alle Fotos: Ricardo Rössel
Mit 794,6 Metern ist der Döbraberg die höchste Erhebung des Frankenwaldes und ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber, Wanderer und Geschichtsinteressierte. Trotz seiner vergleichsweise moderaten Höhe bietet der Berg überraschend weite Ausblicke und eine bemerkenswerte kulturelle wie historische Bedeutung.
Er liegt im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern, eingebettet in den Naturpark Frankenwald. Unweit der Stadt Schwarzenbach am Wald erhebt sich der überwiegend bewaldete Höhenzug, dessen Gipfel leicht zugänglich ist. Vom kleinen Ort Döbra am Osthang aus erreicht man den Gipfel in wenigen Minuten zu Fuß.

Landschaft und Geologie
Typisch für das Gebiet ist die ruhige, waldreiche Landschaft mit tief eingeschnittenen Tälern und sanften Höhen. Der Döbraberg besteht geologisch aus hartem Kieselschiefer, was seine markante Form erklärt. Während die Ostseite eher sanft ansteigt, fallen die Süd- und Westhänge deutlich steiler ab – ein spannender Kontrast auf engem Raum.

Der Prinz-Luitpold-Turm – Wahrzeichen auf dem Gipfel
Ein besonderes Highlight ist der Prinz-Luitpold-Turm, der bereits 1902 errichtet wurde. Der rund 18 Meter hohe Aussichtsturm ermöglicht bei guter Sicht einen Panoramablick über weite Teile Nordbayerns. Je nach Wetterlage reichen die Ausblicke bis ins Fichtelgebirge, ins Erzgebirge und sogar zum Thüringer Wald. Damit gehört der Turm zu den schönsten Aussichtspunkten der Region.

Zeitgeschichte auf dem Berg: die Radarstation
Unübersehbar ist die Radarkuppel auf dem Bergrücken. Sie stammt aus der Zeit des Kalten Krieges, als der Döbraberg eine strategische Rolle in der Luftüberwachung spielte. Die Anlage wurde ursprünglich von der US-Air-Force genutzt und ist bis heute – wenn auch in veränderter Funktion – in Betrieb. Dieses technische Bauwerk verleiht dem Berg eine zusätzliche historische Dimension.
Wandern, Natur und Erholung
Der Berg ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, Mountainbiker und Naturfreunde. Zahlreiche gut ausgeschilderte Wege führen durch den Frankenwald und über den Gipfel, darunter auch überregionale Fernwanderwege. Im Winter ist die Umgebung zudem für Langlauf geeignet. Trotz seiner Beliebtheit bleibt der Berg angenehm ruhig und naturnah. Perfekt für einen Ausflug – sei es für eine kurze Gipfeltour oder einen ausgedehnten Wandertag.


Redaktion
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