Wenn das Offensichtliche übersehen wird, spannt sich ein feines Geflecht zwischen Wissen und Schweigen. Genau in diesem Zwischenraum verortet sich die Ausstellung „Der Elefant im Raum“ von Anne Baumann, die vom 30. Januar bis 6. März 2026 in der Galerie Forum K in Plauen zu sehen ist.
In ihren künstlerischen Arbeiten richtet die Künstlerin den Blick auf gesellschaftliche und persönliche Themen, ausgehend von Alltagsbeobachtungen und aus Kooperationen mit Menschen unterschiedlichster sozialer Kontexte. Das alles mündet vielfach in videobasierte Arbeiten, die weniger dokumentieren als vielmehr Spuren sichern – leise, beharrlich, offen.

Alternde Gesellschaft, fragile Erinnerungen
Die im Forum K präsentierten Werke thematisieren zentrale Herausforderungen einer alternden Gesellschaft: den Umgang mit digitalen Medien, den Wandel von Natur- und Gemeinschaftsbezügen sowie das allmähliche Verschwinden vertrauter Lebenswelten. Wie ein roter Faden ziehen sich Prozesse des Erinnerns durch Anne Baumanns künstlerisches Schaffen – Erinnern in Zeiten des Verlusts, des Abschieds und der Transformation.
Geboren und aufgewachsen in Plauen im Vogtland, liefen Anne Baumanns Arbeits- und Studienwege zwischen Ostsee und Kaspischem Meer. Ihr Studium der Forstwissenschaften sowie der Freien Kunst in Dresden und Halle/Saale bildet dabei ein Spannungsfeld zwischen naturwissenschaftlicher Beobachtung und künstlerischer Forschung. Heute lebt und arbeitet sie in Halle/Saale.
Die Vernissage findet am 30. Januar 2026 um 19.30 Uhr statt. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich auf eine stille, eindringliche Auseinandersetzung mit dem Offensichtlichen einzulassen – und dem Raum zwischen Wahrnehmung und Schweigen zu begegnen.

Redaktion
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Galerie Forum K in Plauen zeigt: „Der Elefant im Raum“ – eine Ausstellung von Anne Baumann
