandkreis abrufbar. Interessierte finden die Datensätze dort unter dem Themenbereich „Kultur“.
Das Geoportal selbst ist online erreichbar unter:
https://geoportal.vogtlandkreis.de
Aktualisierte Broschüre ergänzt das Online-Angebot
Neben der digitalen Veröffentlichung entstand aus dem Projekt auch eine überarbeitete Fassung der ursprünglichen Broschüre. Diese wird künftig an ausgewählten Orten ausgelegt. Dazu zählen der Jüdischer Friedhof der Stadt Plauen sowie das Lessing-Gymnasium. Weitere Auslagepunkte sind bereits in Planung.

Redaktion
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Gedenkstätten im Vogtland: Schülerprojekt macht Erinnerungsorte digital sichtbar
