Nachrichten VogtlandABBA Tribute in Symphony: Publikum in Greiz begeistert von Konzert mit sinfonischem Power

alle Fotos: Michael Pauser / VPH
Das Publikum war in kaum noch zu kontrollierender Bewegung, es wird getanzt, was das Zeug hält – dann wieder Momente, da hört man aus dem Saal so gut wie nichts, alles lauscht und geht – wie es aussieht – in sich.

So war es zu erleben am Samstag in der ausverkauften Greizer Vogtlandhalle, als die Vogtland Philharmonie mit „ABBA Tribute in SYMPHONY“ einen ihrer Ausflüge in das Rock-Pop-Metier vorstellte. Ein Unterfangen, in dem viel Mühe und Arbeit steckt. In vorderer Linie agiert mit SWEDESENSATION eine Coverband, die die ABBA-Erfolge optisch wie musikalisch im Griff hat.

Das geht reichlich zwei Stunden Schlag auf Schlag. Die kurzen Moderationen zählen schwerlich als echte Atempausen. Man steht Saskia Tanfal (Agnetha), Sara Mosquera (Anni-Frid), Mike Rubin (Benny) und Sebastian Gurgel (Björn) – gestützt auf passgerechte Arrangements – zur Seite.

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Sicher, bei manchem Stück dominiert akustisch klar die Band, aber in der Mehrzahl des Gebotenen sind der von Kapellmeister Simon Edelmann gekonnt auf Drive gebrachten und mit sichtlicher Freude loslegenden Philharmonie unentbehrliche Farbtupfer zu verdanken.

Emotionale Höhepunkte von „Fernando“ bis „Money, Money, Money“

Wenn etwa bei der Ballade “Fernando“ die Flötengruppe für Lagerfeuerkolorit sorgt oder bei Krachern wie „Money, Money, Money“ das Blech seine Muskeln spielen lässt. Die homogenmusizierenden Streicher bewähren sich vor allem in volltönenden Einleitungen und der durchdringende Klang der Pauke macht sich bei den emotional aufgeladenen Songs gut.

Insgesamt bewegt sich die sinfonische Besetzung klanglich und stilistisch auf Augenhöhe, findet sich gut in den von einer ganzen Reihe anspruchsvoller Zutaten – bis hin zum kompakten, federnden Swing – lebenden ABBA-Sound hinein.

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Volker Müller
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